Leben mit Neurodermitis

Eine wirksame Therapie ist die Basis dafür, dass das Leben möglichst wenig von der Neurodermitis eingeschränkt wird. Mit einem bewussten Lebensstil können Sie zusätzlich selbst aktiv werden und positiv auf die Erkrankung einwirken.

Menschen mit Neurodermitis in Alltagssituationen
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Leben mit Neurodermitis

Neurodermitis bedeutet sehr viel mehr als entzündete Haut und Juckreiz. Wenn Sie Neurodermitis haben, wissen Sie, dass die Folgen der Erkrankung in vielen Lebensbereichen zu spüren sein können. Doch nicht nur die Auswirkungen von Neurodermitis sind vielfältig, auch die Erkrankung an sich äußert sich bei jedem Betroffenen anders, ist unterschiedlich ausgeprägt und bringt verschiedene Herausforderungen mit sich – je nach Lebenssituation.

Mit der Diagnose Neurodermitis ist es daher wichtig zu lernen, mit der Erkrankung umzugehen. Dabei gibt es nicht die eine richtige Lösung, sondern es geht darum, seine persönliche Strategie zu finden. Werden Sie aktiv und finden Sie heraus, was Ihnen persönlich – in Ihrer Lebenssituation – hilft und guttut:

  • Welche Behandlung ist die richtige für Sie?
  • Welche Faktoren beeinflussen Ihre Erkrankung und wie können Sie darauf einwirken?
  • Welche Aspekte der Neurodermitis belasten Sie besonders stark und was lässt sich daran ändern?
  • Was können Sie tun, um Ihren Alltag mit Neurodermitis zu erleichtern?

Aktiv durchs Leben mit Neurodermiti

Eine wichtige Basis dafür, dass Ihr Leben möglichst wenig von der Neurodermitis beeinflusst wird, ist eine wirksame Behandlung. Es stehen heute unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, und neue innovative Medikamente sind hinzugekommen. Daher lohnt es sich, gemeinsam mit Ihrem Hautarzt die individuell für Sie passende Therapie zu finden. Auch wenn es in der Vergangenheit Rückschläge gab, haben Sie die Chance, die Neurodermitis endlich in ihre Schranken zu weisen. Informieren Sie sich über Ihre Erkrankung und die Therapieoptionen.

Über die Behandlung hinaus können Sie mit einem ausgewogenen und neurodermitisgerechten Lebensstil bewusst Impulse setzen, die sich positiv auf die Erkrankung, Ihr Wohlbefinden und somit auch auf Ihr Leben auswirken. Was das ist? Das hängt ganz von Ihrer Situation und von Ihren Bedürfnissen ab. Ein genauerer Blick auf Ihre Ernährung, sportliche Aktivität oder Ihren Umgang mit Stress zählen zu den möglichen Drehschrauben, mit denen sich etwas bewirken lässt.

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Juckreiz und Schlaf

Das Schlimmste an der Neurodermitis ist der Juckreiz. Dieser Aussage stimmen Sie zu? Dann sind Sie nicht allein. Das ewige Jucken wird von den meisten Menschen mit Neurodermitis als das quälendste Symptom empfunden.

Doch es ist nicht nur der Juckreiz an sich, auch seine Folgen wiegen schwer: An Durchschlafen ist nicht zu denken, die Konzentration leidet darunter, es kommt zu Nervosität und schnell wird Juckreiz zur aufreibenden Stressquelle. Die Minderung von Juckreiz sollte daher auch bei der Therapie der Neurodermitis eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus können ein paar weitere Verhaltensweisen helfen, besser mit dem belastenden Symptom umzugehen.

  • 85 % der Menschen mit Neurodermitis haben täglich Juckreiz.
  • Bei 41,5 % hält der Juckreiz länger als 18 Stunden pro Tag an.
  • 91,1 % haben an mindestens 5 Tagen der Woche Schlafstörungen.

Warum nicht kratzen?

