Hilfsangebote

Das Leben mit Schuppenflechte stellt Sie vor viele neue Fragen und Herausforderungen. Wir geben Ihnen Antworten und helfen mit einer Vielzahl von Angeboten weiter.

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Hilfe und Unterstützung bei Schuppenflechte

Wie gestalte ich mein Leben mit Schuppenflechte? Viele Betroffene sind erst einmal verunsichert und von der Erkrankung schwer belastet. Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen und Ihren Angehörigen helfen, besser mit der Erkrankung zu leben.

Mit Schuppenflechte zu leben, das stellt für viele Betroffene eine große Belastung dar. Im Beruf und in der Freizeit, im Freundeskreis oder in der Familie, alle Lebensbereiche können betroffen sein. Es gibt aber eine Reihe von Angeboten, die Ihnen das Leben erleichtern können.

Niemand kennt sich so gut aus mit der Erkrankung wie Ihr Arzt. Das Gespräch mit dem Spezialisten ist durch nichts zu ersetzen. Ihr Arzt wird Sie bestens beraten, er wird mit Ihnen die individuelle Therapie abstimmen und Ihre wichtigsten Fragen beantworten. Wir helfen Ihnen bei der Arztsuche. Wo gibt es Hautärzte in Ihrer Nähe, die sich auf Schuppenflechte spezialisiert haben?

Oft hilft auch ein offenes Wort mit anderen Betroffenen. Welche Erfahrungen haben andere Menschen mit Schuppenflechte? Wie gehen sie mit ihrer persönlichen Lebenssituation um und mit den Reaktionen ihrer Umwelt? Wir helfen Ihnen bei der Suche nach Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe. Es tut gut, sich mit anderen Menschen auszutauschen. Man kann Wissen teilen und sich gegenseitig mit Rat und Tipps für das Leben mit der Schuppenflechte unterstützen.

Die Erkrankung nimmt nicht nur Einfluss auf Ihr Leben, auch die Familie, der Partner oder die Freunde sind womöglich verunsichert und haben Fragen. Unser Angebot richtet sich daher auch an alle Angehörigen von Betroffenen. Wie entsteht die Krankheit, wie erkenne ich sie, und wie wird sie behandelt? Mit diesen wertvollen Informationen können Angehörige Menschen mit Schuppenflechte besser verstehen und sich in ihre Lage versetzen.

Außerdem haben wir eine Reihe von Service-Materialien für Sie gesammelt. Sie finden in unserer Sammlung wichtige Links, und Sie können Broschüren und Infomaterialien bestellen.

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Hautärzte

Für die Behandlung der Schuppenflechte sind Sie bei einem Hautarzt (Dermatologen), der sich auf Psoriasis spezialisiert hat, in guten Händen. Es gibt Hautarztpraxen, die Psoriasis als Behandlungsschwerpunkt haben. Auch an einigen Kliniken gibt es spezielle Psoriasis-Zentren oder Psoriasis-Ambulanzen.

Auf der Internetseite der regionalen Psoriasisnetze, einem Zusammenschluss von Hautärzten in Praxen und Kliniken, die auf die Behandlung von Psoriasis spezialisiert sind, können Sie nach teilnehmenden Ärzten in Wohnortnähe suchen.
Zur Suche

Auf der Internetseite www.dermatologen-suche.de bietet der BVDD eine Hautarztsuche, bei der auch gezielt nach Ärzten gesucht werden kann, die sich auf Schuppenflechte spezialisiert haben.
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Psychotherapeutensuche

Wird die Belastung durch die Schuppenflechte als sehr stark und bestimmend empfunden, kann eine psychotherapeutische Unterstützung neue Wege bei der Krankheitsbewältigung aufzeigen. So kann es gelingen, das Leben mit der Psoriasis wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung bietet auf ihrer Internetseite eine Suchfunktion für psychologische Psychotherapeuten bundesweit.
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Ärztliche sowie psychologische Psychotherapeuten lassen sich über die Onlinesuche der Kassenärztlichen Bundesvereinigung finden.
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Schuppenflechte: Selbsthilfe und Patientenorganisationen

Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen haben vielfältige Ziele. Im Vordergrund stehen der Erfahrungsaustausch und die Informationsvermittlung. Doch auch die Interessenvertretung von Menschen mit Schuppenflechte in der Öffentlichkeit und in politischen Gremien ist eine wichtige Aufgabe. Hier finden Sie eine Auswahl von Ansprechpartnern.

