Ausgabe 9

Psoriasis und Psyche

Stress im Job oder an der Uni, Ärger mit der Partnerin oder dem Partner, Zeitdruck, … Wie eng Körper und Seele zusammenhängen, zeigt sich für Menschen mit Psoriasis in turbulenten Zeiten besonders deutlich. Der psychische Druck wächst und kann manchmal sogar den nächsten Krankheitsschub auslösen oder die Schuppenflechte erst so richtig auffällig zum Vorschein bringen. Was folgt ist häufig Antriebslosigkeit, Selbstzweifel und sozialer Rückzug. Also ein echtes Seelentief.

Die Frage nach der Ursache

Tröstlich wirken dann vielleicht „Auf-der-Couch-Rumhängen“, Pizza und Schokolade oder andere Seelentröster. Auch wenn der Lebensstil, die Erkrankung selbst, die äußeren Umstände oder die innere Einstellung die mentale Gesundheit beeinflussen können, gibt es inzwischen Hinweise darauf, dass die Ursache für Depressionen nicht nur in den jeweiligen Lebensumständen der Betroffenen liegt. Vielmehr spielen ebenso Prozesse innerhalb des Körpers eine große Rolle. Das vermuten zumindest seit Kurzem einige Expert*innen. Und ausgerechnet diese lassen sich nicht durch die geistige Haltung beeinflussen. Wohl aber, und darauf gibt es erste Hinweise aus der Wissenschaft, durch entsprechende Therapien. Und diese setzen am Entzündungsgeschehen an.

Mehr als jede*r Zweite fühlt sich gestresst

Entzündungsprozesse im Körper sind typisch für Schuppenflechte. Das zeigt sich am offensichtlichsten durch schuppende und juckende Haut, jedoch kann die Entzündung auch weitere Begleiterkrankungen mit sich bringen. Eine davon kann die Depression sein. Schaut man sich die Ergebnisse einer weltweit durchgeführten Erhebung über das Glücksempfinden von Menschen mit Psoriasis an, stellt man fest, dass Patient*innen relativ häufig von Belastungen berichten: 54% der Befragten gaben an, ein über dem allgemeinen Durchschnitt liegendes Maß an Stress und Ängsten zu erleben. In der Tat zeigt eine andere neue Studie, dass das Depressionsrisiko für Menschen mit Schuppenflechte mehr als zweifach erhöht ist, da das Entzündungsgeschehen die Entstehung einer Depression begünstigen könnte. Die gute Nachricht: Eine rechtzeitige und angemessene Behandlung könnte sich positiv auszuwirken.

Zwei Fliegen mit einer Klappe?

Es gibt sogar Hinweise darauf, dass es bei Psoriasis-Patient*innen, die mit Systemtherapien behandelt werden, seltener zu depressiven Symptomen kommt verglichen mit Patient*innen, die eine konventionelle Therapie erhalten. Zurückzuführen ist dies womöglich auf die direkte Wirkung der Medikamente auf den Entzündungsprozess bei Schuppenflechte, der Ähnlichkeiten mit bestimmten Prozessen aufweist, die auch bei Depressionen eine Rolle spielen. Natürlich ist es auch so, dass Betroffene durch die Verbesserung der Schuppenflechte-Beschwerden weniger häufig von Depressionen betroffen sind. Bis Expert*innen hier aber eine klare Empfehlung geben können, was nun den Ausschlag gibt – die Erleichterung der Seele durch eine gesunde Haut oder die Bekämpfung des Entzündungsgeschehens selbst –, müssen die Hintergründe noch weiter erforscht werden.

Hier gibt’s 10 hilfreiche Anti-Stress-Tipps für Menschen mit entzündlichen Erkrankungen:

abbvie-care.de

Reden ist Gold: Depressionen vorbeugen
Wer weiß, dass es einen Zusammenhang zwischen Schuppenflechte und Depressionen gibt, dem fällt es leichter, auf erste Anzeichen einer beeinträchtigten mentalen Gesundheit zu achten. Betroffenen kann es auf jeden Fall helfen, mit Freunden und Familie über belastende Situationen und Gefühle zu sprechen oder sich Rat in einer Selbsthilfe-Gruppe zu suchen. Hinzu kommt und was wir jetzt schon wissen: Neben Gesprächen sind insbesondere die gesunde, fettarme Ernährung und körperliche Bewegung anerkannte Maßnahmen zur eigenen psychischen Gesundheit.

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