Einfach nicht kratzen – leichter gesagt als getan. Es ist fast unmöglich, dem Drang zu kratzen nicht nachzugeben. Mit dem Kratzen lösen Sie einen Schmerzreiz aus, der das Jucken kurz überlagert und so für Erleichterung sorgt. Langfristig wird jedoch nicht nur die Neurodermitis durch das Kratzen verschlimmert, sondern auch der Juckreiz selbst. Ein Kreislauf entsteht, den es zu durchbrechen gilt:

  1. Die Haut bei Neurodermitis ist entzündet und juckt.
  2. Kratzen führt zu einer weiteren Schädigung der ohnehin geschwächten Hautbarriere und die Haut wird weiter gereizt.
  3. Die Entzündung wird verstärkt und es kommt zu noch mehr Juckreiz.
  4. Weiteres Kratzen verstärkt den Effekt nochmals.

Den Juck-Kratz-Kreislauf durchbrechen

Die Entzündung bei Neurodermitis mit einer wirksamen Behandlung unter Kontrolle zu bringen ist das wichtigste Mittel gegen Juckreiz. Mit der Entzündung geht auch der Juckreiz zurück. Besprechen Sie mit Ihrem Hautarzt, was sich gegen den Juckreiz unternehmen lässt. Die Neurodermitis-Therapie kann auf den Juckreiz einwirken, bei Bedarf kann der Juckreiz jedoch auch gesondert behandelt werden.

Weitere Tipps für den Umgang mit Juckreiz finden Sie hier.

Gestörter Schlaf durch Juckreiz

Viele Menschen mit Neurodermitis wünschen sich nichts sehnlicher, als endlich einmal wieder durchzuschlafen und morgens ausgeruht aufzuwachen. Durch den Juckreiz ist daran häufig nicht zu denken. Vielleicht haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht, dass sich das Jucken gerade nachts besonders bemerkbar macht.

Nicht einschlafen können, nachts aufwachen und sich morgens wie gerädert fühlen: Wer nicht gut schläft, bekommt das tagsüber durch Müdigkeit zu spüren. Die Konzentrations- und die Leistungsfähigkeit können eingeschränkt werden, Reizbarkeit kann hinzukommen. Stress entsteht, der den Juckreiz und die Neurodermitis weiter fördern kann. Unterschiedliche Faktoren können beeinflussen, dass der Juckreiz insbesondere nachts ausgeprägter ist. So ist es tagsüber einfacher, sich abzulenken. Wer mit dem Zubettgehen zur Ruhe kommt, nimmt auch den Juckreiz stärker wahr. Auch äußere Faktoren, wie eine hohe Raumtemperatur oder der Hautkontakt mit der Bettwäsche, können den Juckreiz fördern.

Optimale Umgebung für erholsamen Schlaf

Wir brauchen regelmäßigen Schlaf zur Erholung. Beim Schlafen werden Energiereserven wieder aufgeladen. Von einem erholsamen Schlaf hängt ab, wie fit und leistungsfähig wir tagsüber sind. Wenn der Juckreiz Ihnen den Schlaf raubt, können Sie mit der Behandlung der Neurodermitis dafür sorgen, dass die Entzündung eingedämmt wird. Damit kann auch der Juckreiz zurückgehen. Darüber hinaus können Sie mit unterschiedlichen Maßnahmen eine entspannte Nachtruhe unterstützen.

  • Schaffen Sie ein angenehmes Raumklima zum Schlafen: 16 bis 18 Grad warm, frische Luft durch ein offenes Fenster im Sommer und gutes Lüften im Winter. Zudem sollte das Schlafzimmer abgedunkelt und ruhig sein.
  • Achten Sie bei der Nachtwäsche wie bei der Bettwäsche auf Hautverträglichkeit: Geeignet sind z. B. leichte, glatte und atmungsaktive Stoffe aus Baumwolle oder Seide. Auch zu warm sollten die Textilien für die Nacht nicht sein, um übermäßiges Schwitzen zu vermeiden.

