Was ist Morbus Bechterew

Morbus Bechterew ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule. Sie zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Der Körper greift dabei Knorpel- und Knochengewebe an.

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Die Fehlreaktion des Immunsystems kann zu Veränderungen am Knochen führen

Morbus Bechterew zählt zu den axialen Spondyloarthritiden und wird auch ankylosierende Spondylitis genannt. Die entzündlich-rheumatische Erkrankung macht sich meist in den Wirbelgelenken und den Kreuz-Darmbein-Gelenken des Beckens bemerkbar.

Was ist Morbus Bechterew?

Morbus Bechterew, auch ankylosierende Spondylitis (AS), ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule. Sie zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Normalerweise erkennt und bekämpft das Immunsystem Eindringlinge wie Viren oder Bakterien. Das zeigt sich in Form einer Entzündung. Bei Morbus Bechterew jedoch richtet sich die körpereigene Abwehr gegen Knochen- und Knorpelgewebe und lässt dadurch vor allem in Wirbelsäule und Kreuz-Darmbein-Gelenk Entzündungen entstehen. Gesteuert wird das Immunsystem durch unterschiedliche Botenstoffe (Zytokine). Ihre Ausschüttung ist das Signal für das Immunsystem, zu reagieren. Es gibt Zytokine, die Entzündungen auslösen und aufrechterhalten, sowie solche, die sie beenden.

Einer der entzündungsfördernden Botenstoffe ist der Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-alpha). Er ist einer der Verantwortlichen für den dauerhaften Entzündungsprozess bei Morbus Bechterew. Die Folgen sind zum Teil starke Rückenschmerzen, oft im unteren Teil der Wirbelsäule. Mitunter kann auch die Halswirbelsäule betroffen sein und Schmerzen verursachen. Bleibt die Entzündung dauerhaft unbehandelt, kann sie unter Umständen zu Veränderungen an Wirbelsäule und Gelenken führen.

Individuelle Therapie

Eine rechtzeitige und konsequente Behandlung kann das verhindern. Durch eine erfolgreiche und individuell auf Sie eingestellte Therapie ist es möglich, die Entzündung zu kontrollieren. Wenn das gelingt, lassen meist auch die Schmerzen nach. Ihre Beweglichkeit kann wieder zunehmen und Sie gewinnen Lebensqualität. Morbus Bechterew verläuft meist in Schüben. Das bedeutet, Sie können immer wieder auch Phasen haben, in denen Sie beschwerdefrei sind, und andere, in denen Sie die Beschwerden deutlich spüren. Wie lange diese Schübe jeweils dauern, wann der nächste eintritt und wie stark ausgeprägt er sein wird, lässt sich nicht voraussagen.
Einen konkreten Auslöser für Morbus Bechterew gibt es nicht. Man geht heute davon aus, dass viele Faktoren an seiner Entstehung beteiligt sind. Hierzu zählen beispielsweise Infekte der Harnwege oder des Darmtraktes, aber auch die erbliche Veranlagung. Menschen mit Morbus Bechterew tragen oft ein bestimmtes genetisches Merkmal, das sogenannte HLA-B27. Es kann nachgewiesen werden und scheint Morbus Bechterew zu begünstigen. Ein sicherer Nachweis ist es allerdings nicht. Es gibt sowohl gesunde Menschen, die das Merkmal tragen, als auch Menschen mit ankylosierender Spondylitis, die es nicht haben. Wie viele Menschen tatsächlich von Morbus Bechterew betroffen sind, lässt sich schwer sagen. Die Krankheit bleibt oft unentdeckt oder wird erst nach Jahren erkannt. Grundsätzlich kann jeder Mensch daran erkranken. Meist tritt Morbus Bechterew aber zwischen dem 15. und dem 30. Lebensjahr auf und betrifft eher Männer als Frauen.

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