Migräne-Vorsätze: Mehr Leichtigkeit, weniger Druck
Ich habe lange versucht, alles zu schaffen: Arbeit, Haushalt, Freundschaften, Termine – trotz Migräneattacken. Doch ich merke immer wieder: Meine Energie ist begrenzt und ich darf achtsam damit umgehen. In diesem Jahr möchte ich lernen, meine Ressourcen nicht zu verschwenden.
„Wenn ich mich ausruhe, bin ich nicht faul.“
„Wenn ich absage, habe ich nicht „keine Lust“.“
„Wenn ich Prioritäten setze, bin ich nicht egoistisch.“
Es bedeutet einfach: Ich höre auf meinen Kopf und meinen Körper.
Warum Pausen mein wichtigstes Werkzeug sind
Ich möchte Pausen nicht erst machen, wenn die Migräneattacke schon anklopft, sondern vorher. Nicht erst schlafen, wenn ich erschöpft bin, sondern rechtzeitig. Nicht erst essen oder trinken, wenn mein Körper es dringend braucht, sondern regelmäßig. Das entlastet mein Nervensystem rechtzeitig. 2026 gehören Pausen fest in meinen Alltag – ohne schlechtes Gewissen.
Grenzen setzen, um mich selbst zu schützen
Migräneattacken zwingen mich im Alltag immer wieder dazu, Grenzen zu setzen – oft früher, als ich es möchte. Künftig will ich das nicht mehr mit schlechtem Gewissen tun, sondern mit Klarheit und Freundlichkeit mir selbst gegenüber. Ich übe Sätze wie:
„Ich möchte, aber ich kann heute nicht.“
„Ich komme gern – aber nur für zwei Stunden.“
„Ich brauche Ruhe, und das ist okay.“
Früher hätte ich mich danach erklärt, entschuldigt, gerechtfertigt. Heute lerne ich: Ich schulde niemandem eine lange Begründung, wenn mein Körper eine Pause braucht. Ich möchte mich weniger verbiegen und mehr bei mir bleiben. Nicht mehr ewig erklären. Nicht mehr entschuldigen. Einfach zu mir stehen – auch an den Tagen, an denen Migräneattacken meine Welt etwas kleiner machen.
Warum Freundlichkeit bei mir selbst beginnt
Ich war viele Jahre streng mit mir. Ich wollte funktionieren, stark sein, alles schaffen – selbst dann, wenn mein Körper schon längst im Migräne-Modus war. Doch heute weiß ich: Migräneattacken sind keine Schwäche. Und Selbstfürsorge ist keine Ausrede, sondern eine Notwendigkeit, wenn ich halbwegs gut durch meinen Tag kommen möchte.
2026 möchte ich deshalb liebevoller mit mir sprechen. Meine innere Stimme darf weicher werden. Statt Sätzen wie:
„Du nervst, wenn du schon wieder nicht kannst“
möchte ich mir bewusst sagen:
„Du machst das gut – jeden einzelnen Tag, trotz allem.“
Diese Veränderung braucht Übung. Aber sie fühlt sich an wie ein kleiner, stiller Akt der Verbundenheit mit mir selbst. Und genau davon möchte ich mehr.
Mehr schöne Momente, weniger Druck
Zwischen Triggern, Medikamenten, Routinen und Notfallplänen übersieht man oft: Das Leben darf auch leicht sein. Manchmal sogar schön.
2026 möchte ich deshalb bewusst Raum schaffen für kleine Momente, die mir guttun:
- Kaffee in Ruhe am Morgen
- Spaziergänge am Wasser
- Bücher, die mich berühren
- Zeit mit meinen Hunden
- Kreative Projekte, die mich glücklich machen
Ich möchte nicht nur „funktionieren“. Ich möchte leben – auch mit Migräneattacken.
5 Migräne -Vorsätze für dich
- Energie schützen
Organisiere deinen Alltag so, dass deine Kraft reicht – keine Termine auf Kosten deiner Gesundheit. - Pausen einplanen
Kurze Atemübungen, Dehnen oder kurz mal Augen schließen entlasten dein Nervensystem rechtzeitig. - Grenzen setzen
Sag klar, was möglich ist – ohne Schuldgefühle und ohne dich erklären zu müssen. - Freundlich zu dir sein
Begegne dir besonders an schweren Tagen mit Wärme statt Selbstkritik. - Raum für Freude schaffen
Gib den Dingen Platz, die dir guttun und dein Leben leichter machen.
Mit Migräne und voller Zuversicht ins neue Jahr
Migräne bleibt. Unsicherheiten bleiben. Aber ich bleibe auch.
Ich nehme mir vor, bewusster zu sein, freundlicher zu mir zu sein, Grenzen zu achten und Freude zuzulassen.
Ich kann die Migräneattacken nicht kontrollieren – aber ich kann entscheiden, wie gut ich für mich sorge.
Und vielleicht liegt genau darin meine – oder deine – größte Stärke.
Eure Lena
Disclaimer: Bei diesem Beitrag handelt es sich um die persönlichen Erfahrungen der betroffenen Person. Die Aussagen basieren auf individuellen Erlebnissen und stellen keine allgemeingültigen Empfehlungen dar.