Tipps fürs Einschlafen

Zur Ruhe kommen
Nehmen Sie sich vor dem Schlafengehen bewusst etwas Zeit, um zur Ruhe zu kommen und den Tag ausklingen zu lassen. Eine Entspannungsübung kann dabei unterstützen.

Smartphone & Co. abschalten
Verzichten Sie vor dem Schlafengehen auf die Nutzung von Tablet, Smartphone oder Computer. Das „Blaulicht“, das sie ausstrahlen, kann das Einschlafen erschweren.

Einschlafritual
Schaffen Sie sich ein Ritual zum Einschlafen. Hören Sie zum Beispiel ein ruhiges Lieblingslied. Der Körper verknüpft mit der Zeit den Schlaf damit und das Abschalten fällt leichter.

Schlafen mit der Müdigkeit
Gehen Sie erst schlafen, wenn Sie sich müde fühlen.

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Stressbewältigung

Beruflich, privat oder sogar in der Freizeit: Stress ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Doch was bedeutet das für die Haut? Viele Menschen mit Neurodermitis stellen fest, dass Stress und Belastung die Erkrankung beeinflussen. Tatsächlich zählt Stress zu den möglichen sogenannten Provokationsfaktoren der Neurodermitis. Er kann also dazu beitragen, dass ein neuer Schub ausgelöst wird oder die Symptome sich verstärken.

Auf der anderen Seite kann auch die Neurodermitis zu einer Stressquelle werden. Juckreiz, Angst vor dem nächsten Schub, Scham durch die sichtbaren Hautveränderungen – viele Facetten der Erkrankung können stark belasten. Finden Sie für sich heraus, ob Stress zu Ihren persönlichen Provokationsfaktoren zählt und die Neurodermitis negativ beeinflusst. Neue Strategien im Umgang mit Stress zu entwickeln oder Belastungen zu vermeiden kann den Umgang mit der Neurodermitis erleichtern und zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen.

Was ist Stress?
Stress ist eine Reaktion des Körpers auf Herausforderungen oder Belastungen. Diese können von innen oder von außen kommen, körperlich oder psychisch sein. So können z. B. eigene Einstellungen, Erwartungen oder Befürchtungen, Lärm oder Zeitmangel Stress erzeugen. Kurzfristig kann Stress Energien freisetzen, z. B. bei sportlichen Herausforderungen. Langfristig führt Stress jedoch zur Erschöpfung und kann etwa die Schmerzempfindlichkeit erhöhen sowie zu Müdigkeit oder gedrückter Stimmung führen.

Strategien gegen Stress

  • Stressvermeidung: Der effektivste Weg, mit Stress umzugehen, ist, Belastungen im Leben zu beseitigen oder zu verändern. Auch kleine Schritte können bereits zu Veränderungen führen: ein klärendes Gespräch, die Anforderungen an sich selbst zu überdenken und neu auszurichten, am Zeitmanagement zu arbeiten oder auch einfach einmal Nein zu sagen.
  • Stressbewältigung: Es lässt sich nicht jede Stressquelle ausschalten. Die Neurodermitis zählt z. B. zu den Belastungen, die ein stetiger Begleiter sind. Eine gezielte Stressbewältigung ist daher eine weitere Möglichkeit, Stress zu begegnen. Stressbewältigung bedeutet, dass nicht die Stressquelle selbst, sondern die eigene Einstellung zu ihr verändert wird. Entspannung ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Mittel. Gezielte Entspannungstechniken, etwa autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung, können dabei helfen.
  • Positive Krankheitsverarbeitung: Jeder geht mit Neurodermitis anders um. Ziel sollte es jedoch sein, dass es im Laufe der Zeit gelingt, Strategien zu entwickeln, die den Umgang mit der Erkrankung erleichtern und zu ihrer Akzeptanz führen. Ein aktiver Umgang mit der Neurodermitis, gut über die Erkrankung informiert zu sein oder der Austausch mit anderen Betroffenen sind Aspekte, die günstig bei der Krankheitsverarbeitung sein können. Wird die Krankheitsbewältigung zu einer zu großen Hürde, kann Unterstützung neue Perspektiven eröffnen. Dazu zählt eine Psychotherapie oder ein Coaching.

