3 ? ! Fragen an

Autor: Petra Sperling | 03/2018

Sie haben vor einiger Zeit eine Expertin für Demenz in Ihre Gruppe eingeladen. Warum diese Wahl?

Demenz ist generell ein großes Thema und Parkinson-Betroffene sind dreimal mehr als Nichtbetroffene gefährdet. Man sollte sich daher damit befassen. Ich habe eine Referentin eingeladen, von der ich weiß: Sie macht niemandem Angst, sondern stellt die Erkrankung als etwas vor, das kommen kann, aber nicht muss.

Was hat Sie in dem Vortrag besonders berührt?

Unsere Referentin hat unter dem Aspekt „Frieden schließen mit Demenz“ ein liebevolles Bild von der Insel „Demenzia“ gezeichnet, wo Betroffene nach ihren eigenen Regeln leben. Deutlich wurde: Demenzerkrankte brauchen viel Zuwendung. Wenn sie sich geliebt fühlen, geht es ihnen am besten. Und wir dürfen sie nicht als „dumm“ abstempeln. Sie haben trotz ihrer Erkrankung immer noch erstaunliche Wahrnehmungsfähigkeiten. Musik und Bilder berühren sie zum Beispiel teilweise sehr.

Was können wir im Umgang mit Demenzerkrankten berücksichtigen?

Körperkontakt ist wichtig, etwa sie zur Begrüßung zu umarmen. Ich stelle mich einer Freundin mit Demenz auch jedes Mal vor, wenn ich sie treffe. Dann kann sie mich einordnen. Generell sollten wir Demenzerkrankte einbeziehen, statt über sie zu reden, während sie daneben sitzen. Sie sind kein gefühlloser Gegenstand, sondern genauso sensibel und vielleicht sogar sensibler für Zwischentöne als mancher gesunde Mensch.

Vielen Dank Frau Schiemann!

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