Rund um die Leber

Die Leber ist ein lebenswichtiges Organ, das im Körper eine Vielzahl bedeutender Aufgaben übernimmt. Bei Hepatitis C kann sie diese oft nicht mehr richtig erfüllen.

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Die Leber: Ein vielseitiges Organ mit wichtigen Aufgaben

Die Leber ist ein sehr widerstandsfähiges Organ. Von den meisten schädlichen Einflüssen kann sie sich schnell von selbst erholen. Bei einer chronischen Hepatitis C wird sie ständig belastet und im schlimmsten Fall nachhaltig geschädigt.

Die Leber ist eines der wichtigsten Organe in Ihrem Körper. Sie reguliert den Stoffwechsel, kann Energie speichern und bei Bedarf abgeben. Darüber hinaus produziert sie wichtige Substanzen, die der Körper zum Beispiel für die Verdauung oder Blutgerinnung benötigt. Außerdem übernimmt sie im Körper die Rolle der Entgiftungszentrale. Ob Alkohol, chemische Substanzen oder Medikamente: Die Leber sorgt auch dafür, dass Giftstoffe in harmlose Stoffe umgewandelt oder aus dem Körper ausgeschieden werden. Dabei zeichnet sie sich durch eine hohe Widerstandfähigkeit aus. Wird die Ursache für eine Schädigung beseitigt, kann sie sich oft von selbst erholen.

Therapie kann bleibende Leberschäden verhindern

Bei einer chronischen Hepatitis C ist die Leber dauerhaft, chronisch entzündet. In den Leberzellen vermehren sich die Hepatitis-C-Viren, was im Verlauf der Erkrankung über die Jahre eine mehr oder weniger ausgeprägte Leberschädigung verursachen kann. Zunächst kann sich in der Leber vermehrt Bindegewebe bilden, das vernarbten Stellen, wie nach einer Verletzung, ähnelt. Dieser Prozess wird als Leberfibrose bezeichnet und geht mit einer zunehmenden Verschlechterung der Leberfunktion einher. Schreitet die Vernarbung im weiteren Krankheitsverlauf fort, kann dies zu einer Schrumpfleber (Leberzirrhose) führen. Dieser Prozess dauert zwischen 20 und 30 Jahre, kann unter Umständen aber auch schneller ablaufen. Bei einer Leberzirrhose kann die Funktion der Leber soweit gestört sein, dass im schlimmsten Fall sogar eine Lebertransplantation nötig werden kann. In sehr seltenen Fällen kann eine Leberzirrhose bei Menschen mit Hepatitis C die Entwicklung von Leberkrebs begünstigen. Durch eine frühzeitige Diagnose und entsprechende Therapie können Sie das verhindern. Die Behandlung kann die Vermehrung der Hepatitis-C-Viren stoppen und sie vollständig aus Ihrem Körper beseitigen: Ihre Leber kann sich von der Virusinfektion erholen.

Unterstützende Maßnahmen

Darüber hinaus können Sie während der Behandlung selbst positiv auf den Gesundheitszustand Ihrer Leber einwirken und damit auch Ihr allgemeines Wohlbefinden verbessern. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie der Verzicht auf Alkohol können Ihre Leber entlasten und die Therapie unterstützen.

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Die Leber und ihre Aufgaben

Die Leber ist ein lebenswichtiges Organ, das viele wichtige Aufgaben im menschlichen Körper übernimmt. Sie befindet sich im rechten Oberbauch, direkt unter dem Zwerchfell. Vom Brustkorb wird die Leber vor äußeren Einwirkungen und Verletzungen geschützt. Sie ist ständig gefordert, sehr widerstandsfähig und hält vielen Belastungen stand. Krankheiten oder kleinere Verletzungen kann sie in der Regel gut verkraften und sich bis zu einem gewissen Grad sogar selbst erneuern. Ist sie jedoch über längere Zeit großen Belastungen ausgesetzt, wie das bei Hepatitis C, durch den Konsum großer Mengen Alkohol, Medikamente oder auch durch fettreiche Ernährung der Fall ist, kann es zu bleibenden Schäden kommen.

