Migräneprophylaxe: Migräne mit Medikamenten vorbeugen
Was würdest du dir von deiner Migräne wünschen, wenn du könntest? Wahrscheinlich, dass sie einfach wieder weggeht, so wie sie gekommen ist. Leider ist das nicht so einfach, weil Migräne eine neurologische Erkrankung ist, die man bis heute noch nicht heilen kann. Aber eine Verbesserung deiner Migräneattacken ist möglich.
Migräneprophylaxe auch für dich?
Vielleicht fragst du dich, ob eine Migräne-Prophylaxe auch für dich in Frage kommt. Eine Prophylaxe kann helfen, wenn du:1,3
- mehr als drei Migräneattacken pro Monat hast.
- die Medikamente zur akuten Behandlung nicht gut verträgst oder sie nicht ausreichend wirksam sind.
- feststellst, dass deine Migräneattacken häufiger werden.
- an mehr als 10 Tagen im Monat Schmerzmittel einnimmst.
- dich in deiner Lebensqualität stark eingeschränkt fühlst.
- nach einer Migräneattacke neurologische Beschwerden (Kribbeln in den Händen, starke Konzentrationsschwierigkeiten) hast, die länger als sieben Tage andauern.
Das sind allerdings nur Richtwerte – entscheidend ist, wie stark dein Alltag unter der Migräne leidet. Wie viele Tage kannst du nicht arbeiten oder dich um deine Familie kümmern? Wie viele Treffen mit deinen Freundinnen und Freunden musstest du wegen deiner Migräne absagen?
Finde heraus, wie stark deine Kopfschmerzen dein Leben und deinen Alltag tatsächlich beeinträchtigen. Führe dafür am besten ein Kopfschmerztagebuch und mache den einfachen Migräne-Alltagscheck. Die Ergebnisse kannst du dann optimal nutzen, um sie mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu besprechen. So findet ihr schneller die richtige Diagnose und Behandlung für dich.
Welche Migräneprophylaxe-Medikamente gibt es?
Zur Vorbeugung deiner Migräneattacken gibt es verschiedene Medikamente, die du dir alle von deiner Ärztin oder deinem Arzt genau erklären lassen solltest. Manche der Medikamente sind dir vielleicht schon von anderen Erkrankungen bekannt. Sie können aber auch gegen Migräne wirken:1,3
Migräne vorbeugen und behandeln1
Hinzu kommen Gepante als neue Wirkstoffklasse, die zur Migräneprophylaxe verordnet werden können. Als Nebenwirkungen können z. B. Übelkeit, Verstopfungen, Müdigkeit oder Schläfrigkeit, verminderter Appetit oder Gewichtsabnahme auftreten.
Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt und entscheidet gemeinsam darüber, ob dir eine Migräneprophylaxe mit Medikamenten helfen könnte, deine Migränetage zu reduzieren. Wichtig: Eine Prophylaxe sollte immer mit nicht-medikamentösen Maßnahmen begleitet werden. Migräne behandeln ist mehr als Medikamente einnehmen!
Migräne muss nicht dein Leben bestimmen! Mit einer gezielten medikamentösen Prophylaxe kannst du deine Migränetage im Monat reduzieren. Finde gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt die passende medikamentöse Prophylaxe. Warte nicht länger – es gibt effektive Wege, um deine Migräne zu behandeln – bevor sie laut wird.
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2. https://www.aerzteblatt.de/int/archive/article/198145, zuletzt abgerufen am 03.02.2025
3. https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/erkrankungen/migraene/migraene-prophylaxe/, zuletzt abgerufen am 03.02.2025
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