Entspannung gegen Stress

Entspannung ist ein wichtiges Mittel gegen Stress. Sie löst Spannung und baut dadurch Stress ab. Stressreaktionen des Körpers können dadurch entschärft und negative Spannungen abgebaut werden. Haben Sie bereits Ihr persönliches Entspannungsrezept gefunden? Das Erlernen einer Entspannungstechnik kann Ihnen zu mehr Ausgeglichenheit im Leben verhelfen. Yoga, autogenes Training, Meditation oder Achtsamkeitstraining sind Beispiele dafür. Doch vielleicht ist auch ein Hobby, Sport, Lesen oder einfach ein Spaziergang im Wald der Entspannungsweg, der zu Ihnen passt. Finden Sie heraus, was Ihnen guttut.

Fünf Alltagstipps für mehr Entspannung

  1. Nehmen Sie sich bewusst Zeit für sich selbst:
    Planen Sie z. B. Zeiten fest ein, die nur für Sie und Dinge reserviert sind, die Ihnen guttun.
  2. Entspannen Sie Ihren Körper:
    Wenn Sie merken, dass Sie eine verspannte Körperhaltung haben, z. B. beim Sitzen, recken und strecken Sie sich einmal gründlich und lockern Sie Ihre Muskeln.
  3. Achten Sie auf eine tiefe und ruhige Atmung:
    Ein paar tiefe und bewusste Atemzüge können zur Entspannung beitragen.
  4. Schalten Sie ab:
    Machen Sie Ihr Handy aus, schalten Sie das Telefon auf stumm, fahren Sie Ihr E-Mail-Programm herunter und schließen Sie die Tür. Genießen Sie die Ruhe.
  5. Entfliehen Sie der Hektik:
    Um Sie herum herrscht Unruhe? Entziehen Sie sich einen Moment und tun Sie einfach nichts, schauen Sie ins Leere und lassen Sie die Gedanken kommen und gehen.

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  • Titel der Broschüre Stress und Bewältigungsstrategien bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen
    Stress und Bewältigungsstrategien bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen
    Info-Broschüre
    2.36 MB


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Ernährung

Das Wichtigste vorweg: Nein, es gibt keine Neurodermitis-Diät. Trotzdem kann die Ernährung einen Einfluss auf die Erkrankung nehmen. Bei Menschen mit Neurodermitis sind dafür meist Allergien verantwortlich. Das trifft jedoch nicht auf jeden zu.

Es kursieren viele Empfehlungen für Betroffene, welche Lebensmittel bevorzugt oder weggelassen werden sollten. Davon sollten Sie sich jedoch nicht beirren lassen. Wenn Sie den Wunsch haben, an Ihrer Ernährung etwas zu ändern, sollten Sie individuell und gemeinsam mit Ihrem Hautarzt bzw. mit einem Allergologen herausfinden, ob einzelne Nahrungsbestandteile für Sie unverträglich sind oder ob eine Allergie vorliegt. Darüber hinaus kann eine ausgewogene und gesunde Ernährung positive Impulse setzen und zu Ihrem Wohlbefinden beitragen.

Neurodermitis, Allergien und Ernährung

Nahrungsmittelallergie, Kreuzallergie oder eine Unverträglichkeit – wenn es Reaktionen auf Lebensmittel bei Neurodermitis gibt, können verschiedene Mechanismen dahinterstecken.

