Was ist Schuppenflechte

Psoriasis, besser bekannt als Schuppenflechte, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Was genau ist das für eine die Krankheit?

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Wenn die Haut sich zu schnell erneuert

Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Schuppenflechte – einer chronisch-entzündlichen Hautkrankheit, die gut behandelbar, wenn auch nicht heilbar ist. Für die Entstehung ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems verantwortlich, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Gerötete, erhabene Flecken auf der Haut, oft mit silberweißen Schuppen bedeckt, dazu kommt häufig Juckreiz: Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland kennen das. Diese so genannten Plaques sind die typischen Symptome der Schuppenflechte, medizinisch Psoriasis vulgaris oder Plaque-Psoriasis genannt. Etwa 2,5 Prozent der Bevölkerung leben mit Schuppenflechte. Was bedeutet diese Erkrankung für Sie persönlich? Es handelt sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung. Chronisch heißt, sie ist nicht heilbar. Aber es gibt gute Behandlungsmethoden, die Ihnen ein Leben mit möglichst geringen Einschränkungen ermöglichen können. Psoriasis ist nicht ansteckend.

Überaktives Immunsystem

Für die Entstehung der Erkrankung ist eine Fehlsteuerung der Immunsystems verantwortlich. Bei gesunden Menschen tritt das körpereigene Abwehrsystem in Aktion, wenn Fremdstoffe, Viren oder Bakterien in den Organismus eingedrungen sind. Das äußert sich dann in einer Entzündung. Ist der Eindringling erfolgreich bekämpft, kommt das Immunsystem wieder zur Ruhe.

Bei der Schuppenflechte ist dieser Mechanismus aus dem Gleichgewicht geraten und es entsteht ein dauerhafter Entzündungsprozess. Unser körpereigenes Abwehrsystem beeinflusst ausserdem die Erneuerung der Haut, bei Schuppenflechte ist dieser Erneuerungsprozess durch die Fehlsteuerung des Immunsystems enorm beschleunigt. Dadurch entstehen wesentlich mehr Keratinozyten als bei gesunden Menschen. Das sind die hornbildenden Zellen der Haut. Diese Zellen können nicht reifen und lagern sich als weiße „Schuppen“, in typischen Plaques, auf der Hautoberfläche ab. Weil mehr Blutgefäße gebildet werden, entstehen Rötungen auf der Haut.

Jung und Alt – jeder kann betroffen sein

Schuppenflechte ist eine Hautkrankheit, aber sie kann Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Man spricht von einer „systemischen Krankheit“. Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht oder erhöhte Blutfettwerte sind häufige Begleiterkrankungen. Auch die Augen und der Darm sind gelegentlich von Entzündungen betroffen. Diese Erkrankungen sollten vom jeweiligen Facharzt behandelt werden.

Sind zusätzliche zur Haut Gelenke betroffen, dann handelt es sich um die Krankheit Psoriasis-Arthritis. In Deutschland leben rund 160.000 Menschen mit dieser entzündlich-rheumatischen Erkrankung. Bei einem Verdacht auf eine Psoriasis-Arthritis sollten Sie in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt einen Rheumatologen konsultieren.

Die Schuppenflechte verläuft in der Regel in Schüben. Beschwerdefreie Zeiten wechseln sich mit aktiven Phasen ab. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. In etwa 75 Prozent der Fälle tritt die Erkrankung im Alter zwischen 15 und 35 erstmals auf, eine weitere statistische Häufung gibt es zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.

Alkohol, Stress und andere „Trigger“

Was die genaue Ursache oder Auslöser der Schuppenflechte ist, das ist wissenschaftlich noch nicht bekannt. Man geht von einer genetischen Veranlagung aus. Ein Ausbruch der Psoriasis (erstmalig oder Schub) wird jedoch häufig durch einen Auslöser wie z. B. Alkohol, Stress, Rauchen oder Infektionen verursacht.

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