Die Leber: Organ mit vielen Aufgaben

Die Leber ist die größte Drüse des Körpers. Sie ist das zentrale Organ des Stoffwechsels. Die Aufgaben der Leber sind vielseitig. Zum einen ist sie die Entgiftungszentrale des Körpers. Sie entfernt Schad- und Abfallstoffe wie Alkohol, Medikamente oder chemische Substanzen aus dem Blut. Diese werden entweder in harmlose Stoffe umgewandelt oder aus dem Körper ausgeschieden. Darüber hinaus ist sie ein Speicher für Energie. Sie kann Zucker und andere Stoffe in ihren Zellen lagern und sie bei Bedarf wieder an den Körper abgeben. Damit kommt ihr eine maßgebliche Rolle bei Stoffwechsel und Energiehaushalt zu. Eine weitere Aufgabe der Leber ist die Herstellung von Substanzen, die der Körper für eine Vielzahl von Aktivitäten benötigt. Dazu zählt unter anderem die Gallenflüssigkeit, die für die Verdauung von großer Bedeutung ist. Außerdem produziert sie Gerinnungsfaktoren, die dafür sorgen, dass das Blut gerinnt und Wunden sich schließen können.

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Die Leber bei Hepatitis C

Hepatitis C ist eine große Belastung für die Leber. Bleibt eine chronische Hepatitis C unentdeckt und wird nicht behandelt, kann sie die Leber nachhaltig schädigen.
Zunächst bildet sich vermehrt Bindegewebe in der Leber, ähnlich einer Narbenbildung. Das wird als Leberfibrose bezeichnet und bringt eine zunehmenden Verschlechterung der Leberfunktion mit sich. Nimmt die Vernarbung weiter zu, kann dies im fortschreitenden Krankheitsverlauf zu einer Schrumpfleber, einer Leberzirrhose führen. Dieser Prozess kann durchaus zwischen 20 und 30 Jahre in Anspruch nehmen, unter Umständen jedoch auch schneller ablaufen. Eine Leberzirrhose kann die Funktion der Leber soweit nachhaltig beeinträchtigen, dass eine Lebertransplantation notwendig werden kann. Eine frühzeitige Diagnose und eine anschließende, angemessene Therapie können das verhindern.

Regenerationsfähigkeit der Leber abhängig vom Grad der Schädigung

Viele Betroffene fragen sich, ob die Schäden, die ihre Leber unter der Hepatitis-C- Erkrankung davongetragen hat, wieder zurückgehen können. Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Eine gesunde Leber ist sehr widerstandsfähig und kann sich von vielen schädlichen Einflüssen, wie Erkrankungen oder kleineren Verletzungen, wieder erholen. Allerdings gilt das nur bis zu einem gewissen Grad der Schädigung und auch nur, wenn die Ursache dafür behoben ist. In welchem Umfang Hepatitis C Leberschäden auslöst, hängt immer von der Dauer der Krankheit und ihrem Schweregrad ab. Bleibt die Erkrankung lange unentdeckt, ist die Leber dieser Belastung oft jahrelang, möglicherweise sogar jahrzehntelang ausgesetzt. Je länger dieser Zustand anhält, umso mehr büßt die Leber von ihrer Fähigkeit zur Regeneration ein. Erst, wenn sich keine Hepatitis-C-Viren mehr im Körper befinden, kann sich der Zustand der Leber wieder verbessern. Allerdings nur dann, wenn die Schädigung der Leber noch nicht zu weit fortgeschritten war.

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Schutz für die Leber

Neben einer entsprechenden Therapie können auch Sie selbst aktiv zur Verbesserung Ihres Gesundheitszustands beitragen. Bei Hepatitis C steht dabei die Entlastung der Leber an erster Stelle. Eine wichtige Rolle spielt hier die richtige Ernährung. Zwar gibt es keine spezielle Hepatitis-C-Diät, doch kann sich eine fettarme und ausgewogene Ernährung positiv auf den Zustand Ihrer Leber auswirken. Darüber hinaus können Sie Ihr körperliches Wohlbefinden steigern und so die Therapie unterstützen. Ihr behandelnder Arzt kann Sie dazu beraten, wie eine solche Ernährung aussehen kann.