Als Nahrungsmittelallergie wird eine allergische Reaktion auf einzelne Nahrungsmittel bezeichnet. Es kommt zu einer überschießenden Immunreaktion auf eigentlich harmlose Nahrungsbestandteile. Bei Neurodermitis führt das zu einer Reaktion der Haut. Zu den Lebensmitteln, die häufiger eine Nahrungsmittelallergie auslösen, gehören zum Beispiel Kuhmilch, Hühnerei, Fisch oder Nüsse.

Bei einer Kreuzallergie kommt es zu einer Reaktion zwischen Pollenallergenen und Allergenen, die in Nahrungsmitteln enthalten und die strukturverwandt sind. Menschen mit Heuschnupfen reagieren bei einer Kreuzallergie auf diese Nahrungsmittelallergene. Auch eine Kreuzallergie kann Auswirkungen auf die Neurodermitis haben. Beispiele von Kreuzallergien sind bei Birkenpollen u. a. eine Reaktion auf Äpfel, Birnen, Nüsse oder Karotten.

Bei Neurodermitis kann es auch zu einer Reaktion der Haut auf Lebensmittel kommen, ohne dass eine allergische Reaktion damit in Zusammenhang steht. Auslöser können z. B. künstliche Inhaltsstoffe in verarbeiteten Lebensmitteln wie Geschmacksverstärker, Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe sein, aber auch Zitrusfrüchte oder histaminhaltige Lebensmittel wie Käse oder Rotwein. Es ist jedoch häufig schwierig, den direkten Zusammenhang mit einer Hautreaktion nachzuweisen.

Mit dem Neurodermitis-Tagebuch Allergien auf der Spur

Ein Neurodermitis-Tagebuch kann Ihnen helfen herauszufinden, ob es Nahrungsmittel gibt, die zu einer Verschlechterung der Haut führen. Dafür notieren Sie über einen bestimmten Zeitraum, was Sie gegessen haben, und parallel dazu, ob sich Ihr Hautzustand verändert hat.

Wenn Sie durch Ihre Aufzeichnungen einen Verdacht bekommen, dass bestimmte Lebensmittel eine Reaktion hervorrufen, wenden Sie sich an Ihren Hautarzt, damit er untersucht, ob zum Beispiel eine Allergie vorliegt.

Ist durch Ihren Arzt bestätigt, dass Sie auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren und diese meiden sollten, kann eine Ernährungsberatung eine gute Unterstützung sein, um Ihre Ernährung an die neuen Bedürfnisse anzupassen.

Essen und Trinken – ausgewogen und abwechslungsreich

Die wichtigste Empfehlung für die Ernährung bei Neurodermitis ist, dass Sie Ihren Speiseplan unter Berücksichtigung individueller Allergien oder Unverträglichkeiten gesund und abwechslungsreich gestalten. Die 10 Punkte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bieten eine gute Orientierung für eine gesunde Ernährungsweise:

  1. Essen Sie vielseitig und abwechslungsreich. Geben Sie pflanzlichen Lebensmitteln den Vorzug.
  2. Sorgen Sie täglich für drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst auf Ihrem Speiseplan.
  3. Wählen Sie bei Getreideprodukten – Brot, Nudeln, Mehl – besser Vollkorn- als Weißmehl.
  4. Essen Sie Milch und Milchprodukte täglich, Fisch ein- bis zweimal wöchentlich und Fleisch nicht mehr als 300 bis 600 g pro Woche.
  5. Greifen Sie bei Fetten auf pflanzliche Öle, zum Beispiel Rapsöl, zurück.
  6. Genießen Sie Zucker und Salz in Maßen!
  7. Trinken Sie ausreichend, etwa 1,5 Liter pro Tag, am besten Wasser.
  8. Achten Sie auf eine schonende Zubereitung Ihrer Speisen. Garen Sie Lebensmittel so lange wie nötig und so kurz wie möglich.
  9. Nehmen Sie sich Zeit für das Essen und genießen Sie Ihre Mahlzeiten.
  10. Nutzen Sie eine gesunde Ernährung, in Verbindung mit Bewegung, um mit Ihrem Gewicht im Gleichgewicht zu bleiben.
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Sport und Bewegung

Bewegung ist Teil eines gesunden Lebensstils und regelmäßiger Sport eine Wohltat für Körper und Seele. Das gilt auch, wenn Sie Neurodermitis haben. Die Erkrankung ist kein Grund, zur Couchpotato zu werden. Empfehlenswert ist jedoch, hautfreundlich aktiv zu werden.