Etwa 6.000 Mitglieder zählt die größte nationale Patientenorganisation im Bereich Hauterkrankungen. Sie setzt sich bundesweit für die Belange von Menschen mit Schuppenflechte ein. Zum Informationsangebot zählen Broschüren, die Mitgliederzeitschrift „PSO Magazin“ sowie ein umfangreiches Internetportal. Beratung, Austausch und Unterstützung vor Ort bieten 35 Regionalgruppen.

Deutscher Psoriasis Bund e. V. (DPB)
Seewartenstr. 10
20459 Hamburg
Tel.: 040 – 22 33 99 0
E-Mail: info@psoriasis-bund.de
www.psoriasis-bund.de

Unter dem Dachverband für unabhängige, gemeinnützige Selbsthilfegruppen für Menschen mit Schuppenflechte haben sich zehn Selbsthilfegruppen aus ganz Deutschland zusammengeschlossen. Die Online-Selbsthilfe wird in der PSOAG durch das Psoriasis-Netz vertreten. Das Internetportal bietet Informationen, ein Forum und Chats für den Erfahrungsaustausch (www.psoriasis-netz.de).

Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e. V. (PSOAG)
Schmitzweg 64
13437 Berlin
Tel.: 030 – 61 28 30 90
E-Mail: info@psoriasis-selbsthilfe.org
www.psoriasis-selbsthilfe.org

Die überregional aktive Selbsthilfegemeinschaft Haut e. V. setzt sich für Menschen mit chronischen oder durch den Beruf ausgelösten Hauterkrankungen sowie mit verschiedenen Formen von Hautkrebs ein. Ziel des Vereins ist es, Erkrankten und ihren Angehörigen persönlich, vertraulich und kostenfrei Beratung und Orientierung zu bieten.

Selbsthilfegemeinschaft Haut e. V.
Neustraße 27 a
42799 Leichlingen
Tel.: 02175 – 16 72 31
E-Mail: shg-haut@t-online.de
www.shg-haut.de

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Gemeinsam mit der Psoriasis leben

Das Leben mit Schuppenflechte kann so manche Herausforderung bereithalten: sichtbare Plaques, aufwendige Therapien, die Unsicherheit, ob oder wann der nächste Schub kommt. Wie einschränkend oder belastend die Folgen der Erkrankung empfunden werden, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Sicher ist jedoch, dass die Familie, der Partner oder Freunde eine wichtige Rückenstärkung im Alltag mit der Psoriasis sind. Sich nicht verstellen zu müssen und Verständnis entgegengebracht zu bekommen, stärkt das Selbstvertrauen und gibt Kraft. Andererseits ist das Umfeld auch ein wenig von der Erkrankung mitbetroffen. Situationen oder Gewohnheiten müssen vielleicht geändert werden, Aufgaben neu verteilt. Als Angehöriger kann es auch zu Unsicherheiten im Umgang mit der Schuppenflechte kommen.

Offen über die Erkrankung reden

Das Gespräch miteinander – eben auch über die Schuppenflechte – ist daher eine wichtige Basis für Vertrauen. In der Familie oder im engen Freundeskreis kann es helfen, zu wissen, was der andere denkt, fühlt, erwartet oder befürchtet. Verständnis ist gut, Überfürsorglichkeit ist unerwünscht. Die Krankheit zu verschweigen schadet in der Regel, sie sollte aber auch nicht das wichtigste Thema werden. In vieler Hinsicht kommt es also darauf an, die richtige Balance im Umgang mit der Schuppenflechte zu finden. Einfach einmal nachzufragen, ob und wann Unterstützung gewünscht wird, kann Unsicherheiten und Missverständnisse vermeiden.

