Behandlung: Medikamente & Co.

Die gute Nachricht: Gegen Neurodermitis lässt sich etwas unternehmen. Hier findest Du Infos zu den unterschiedlichen Möglichkeiten der Behandlung. Zusammen mit Deinem Hautarzt kannst Du herausfinden, was Dir am besten hilft.

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Behandlung: Medikamente & Co.

Neurodermitis kann ein großer Störfaktor im Leben sein und sich auf vielen Wegen in Deinen Alltag schleichen. Du bist der Erkrankung jedoch nicht hilflos ausgeliefert, denn es gibt heute unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten, mit denen die Neurodermitis unter Kontrolle gebracht werden kann.

Die Aufgabe von Deinem Hautarzt ist es, gemeinsam mit Dir herauszufinden, welches Medikament zu Dir passt und Dir hilft. Welche Behandlung am besten für Dich ist, hängt zum Beispiel davon ab, wie stark Deine Neurodermitis ausgeprägt ist, wie alt Du bist oder was Du und Deine Haut gut vertragen.

Medikamente von innen oder außen

Grundsätzlich kann die Neurodermitis abhängig vom Schweregrad von innen oder von außen behandelt werden. Beide Formen der Behandlung können auch kombiniert werden. Auf jeden Fall gehört zusätzlich die sogenannte Basistherapie zur Behandlung.

  • Äußerliche Behandlung
    Bei der äußerlichen Behandlung werden die betroffenen Hautstellen von außen mit Cremes, Salben oder Lotionen eingecremt, die unterschiedliche Bestandteile enthalten. Das wird auch topische Behandlung genannt. Neurodermitis zeigt sich auf der Haut, und von außen wirkt auch die äußerliche Behandlung. Sie wird bei leichter bis mittelschwerer Neurodermitis angewendet. Äußerlich kann die Neurodermitis auch mit Kortisonpräparaten (auch Kortikoide oder Kortison genannt) oder sogenannten Calcineurinhemmern behandelt werden. Beide Wirkstoffe wirken gegen die Entzündung der Haut.
  • Innerliche Behandlung
    Bei der innerlichen Behandlung werden Medikamente als Tabletten eingenommen oder sie werden unter die Haut gespritzt. Das wird auch systemische Behandlung genannt. Neurodermitis hat mit dem körpereigenen Abwehrsystem (Immunsystem) zu tun, das nicht nur auf der Haut, sondern auch im Körper aktiv ist. Die Medikamente für die Behandlung von innen wirken auf diese Prozesse, die im Körper vor sich gehen. Das Ergebnis der Behandlung zeigt sich dann außen auf der Haut. Innerliche Medikamente werden bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis angewendet.

Medikamente für die innerliche Behandlung sind zum einen sogenannte Immunsuppressiva und Kortisonpräparate. Immunsuppressiva unterdrücken das körpereigene Abwehrsystem. Dadurch wirken sie gegen die Entzündung. Kortisonpräparate wirken ebenfalls entzündungshemmend. Darüber hinaus gibt es heute eine neue Generation von Medikamenten, die gezielt in das Abwehrsystem des Körpers eingreifen. Dort unterbrechen sie den Krankheitsprozess. Die Hautveränderungen und der Juckreiz können dadurch abklingen. Es handelt sich um sogenannte Biologika und JAK-Hemmer.

Wie lange wird behandelt?
Wie lange eine Behandlung dauert, ist unterschiedlich. Manche Medikamente werden so lange genommen, bis die Beschwerden weg sind oder so lange wie man sie einsetzen darf. Andere werden langfristig genommen, damit die Beschwerden nicht zurückkommen. Frag Deinen Hautarzt, wie das mit Deiner Therapie ist. Wichtig ist, dass Du nicht von allein mit der Behandlung aufhörst oder sie unterbrichst. Jede Änderung solltest Du mit Deinem Arzt besprechen.

Basistherapie: Pflegen, pflegen, pflegen

Die sogenannte Basistherapie gehört immer zur Behandlung der Neurodermitis, unabhängig davon, ob und wie sonst behandelt wird. Es gehören zwei Bestandteile zur Basistherapie:

  1. Gründliche Hautpflege
    Wenn Du Neurodermitis hast, ist Deine Haut sehr empfindlich. Die tägliche Pflege mit Cremes, Salben oder Lotionen tut der Haut gut, enthält aber keinen Wirkstoff. Damit sorgst Du dafür, dass Deine Haut besser vor Belastungen von außen geschützt ist, geschmeidiger bleibt und nicht weiter austrocknet.
  2. Provokationsfaktoren meiden
    Ist Dir schon einmal aufgefallen, dass Deine Haut z. B. auf einen kratzenden Pullover oder Pollen, falls Du im Sommer auch Heuschnupfen hast, reagiert hat und die Neurodermitis schlimmer geworden ist? Manche Menschen mit Neurodermitis reagieren auf solche sogenannten Provokationsfaktoren. Wenn Du feststellst, dass das bei Dir auch der Fall ist, solltest Du diese Faktoren meiden.
  • Übrigens: Deine Mithilfe ist gefragt! Deine Behandlung hilft Dir dabei, die Neurodermitis in Schach zu halten, damit Du möglichst wenig von ihr in Deinem Alltag eingeschränkt wirst. Nur wenn Du dranbleibst, kann sie wirken. Ruf Dir das ins Gedächtnis, wenn das ewige Eincremen oder regelmäßig an die Medikamente zu denken einmal nervt.
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