Wenn Sie regelmäßige sportliche Aktivität in Ihren Alltag einbinden, können Sie viele positive Effekte für sich verzeichnen. Sport steigert das allgemeine Wohlbefinden, die Gesundheit und die Lebensqualität.

  • Durch regelmäßiges Training können Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordinationsvermögen verbessert werden. Zudem wird der Bewegungsapparat gestärkt.
  • Das Herz-Kreislauf-System profitiert, die Atmung wird gekräftigt und der Stoffwechsel angekurbelt.
  • Sport hilft gegen Stress: Stresshormone werden abgebaut, die Stresstoleranz kann erhöht werden und die Grundstimmung kann sich heben.
  • Körperliche Aktivität wirkt sich auf unterschiedliche Immunzellen aus und kann so das Immunsystem stärken.

Hautfreundlich in Bewegung kommen

Sport mit Neurodermitis ist kein Problem. Die Haut ist bei Neurodermitis jedoch besonders empfindlich, zusätzliche Reizungen der Haut sollten vermieden werden. Achten Sie auch beim Sport auf eine sorgfältige Hautpflege. Die passende Pflege nach dem Sport kann vor weiterem Austrocknen schützen.

Bei Sportarten im Freien sollten Sie auf einen guten Sonnenschutz zurückgreifen. Nutzen Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor sowie mit UVA- und UVB-Filter. In der Mittagszeit, wenn die Sonnenstrahlung am stärksten ist, sollten Sie die Sonne besser meiden.

Vermehrtes Schwitzen oder ein Wärmestau kann die Haut reizen und Juckreiz fördern. Leichte, weiche und atmungsaktive Kleidung, die nicht scheuert, kann helfen, dass Feuchtigkeit abtransportiert wird und Reizungen vermieden werden. Die Dusche nach dem Sport sollte nicht zu heiß – höchstens Körpertemperatur – und nicht zu lang sein, um die Haut nicht zusätzlich zu belasten.

Vor dem Schwimmen im Chlorwasser sollte die Haut gründlich gepflegt werden, da Chlor die Haut reizen kann. Salzwasser hingegen kann einen positiven Effekt haben.

Sport-Tipps: So kommen Sie in Schwung

  • Ohne Spaß läuft nichts: Finden Sie eine Sportart, die zu Ihnen passt. Was ist Ihnen wichtig beim Sport? Gemeinsam trainieren? Draußen unterwegs sein? Probieren Sie neue Sportarten aus, bis Sie Ihre Bewegungsform gefunden haben.
  • Setzen Sie sich realistische Ziele beim Sport. Starten Sie langsam und steigern Sie Ihr Trainingsprogramm Schritt für Schritt.
  • Hören Sie auf Ihren Körper und akzeptieren Sie Ihre Leistungsgrenzen. Richten Sie Ihr Sportprogramm an Ihren persönlichen Bedürfnissen aus.
  • Suchen Sie sich Trainingspartner. Zusammen in Bewegung zu kommen motiviert. Auch ein Sportverein oder Kurse im Fitnessstudio geben Gelegenheit für gemeinsame Bewegung.
  • Setzen Sie sich feste Termine für Ihr Sportprogramm. Wenn Sie jede Woche zur gleichen Zeit trainieren, finden Sie leichter in Ihre Bewegungsroutine.

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  • Titel der Broschüre Sport und Bewegung mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen
    Sport und Bewegung mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen
    Info-Broschüre
    4.02 MB


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