Verlauf

Wann ist die Parkinson-Krankheit fortgeschritten?

Mann hält seine Frau im Arm und trinkt einen Kaffee

Die Parkinson-Krankheit ist vielschichtig und verläuft sehr individuell. Da sich nicht so einfach sagen lässt, wann die Phase beginnender Wirkschwankungen eintritt und die Erkrankung als fortgeschritten einzustufen ist, ist eine individuelle Beurteilung des Krankheitsverlaufs sehr wichtig, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und die Therapie individuell daran anpassen zu können

4 Min. Lesezeit
Selbsttest

Veränderungen frühzeitig erkennen

Der Selbsttest unterstützt Sie dabei, die Wirksamkeit Ihrer Therapie mit Tabletten besser einzuschätzen und vorbereitet ins Arztgespräch zu gehen.

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Das eröffnet auch die Möglichkeit, frühzeitig über eine grundlegende Therapieveränderung nachzudenken, wenn diese dabei helfen könnte, Beweglichkeit und Lebensqualität erneut zu verbessern. Lässt sich das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit rechtzeitig erkennen, kann das auch dazu beitragen, Fähigkeiten länger zu erhalten. Denn mit der Zeit sind Veränderungen nicht mehr rückgängig zu machen.

Schub bei der Parkinson-Krankheit?

Die Parkinson-Krankheit verläuft nicht in Schüben. Durch den fortlaufenden Abbau von Nervenzellen im Gehirn schreitet die Krankheit voran und die Symptome nehmen zu. Wenn Sie das Gefühl einer plötzlichen Veränderung haben, machen Sie sich Notizen und sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. Gemeinsam können Sie nach einer Lösung suchen, damit es Ihnen bald wieder besser geht!

Die fortgeschrittene Parkinson-Krankheit erkennen

Gebraucht werden möglichst einfache Kriterien, die für ein Fortschreiten der Parkinson-Krankheit charakteristisch sind. In einem wissenschaftlichen Beratungsverfahren wurden dazu die Erfahrungen und Bewertungen international anerkannter Expertinnen und Experten aus dem Parkinson-Bereich ausgewertet. Als Ergebnis dieser Auswertung liegen nun wesentliche Anhaltspunkte für das Vorliegen einer fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit vor. Wichtig ist, dass dabei nicht allein die Beweglichkeit beurteilt wird. Auch nicht-motorische Symptome wie etwa ausgeprägte Verhaltensveränderungen oder Depressionen werden dabei berücksichtigt. Zudem wird auch darauf geachtet, wie Betroffene mit den Anforderungen des Alltags zurechtkommen. So kann man noch vor Erreichen des Spätstadiums therapeutisch die Lebensqualität verbessern.

Die 5-2-1 Regel gibt einfache Hinweise auf eine fortgeschrittene Parkinson-Krankheit: Für den Alltag hat das Expertengremium einen alltagstauglichen Vorschlag gemacht, um einem Fortschreiten der Krankheit anhand von Beurteilungskriterien auf die Spur zu kommen.

Die sogenannte „5-2-1-Regel“:

  • 5: Einnahme von Levodopa-Tabletten fünfmal oder öfter am Tag oder
  • 2: Mindestens zwei Stunden Unterbeweglichkeit am Tag oder
  • 1: Insgesamt mindestens eine Stunde beeinträchtigende Überbewegungen am Tag.

Machen Sie hier den Selbsttest und nehmen Sie diesen zu Ihrem nächsten Arztbesuch mit.

Anhand von nur fünf kurzen Fragen können Sie herausfinden, ob Ihre jetzige Therapie mit Tabletten oder Kapseln ausreichend gegen Ihre Parkinson-Beschwerden wirkt. Der Fragebogen basiert auf Kriterien, die ein internationales Expertengremium entwickelt hat, um die Grenzen der oralen Therapie der Parkinson-Krankheit erkennen zu können.
Dieser Selbsttest soll Sie beim Gespräch mit Ihrer Neurologin oder Ihrem Neurologen unterstützen. Beantworten Sie die Fragen in aller Ruhe zu Hause. Es ist wichtig, dass Sie sich stets dabei wohlfühlen, wenn Sie Fragen zu Ihrer Erkrankung beantworten, und auch, wenn Sie über persönliche Dinge sprechen, die für eine Diagnose relevant sein könnten.

Seien Sie mutig – sprechen Sie über das Ergebnis Ihres Tests!
Den ausgefüllten Parkinson-Selbsttest können Sie ausdrucken oder digital abspeichern. So haben Sie eine Orientierungshilfe für Ihren nächsten Arztbesuch. Werden Sie aktiv und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber!
Dieser Test ersetzt nicht das Arztgespräch!

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