Jemand in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis hat Schuppenflechte und Sie trauen sich nicht, das Thema anzusprechen. Ihr Freund oder Bekannter merkt, dass Sie das Thema Psoriasis meiden und vermutet, dass es Sie einfach nicht interessiert. Oft sind es Unsicherheiten, die zu Missverständnissen führen. Besonders unangenehm kann es für Menschen mit Psoriasis sein, wenn sie das Gefühl haben, dass hinter ihrem Rücken gesprochen wird, mit ihnen selbst aber nicht. Vielleicht fassen Sie den Mut und sprechen das Thema einfach einmal an. Denken Sie daran, dass es ein Vertrauensbeweis ist, wenn Ihr Freund oder Bekannter Ihnen von der Erkrankung erzählt, diese Informationen sollten Sie in jedem Fall vertraulich behandeln.

Sich über Schuppenflechte informieren

Wenn ein Angehöriger Schuppenflechte hat, ist es gut, sich selbst auch über die Erkrankung zu informieren. So können viele Situationen besser verstanden und Sicherheit im Umgang mit Psoriasis gewonnen werden. Darüber hinaus signalisiert es wirkliches Interesse am Gegenüber. Im Familien- und engen Freundeskreis gibt es vielleicht auch noch andere Möglichkeiten der Unterstützung. Das kann die Begleitung zu einem Arztbesuch sein oder die Erinnerung an die Medikamente.

Das Auf und Ab mit der Psoriasis

Die Schuppenflechte verläuft in der Regel schubweise, d. h. Phasen mit und ohne Beschwerden wechseln sich ab. Entsprechend durchleben Menschen mit Schuppenflechte auch immer wieder Zeiten, in denen es ihnen gut oder auch nicht so gut geht. Die Lust auf Aktivitäten oder die Stimmung kann natürlich auch dadurch beeinflusst werden. Wird eine Einladung oder ein Vorhaben abgesagt, muss das also kein mangelndes Interesse bedeuten. Es kann auch einfach an der Tagesform liegen. Nachzufragen, was los ist, oder sich auf Alternativen zu verständigen – DVD-Abend statt Schwimmbadbesuch – ist dann sicher eine gute Idee.

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Links zur Schuppenflechte

Wir haben für Sie nützliche Links zur Schuppenflechte zusammengestellt. Hier finden Sie Fachgesellschaften, Organisationen und Initiativen zum Thema. Klicken Sie sich durch!

Fachgesellschaften und Organisationen zu Psoriasis und Hauterkrankungen

Deutsche Dermatologische Gesellschaft e. V. (DDG)

Die DDG ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft der Hautärzte in Deutschland.
www.derma.de

Berufsverband der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD)

Der BVDD ist der Interessenverband der niedergelassenen Hautärzte in Deutschland.
www.bvdd.de

PsoNet – regionale Psoriasisnetze in Deutschland

PsoNet ist ein Zusammenschluss von Hautärzten in Praxen und Kliniken, die auf die Behandlung von Psoriasis spezialisiert sind.
www.psonet.de

Informationsportale und Initiativen zur Schuppenflechte

Das Psoriasis-Netz ist ein vielseitiges Internetportal zur Schuppenflechte und bietet auch ein Forum und einen Chat.
www.psoriasis-netz.de

Am 29. Oktober gibt der Welt-Psoriasistag Gelegenheit, sich auf Veranstaltungen in ganz Deutschland über Schuppenflechte zu informieren. Themen und Termine bietet die Internetseite des Aktionstages.
www.weltpsoriasistag.de

Das Internetportal der Initiative „Nicht zu ersetzen?!“ stellt Tipps, Wegweiser, Videos und weitere Infos zum Thema Beruf mit chronischer Erkrankung bereit.
www.nicht-zu-ersetzen.de

