Wie erkenne ich rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis kann schleichend, aber auch ganz plötzlich anfangen. Zu Beginn der Krankheit variieren die Symptome und können nicht immer gleich richtig zugeordnet werden.

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Frühzeitiges Erkennen kann bleibende Schäden an Gelenken verhindern

Bis zur Diagnose „rheumatoide Arthritis“ ist es oft ein langer Weg. Dabei ist es wichtig, die Krankheit so früh wie möglich zu erkennen. Die rechtzeitige Behandlung kann helfen, eine dauerhafte Schädigung der Gelenke zu vermeiden.

Wie erkenne ich eine rheumatoide Arthritis (RA)? Oft fühlt sich eine RA am Anfang wie eine langwierige Grippe an. Viele Betroffene fühlen sich müde, erschöpft, appetitlos und haben eine erhöhte Körpertemperatur bis hin zu leichtem Fieber. In dieser Phase ist es für den Arzt nicht immer ganz einfach, anhand der Symptome eine RA festzustellen.

Die Krankheit verläuft bei jedem anders

Eine RA kann ganz plötzlich bei Ihnen anfangen oder sich schleichend verstärken. Wichtig ist für Sie zu wissen, dass eine RA zwar eine Erkrankung der Gelenke ist, sie jedoch auch Weichteile an Ihren Gelenken, wie Sehnen, Sehnenansätze und Bänder, betreffen kann. Und es gibt noch weitere Symptome: Ihre Gelenke können sich nach dem Aufstehen steif und unbeweglich anfühlen. Diese Morgensteifigkeit kann über eine Stunde anhalten und sich erst im weiteren Tagesverlauf oder nach Bewegung verbessern.

Wenn Sie zudem Schwellungen und Schmerzen in mindestens drei Gelenken spüren, diese Beschwerden schubweise kommen und über mehr als sechs Wochen anhalten, ist es ratsam einen Spezialisten aufzusuchen. Mit einer frühzeitigen Behandlung können bleibende Gelenkschäden verhindert werden.

Es ist wichtig zu wissen, dass eine RA auch mit Beschwerden an anderen Organen, zum Beispiel Haut, Augen, Lunge, Nieren oder Herz, einhergehen kann. Diese Symptome sollten von dem entsprechenden Facharzt, zum Beispiel Augen- oder Hautarzt, versorgt werden. Darüber hinaus kann sich eine konsequente und langfristige Behandlung der RA auch positiv auf die Beschwerden außerhalb der Gelenke auswirken.

Krankheiten mit ähnlichen Symptomen ausschließen

Der Experte für die RA ist der Rheumatologe. Er kennt sich mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen aus und hat die Erfahrung, alle nötigen Untersuchungen auszuführen, eine Diagnose zu stellen und die individuell geeignete medikamentöse Behandlung auszuwählen. Um die richtige Diagnose zu stellen und andere Krankheiten auszuschließen, wird Ihr Rheumatologe die Ergebnisse unterschiedlicher Untersuchungen heranziehen.

Zunächst stehen das Gespräch und die körperliche Untersuchung an. Darin fragt der Arzt konkret die Krankengeschichte ab. So kann er erfahren, welche Beschwerden wann begonnen haben, ob es in Ihrer Familie weitere Fälle von rheumatischen Erkrankungen gibt und ob andere Krankheiten vorliegen. Dies sind erste Hinweise, ob es sich um RA handeln könnte. Bei der körperlichen Untersuchung kann er zudem ertasten, ob bei Ihnen Schwellungen in den Gelenken vorhanden sind. Danach wird er verschiedene Blutanalysen vornehmen. Zwar gibt es keinen bestimmten Laborwert, mit dem sich RA eindeutig nachweisen lässt. Trotzdem sind diese Laboruntersuchungen wichtig, um bestimmte Hinweise zur Diagnose zu erhalten.

Einen wichtigen Platz nehmen zudem bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall (Sonografie) und Magnetresonanztomografie (MRT) für die Diagnose und Verlaufskontrolle der RA ein. Vor allem die beiden letzten Methoden ermöglichen es, schon sehr früh zu erkennen, ob Gelenke entzündet sind oder sogar schon eine Schädigung des Knochens vorliegt. Steht schließlich die Diagnose fest, kann Ihr Rheumatologe mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan aufstellen und eine wirksame Therapie einleiten.

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