Sabrina Krouß-Greiling. Die Logopädin ist u. a. Fachtherapeutin für Neurologie und Parkinson-Assistentin. In ihrer Praxis Sprachwelt & Ergowelt Rheine arbeitet sie auch mit Parkinson-Betroffenen.
Wann ist Ergotherapie für Parkinson-Betroffene angezeigt?
Spätestens dann, wenn erste Einschränkungen bei Alltagskompetenzen auffallen. Wenn sie früh für einige Stunden in die Therapie kommen, können wir ihnen zeigen, worauf sie zukünftig am besten achten. So lässt sich Einschränkungen frühzeitig entgegenwirken und weiteren vorbeugen.
Was können Betroffene beitragen?
Die Übungen und Empfehlungen aus der Therapie zu Hause umsetzen. Es bringt wenig, wenn sie einmal in der Woche kommen und dann den nächsten Termin abwarten. Wir vermitteln deshalb praktische Tipps, wie sie die Übungen in ihren Alltag integrieren können. Aber es liegt an ihnen, jeden Tag ein bisschen zu trainieren. Wenn das gelingt, lässt sich mit Ergotherapie viel erreichen. Noch dazu tut es gut zu erleben: Ich kann selbst etwas bewirken.
Was, wenn es doch zu Einschränkungen kommt?
Es gibt viele Möglichkeiten, weiterhin möglichst eigenständig und aktiv zu bleiben – nur womöglich ein bisschen angepasst. Bevor Betroffene auf etwas verzichten, können wir mit ihnen zum Beispiel überlegen, welche Hilfsmittel nützlich sein könnten, etwa für Handgriffe im Haushalt oder beim Umgang mit Stift oder PC. Ins Restaurant können sie ein Besteck mit verdicktem Griff mitnehmen.
Wenn sie sich bei Gesellschaftsspielen nicht mehr so lange konzentrieren können, überlegen vielleicht alle gemeinsam: Wir machen mehr Pausen oder bilden Teams, in denen wir uns abwechseln oder unterstützen. [ ps ]
Vielen Dank, Frau Krouß-Greiling!