Infomaterialien zum Download


  • Titel der Broschüre Psoriasis (Schuppenflechte)
    Psoriasis (Schuppenflechte)
    Info-Broschüre
    4.10 MB
  • Titel der Broschüre Psoriasis-Arthritis
    Psoriasis-Arthritis
    Info-Broschüre
    2.75 MB
  • Titel der Broschüre Leben im Gleichgewicht - Stress und Psoriasis
    Leben im Gleichgewicht - Stress und Psoriasis
    Info-Broschüre
    7.24 MB
  • Titel der Broschüre Ernährung und Psoriasis
    Ernährung und Psoriasis
    Info-Broschüre
    4.46 MB
  • Titel der Broschüre Reisen mit Psoriasis
    Reisen mit Psoriasis
    Info-Broschüre
    2.31 MB
  • Titel der Broschüre Schuppenflechte (Psoriasis) bei Kindern und Jugendlichen - Was Eltern wissen sollten
    Schuppenflechte (Psoriasis) bei Kindern und Jugendlichen - Was Eltern wissen sollten
    Info-Broschüre
    4.40 MB
  • Titel der Broschüre Ansprechpartner und Anlaufstellen: chronisch-entzündlichen Erkrankungen
    Ansprechpartner und Anlaufstellen: chronisch-entzündlichen Erkrankungen
    Info-Broschüre
    1.81 MB
  • Titel der Broschüre Begleiterkrankungen erkennen, vorbeugen, behandeln
    Begleiterkrankungen erkennen, vorbeugen, behandeln
    Info-Broschüre
    1.12 MB
  • Titel der Broschüre Was sind Biologika?
    Was sind Biologika?
    Info-Broschüre
    1.61 MB
  • Titel der Broschüre Checkliste für die Urlaubsplanung
    Checkliste für die Urlaubsplanung
    Info-Blatt
    124.76 KB



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Glossar

Psoriasis-Lexikon

Keratinozyten, Zytokine oder Onycholyse – rund um die Schuppenflechte gibt es viele Fachwörter, die nicht so leicht zu verstehen sind. In unserem Psoriasis-Lexikon finden Sie medizinische Begriffe zur Psoriasis kompakt und einfach erklärt.

Anamnese

Krankengeschichte.

Ankylosierende Spondylitis (AS)

Morbus Bechterew.

Antikörper

Proteine, die im Immunsystem z. B. gegen bestimmte Fremdstoffe wie Bakterien und Viren oder aber auch gegen körpereigene Stoffe gerichtet sind. Antikörper machen diese Stoffe unschädlich, indem sie an diese binden und sie damit für den Abbau markieren. In der Medizin werden bestimmte Antikörper, die z. B. entzündungsfördernde Botenstoffe erkennen und ausschalten, künstlich hergestellt und als Therapie genutzt.

Arthritis

Gelenkentzündung.

Auspitz-Phänomen

Auch Phänomen des blutigen Taus; punktförmige Blutungen, die nach Entfernung der Schuppen und des darunter liegenden dünnen Häutchens entstehen. Das nach dem Wiener Hautarzt Heinrich Auspitz (1835–1886) bezeichnete Phänomen ist ein diagnostisches Zeichen der Psoriasis.

Balneo-Foto-Therapie

Kombinierte Anwendung von Bade- und Lichttherapie.

Basalzellschicht

Hautschicht, in der neue Keratinozyten gebildet werden.

Begleiterkrankungen

Auftreten zusätzlicher Erkrankungen zeitgleich mit einer Grunderkrankung; die Begleiterkrankung kann mit der Grunderkrankung im Zusammenhang stehen.

Betablocker

Gruppe von blutdrucksenkenden Medikamenten.

Biologika

Biotechnologisch hergestellte Medikamente, die u. a. bei Psoriasis eingesetzt werden. Sie greifen gezielt in die Entzündungsprozesse ein und dämmen sie ein.

Botenstoffe

Steuern gezielt das Immunsystem, indem sie Signale an Zellen weitergeben und so z. B. Entzündungen beeinflussen. Es gibt entzündungsfördernde und entzündungshemmende Botenstoffe.

Chronische Entzündung

Bleibt ein Entzündungsprozess dauerhaft bestehen, wird er als chronisch bezeichnet. Dies ist z. B. bei Psoriasis der Fall.

Compliance

Therapietreue.

Daktylitis

Gleichzeitige Entzündung und Schwellung aller Gelenke eines Fingers oder Zehs; sogenannte „Wurstfinger“.

Dermatologe

Hautarzt.