Gute Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen

Wichtig ist, dass Ihr Körper ausreichend mit allen notwendigen Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen versorgt wird. Greifen Sie daher öfter zu Vollkornprodukten als zu Produkten aus Weißmehl. Sie sind wichtige Eiweißlieferanten und enthalten viele Ballaststoffe. Letztere finden sich auch in frischem Obst und Gemüse, die darüber hinaus hervorragende Vitaminlieferanten sind. Die Einnahme von zusätzlichen Vitaminpräparaten sollte jedoch stets in Absprache mit Ihrem Arzt erfolgen. Fisch kann eine gesunde Alternative zu Fleisch und Wurst sein, die nicht zu häufig auf dem Speiseplan stehen sollten. Eine fettarme Ernährung bekommt Ihrer Leber gut. Dennoch sollten Sie keinesfalls ganz auf Fett verzichten, da es den Körper mit lebenswichtigen Fettsäuren versorgt und außerdem die Aufnahme fettlöslicher Vitamine ermöglicht. Doch Fett ist nicht gleich Fett: Achten Sie darauf, möglichst hochwertige Fette zu verwenden. Diese sind beispielsweise in nativem Olivenöl, Walnuss-, Lein- und Rapsöl sowie in Nüssen, Avocados und fettreichem Seefisch enthalten. Fertigprodukte enthalten oft ungesunde Fette, Zucker und Zusatzstoffe. Wenn Sie selbst kochen, wissen Sie genau, welche Zutaten in Ihrem Essen stecken und können es noch mehr genießen. Tun Sie sich und Ihrem Körper deshalb etwas Gutes und greifen Sie zu naturbelassenen, frischen Produkten.

Möglichst auf Alkohol verzichten

Alkohol stellt neben Hepatitis C einen der größten Risikofaktoren für die Entwicklung einer Leberzirrhose dar. Ihre Leber kann durch die Hepatitis-C-Viren bereits angegriffen sein. Alkohol belastet sie zusätzlich. Deshalb sollten Sie Alkohol nur in Maßen, am besten jedoch überhaupt nicht zu sich nehmen. Das gleiche gilt für den Nikotinkonsum. Nikotin wird ebenfalls über die Leber angebaut. Je weniger Sie davon konsumieren, umso leichter machen Sie Ihrer Leber die Arbeit.

Sport fördert allgemeines Wohlbefinden

Nicht nur für Menschen mit Hepatitis C gilt: Bewegung tut gut. Gerade regelmäßiger Sport fördert als Betroffener Ihr Wohlbefinden. Dadurch können Sie Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordinationsvermögen verbessern. Das wird sich auch positiv auf Ihren Bewegungsapparat und Ihr Herz-Kreislauf-System auswirken. Ihren Stoffwechsel können Sie so ebenfalls in Schwung bringen. Zusätzlich profitieren auch Atmung und Blutdruck von der sportlichen Betätigung. Regelmäßiges Training stärkt aber nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihr seelisches Gleichgewicht. Sie können Stresshormone abbauen und Ihre Stresstoleranz erhöhen. Das kann auch Ihren Umgang mit der Erkrankung positiv beeinflussen. Achten Sie bei allem Ehrgeiz aber darauf, sich nicht zu überfordern und Ihre eigenen Leistungsgrenzen zu beachten. Das Training sollte keine zusätzliche Belastung für Sie sein, sondern gut tun und Spaß machen. Wenn Sie lange Zeit nicht trainiert haben, lassen Sie es eher langsam angehen. Sprechen Sie vor Trainingsbeginn mit Ihrem Arzt. Er kann Sie dazu beraten, welche Sportarten für Sie geeignet sind und Ihnen sagen, worauf Sie achten sollten.

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