Neurodermitis: Wieso, weshalb, warum?

Ursachen, Beschwerden und Folgen – hier erfährst Du, was es mit Neurodermitis auf sich hat. Mach Dich schlau, damit Du weißt, was in Deinem Körper passiert und was dagegen unternommen werden kann.

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Neurodermitis: Wieso, weshalb, warum?

Neurodermitis ist eine sogenannte chronisch-entzündliche Hautkrankheit. Die Haut entzündet sich, ist rot, rissig, trocken und juckt. Wenn Du Neurodermitis hast, ist das nichts Neues für Dich. Schließlich schlägst Du Dich mit genau diesen Problemen herum.

Was soll es also bringen, noch mehr darüber zu lesen? Ist es nicht besser, alles einfach wegzuschieben? Es ist ganz normal, wenn Du die Krankheit manchmal vergessen möchtest. Doch wenn Du Dich darüber informierst, kann das eine Reihe von Vorteilen haben:

  • Du kennst Dich mit Neurodermitis aus und weißt, was in Deinem Körper passiert.
  • Du kannst anderen erklären, was Neurodermitis ist und warum Deine Haut so aussieht.
  • Du kannst besser verstehen, was Dein Hautarzt mit Dir bespricht, und genauer nachfragen, wenn Dich etwas beschäftigt.
  • Du weißt, wie Deine Behandlung abläuft und warum sie für Dich die passende ist.

Natürlich soll sich nicht immer alles nur um die Neurodermitis drehen. Wenn Du Dich gut auskennst und weißt, was dagegen hilft, kannst Du dafür sorgen, dass die Krankheit keine so große Rolle mehr in Deinem Leben spielt.

Steckbrief Neurodermitis

NAME: Neurodermitis
FACHBEGRIFF: atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem
URSACHEN: Alles ist dazu noch nicht geklärt. Bekannt ist aber, dass

  • Vererbung eine Rolle spielt. Die Veranlagung, Neurodermitis zu bekommen, kann weitergegeben werden.
  • die Haut bei Betroffenen durchlässiger und besonders empfindlich ist und nicht so gut, vor allem, was von außen kommt, schützen kann.
  • das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) aus dem Gleichgewicht gerät und es unter anderem so zur Hautentzündung und Juckreiz kommt.
  • weitere Faktoren eine Neurodermitis fördern können, zum Beispiel raue Kleidung oder Stoffe, die Allergien auslösen (Allergene), z. B. Pollen.
  • Übrigens: Niemand hat Schuld daran, dass eine Neurodermitis entsteht, und es lässt sich vorab auch leider nicht verhindern, dass jemand daran erkrankt.

HÄUFIGKEIT: Neurodermitis kommt oft vor, bei Kindern noch häufiger als bei Erwachsenen. Im Laufe des Lebens haben etwa 15–30 % aller Kinder und 2–10 % der Erwachsenen mindestens einen Neurodermitisschub.

BESONDERE MERKMALE:

  • Neurodermitis ist chronisch, das bedeutet: Die Entzündung der Haut ist dauerhaft oder kann immer wieder kommen.
  • Neurodermitis kommt meist in Schüben, das bedeutet: Eine Zeit lang sind Hautveränderungen und Juckreiz da, dann ist sie wieder eine Weile verschwunden.
  • Neurodermitis ist nicht ansteckend!
  • Übrigens:Neurodermitis kann heute gut behandelt werden. Es lässt sich also etwas gegen die Beschwerden und dagegen tun, dass sie immer wieder kommt.

Hautalarm: Beschwerden bei Neurodermitis

Von trockener Haut bis zu großen Bereichen am Körper mit starker Entzündung: Neurodermitis kann unterschiedlich stark sein.

Typisch für mittelschwere bis schwere Neurodermitis:

  • Die betroffenen Hautstellen sind entzündet, gerötet, trocken und sie schuppen.
  • Manchmal blutet es auch.
  • Die Haut ist verdickt, es können sich Knötchen oder Pusteln bilden.
  • Es kann sein, dass die Haut nässt oder verkrustet ist.
  • Häufig juckt die Haut sehr stark.

Das mit der Haut ist das eine bei Neurodermitis. Sicher hast Du jedoch auch schon festgestellt, dass die Krankheit oft auch an anderer Stelle zutage tritt. Neurodermitis kann Dir den Schlaf rauben. Manchmal ist es unangenehm oder es verunsichert, wenn andere die roten Hautstellen sehen und vielleicht komisch gucken. In der Schule fällt es vielleicht schwerer, sich zu konzentrieren, wenn die Haut ewig juckt. Und andauernd eincremen, damit die Haut nicht noch mehr austrocknet, kann auch nerven.

  • Übrigens:Es ist auch wichtig, dass Du mit Deinem Hautarzt darüber sprichst, wie sich die Neurodermitis in Deinem Alltag zeigt. Bei der Suche nach der passenden Behandlung sollten auch diese Seiten der Erkrankung berücksichtigt werden.

Jucken und Kratzen

Das Schlimmste an der Neurodermitis? Juckreiz! Das ist die wohl häufigste Antwort auf diese Frage. Das siehst Du auch so? Dann ist es Zeit, sich dies einmal genauer anzuschauen. Typische Reaktion auf den Juckreiz ist Kratzen. Doch das hilft nur kurzzeitig und macht langfristig alles nur noch schlimmer:

Daher ist es wichtig, diesen Kreislauf zu unterbrechen. Das geht mit der passenden Neurodermitis-Behandlung. Denn wenn die Entzündung zurückgeht, geht auch der Juckreiz zurück. Daneben gibt es ein paar Tricks, um mit dem Juckreiz besser umzugehen:

  • Umleitung: Wenn das Bedürfnis zu kratzen zu groß wird, versuch es umzuleiten. Indem Du statt Deiner Haut die Bettdecke oder die Sessellehne kratzt, kannst Du den Drang austricksen.
  • Nur keinen Stress: Wenn Du Stress hast, kann das den Juckreiz verstärken. Hast Du schon einmal eine Entspannungstechnik ausprobiert, Yoga zum Beispiel? Entspannung kann bei Juckreiz helfen.
  • Gut gepflegt: Hautpflege bei Neurodermitis ist wichtig – auch in Bezug auf den Juckreiz. Sorge mit der passenden Pflege dafür, dass Deine Haut geschmeidig bleibt und vor weiterem Austrocknen geschützt ist.
  • Reizbar: Finde heraus, ob es Dinge gibt, die Deine Neurodermitis verstärken, z. B. kratzende Kleidung. Meide diese sogenannten Provokationsfaktoren, wenn möglich.
  • Übrigens: Sprich mit Deinem Hautarzt darüber, wenn Dich der Juckreiz quält, damit Ihr eine Lösung findet, gegen das Jucken anzugehen.
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