Dermis

Eine Schicht der Haut, genannt Lederhaut.

DLQI-Fragebogen

DLQI ist die Abkürzung für „Dermatology Life Quality Index“. Anhand des DLQI-Fragebogens kann die Lebensqualität bei Hautkrankheiten wie Psoriasis ermittelt werden.

DMARD

Abkürzung für „disease-modifying antirheumatic drugs“. Lang wirksame, krankheitsmodifizierende Medikamente, die bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen

Sammelbegriff für Formen des Rheumas, die mit Entzündungen an Knochen und/oder Gelenken sowie Muskeln, Sehnen und anderen Geweben einhergehen. Beispiele sind die rheumatoide Arthritis, die Psoriasis-Arthritis oder der Morbus Bechterew.

Entzündung

Abwehrreaktion des Immunsystems, z. B. gegen Eindringlinge im Körper (etwa Viren oder Bakterien). Zeichen einer Entzündung sind Wärme, Rötung, Schwellung und Schmerzen. Ist die Abwehrreaktion erfolgreich abgeschlossen, klingt die Entzündung ab (Ausnahme: chronische Entzündung).

Epidermis

Oberhaut; oberste Hautschicht.

Erythem

Rötung der Haut.

Erythemato-squamös

Gerötet und schuppend.

Erythematös

Gerötet.

Erythrodermie

Die ganze Haut betreffende Rötung. Die psoriatische Erythrodermie ist eine seltene, schwere Verlaufsform der Schuppenflechte.

Exanthem

Hautausschlag.

Exazerbation

Krankheitsschub.

Fototherapie

Lichttherapie.

Fumarsäurepräparate

Medikamente zur Behandlung der Schuppenflechte, die als systemische Therapie angewendet werden. Sie beeinflussen bestimmte Botenstoffe des Immunsystems, die beim Krankheitsprozess der Psoriasis eine Rolle spielen.

Hautatrophie

Hautverdünnung. Kann als Nebenwirkung auftreten, wenn Kortisonpräparate zu lange und/oder in zu hoher Dosierung auf die Haut aufgetragen werden.

Hepatitis

Entzündung der Leber.

Histologie

Lehre von den Geweben des Körpers; im medizinischen Sprachgebrauch feingewebliche (mikroskopische) Untersuchung einer Gewebeprobe.

Hyperkeratose

Verdickung der Hornschicht der Haut.

Immunsuppressiva

Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken.

Immunsystem

Komplexes Abwehrsystem des Körpers, das ihn mithilfe von Zellen und Botenstoffen vor Angriffen durch Krankheitserreger schützt. Eine Fehlleitung des Immunsystems kann u. a. zu einer chronischen Entzündung führen.

Infektion

Eindringen von Krankheitserregern (z. B. Viren oder Bakterien) in den Körper und ihre Vermehrung. Kann eine Entzündung auslösen.

Inflammation

Entzündung.

Infusion

Verabreichen von Flüssigkeit (z. B. Medikamenten) in den Körper, erfolgt in der Regel über eine Vene.

Injektion

Verabreichen von Medikamenten mit einer Spritze oder einer Injektionshilfe (z. B. einem Pen). Erfolgt eine Injektion unter die Haut (also nicht in die Vene oder in den Muskel), wird sie als subkutan bezeichnet.

Interleukine

Botenstoffe, die im Entzündungsprozess eine große Rolle spielen.

Interleukin-Inhibitor

Hemmstoff von Interleukinen.

Karzinogen

Krebs erzeugend.

Keratinozyten

Hornbildende Zellen der Haut; bei der Schuppenflechte kommt es zu einer beschleunigten Vermehrung der Keratinozyten.

Klimatherapie

Natürliche Balneo-Foto-Therapie; nutzt die positive Wirkung von Licht und Salzwasser auf die Schuppenflechte in Form von Meerwasser und Sonneneinstrahlung, z. B. bei Kuraufenthalten.

Köbner-Phänomen

Eine Schuppenflechte kann durch Reizungen der Haut, z. B. durch Kratzen, ausgelöst werden. An der gereizten Hautstelle entwickelt sich innerhalb einiger Tage ein Psoriasis-Herd. Dieses Phänomen wird nach seinem Entdecker als Köbner-Phänomen bezeichnet.

Komorbiditäten

Begleiterkrankungen.

Korium

Lederhaut; zwischen Ober- und Unterhaut liegende Hautschicht.

Kortisonpräparate

Auch Kortikoide, Glukokortikoide oder Kortison genannt; Medikamente, die eine entzündungshemmende Wirkung haben; werden zur topischen Therapie bei Psoriasis angewendet.

Kreuz-Darmbeingelenk

Auch Iliosakralgelenk oder Sakroiliakalgelenk (SIG); Gelenk, welches das Kreuzbein, den vorletzten Abschnitt der Wirbelsäule, mit dem Becken verbindet.

Krümelnägel

Nagelveränderung, die bei Schuppenflechte vorkommen kann.

Kurzkontakttherapie

Minutentherapie.

Leukozyten

Weiße Blutkörperchen; Zellen des Immunsystems.

Lichttherapie

Behandlung der Haut mit ultravioletter Strahlung (UV-A- oder UV-B-Strahlung).

Makrophagen

Zellen aus der Gruppe der Leukozyten; Makrophagen sind in der Lage, Fremdsubstanzen zu „verdauen“, sie gehören zu den sogenannten Fresszellen des Immunsystems.

Minutentherapie

Behandlungsform, bei der eine topische Therapie nach kurzer Einwirkzeit wieder abgewaschen wird.

Morbus Bechterew

Auch ankylosierende Spondylitis (AS) genannt; chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule, bei der besonders häufig das Kreuz-Darmbeingelenk sowie die Wirbelsäule betroffen sind. Typische Beschwerde ist ein tief sitzender Rückenschmerz. Ausgelöst wird sie durch eine Fehlleitung des Immunsystems.

Morbus Crohn

Chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die sich über den gesamten Verdauungstrakt vom Mund bis zum After erstrecken kann und meist schubweise auftritt. Am häufigsten befallen sind Abschnitte des Dünn- und Dickdarms, wobei die Entzündung alle Gewebeschichten der Darmwand durchdringen kann.

Morgensteifigkeit

Eingeschränkte Beweglichkeit von Gelenken in den Morgenstunden nach längerer Ruhe, charakteristisch für viele chronisch-entzündliche Gelenkerkrankungen, z. B. Psoriasis-Arthritis.

Nagelpsoriasis

Nagelveränderungen durch die Psoriasis.

Ölflecken

Nagelveränderung, die bei Schuppenflechte vorkommen kann und sich durch Verfärbungen zeigt.

Onycholyse

Nagelveränderung, die bei Schuppenflechte vorkommen kann; Ablösen der Nagelplatte vom Nagelbett.

Parakeratose

Verhornungsstörung der Haut.

PASI

Abkürzung für „Psoriasis Area and Severity Index“. Methode zur Berechnung des Schweregrades.

Physikalische Therapie

Auf physikalischen Methoden beruhende Behandlung, z. B. Lichttherapie.

Physiotherapie

Krankengymnastik.

Plaque

Charakteristische Hautveränderung bei Schuppenflechte; scharf begrenzte, gerötete, erhabene Hautareale, die mit silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind.

Plaque-Psoriasis

Häufigste Form der Schuppenflechte; zeigt die typischen Hautveränderungen der Schuppenflechte, die sogenannten Plaques.

Prädilektionsstelle

Bevorzugte Stelle, an der eine Erkrankung auftritt.

Protein

Eiweiß.

Pruritus

Juckreiz.

Psoriasis

Schuppenflechte.

Psoriasis-Arthritis

Chronisch-entzündliche Systemerkrankung, bei der es sowohl zu einer Gelenkentzündung als auch zu den für Schuppenflechte typischen Hautveränderungen, sogenannten Plaques, kommen kann.

Psoriasis guttata

Form der Schuppenflechte, bei der die Hautveränderungen girlandenartig über den Körper verteilt sind.

Psoriasis inversa

Form der Schuppenflechte, bei der sich die Hautveränderungen in Körperfalten, z. B. Arm- und Beinbeugen, zeigen.

Psoriasis pustulosa

Form der Schuppenflechte, bei der sich kleine Eiterbläschen auf der Haut bilden.

Psoriasis vulgaris

Gewöhnliche Schuppenflechte; Plaque-Psoriasis.

Psoriatische Erythrodermie

Komplikation der Psoriasis; starke Entzündung großer Flächen der Haut bzw. des ganzen Körpers.

Pustel

Mit Eiter gefüllte Hautblase.

PUVA

Auch Fotochemotherapie; Therapieform bei Psoriasis, bei der Psoralen und UV-A-Bestrahlung kombiniert werden.

Rebound

Wiederauftreten der Beschwerden einer Erkrankung nach abruptem Absetzen eines Medikaments.

Rehabilitation

Wiederherstellung; Wiedereingliederung oder auch Vorbeugung zur Beseitigung von gesundheitlichen Störungen.

Relapse

Rückfall.

Retinoide

Vitamin-A-Säure-Abkömmlinge; Medikamente zur systemischen Therapie der Psoriasis.

Rezidiv

Rückfall; Wiederauftreten einer Krankheit.

Rheumatoide Arthritis (RA)

Entzündlich-rheumatische Erkrankung, bei der es zu einer Gelenkentzündung kommt.

Rheumatologe

Facharzt für rheumatische Erkrankungen.

Schuppenflechte

Chronisch-entzündliche Erkrankung; zählt zu den Systemerkrankungen, da die Entzündung nicht nur die Haut, sondern den gesamten Körper betrifft.

Squama

Schuppe.

Squamös

Schuppend.

Streptokokken

Bestimmte Form von Bakterien; einige Arten von Streptokokken können Infektionserkrankungen, z. B. der Atemwege, auslösen.

Subkutan

Unter der Haut oder unter die Haut.

Subkutis

Unterhaut; Hautschicht.

Systemerkrankung

Erkrankung, die nicht nur auf eine bestimmte Körperregion beschränkt ist, sondern viele Bereiche des Körpers betreffen kann.

Systemische Therapie

Innerliche Behandlung mit Medikamenten, z. B. mit Tabletten oder Injektionen.

TNF(-alpha)-Blocker (auch TNF-alpha-Inhibitoren)

Hochwirksame Medikamente, die bei immunologisch-entzündlichen Krankheiten (z. B. rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn, Psoriasis) eingesetzt werden. Sie binden sich gezielt an TNF-alpha und inaktivieren damit dessen biologische Wirkung. Hierdurch werden Entzündungsreaktionen gestoppt und die Symptome der Erkrankung können kurz- und auch langfristig gelindert werden.

TNF-alpha-Hemmer

Bestimmte Form von Substanzen, z. B. Biologika, die gezielt auf den entzündungsfördernden Botenstoff TNF-alpha einwirken, ihn blockieren und damit den Entzündungsprozess im Körper hemmen.

Topische Therapie

Äußerliche Behandlung mit Medikamenten, z. B. mit Cremes oder Salben.

Trigger

Auslösender Faktor, der dazu führt, dass eine Erkrankung erstmals auftritt, oder der zu einem neuen Schub einer Erkrankung führen kann.

Tuberkulose

Infektionskrankheit, die durch bestimmte Bakterien verursacht wird und am häufigsten die Lunge befällt.

Tumor-Nekrose-Faktor-alpha

Kurz TNF-alpha oder TNF-α; Botenstoff, der Entzündungsprozesse im Körper fördert und bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen vermehrt gebildet wird.

Tüpfelnägel

Nagelveränderung, die bei Schuppenflechte vorkommen kann; kleine punktförmige Vertiefungen in den Nägeln.

Urea

Harnstoff. Körpereigener Stoff, der Cremes, Salben und Lotionen zugesetzt wird. Harnstoff hält die Haut feucht und macht sie durchlässiger für (Psoriasis-)Wirkstoffe.

Vitamin-D-Derivate

Synthetische Abkömmlinge (Derivate) von Vitamin D, die zur Behandlung der Psoriasis eingesetzt werden.

Zytokine

Botenstoffe.

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