Wie wird Uveitis behandelt

Mit der richtigen Uveitis-Therapie können Sie Beschwerden wirksam und langfristig kontrollieren. Die Entzündung kann eingedämmt und ein dauerhafter Augenschaden verhindert werden.

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Ihr Behandlungsziel: Beschwerdefreiheit und uneingeschränkte Lebensqualität

Welche Uveitis-Therapie für Sie die richtige ist, hängt davon ab, welcher Bereich Ihres Auges betroffen ist, welche Ursachen der Erkrankung zugrunde liegen und wie stark die Entzündung ist. Auch eventuelle Komplikationen spielen eine Rolle.

Unzureichend behandelt kann eine Uveitis mit der Zeit zu einer dauerhaften Schädigung des Auges bis hin zur Erblindung führen. Eine individuell geeignete und wirksame Uveitis-Therapie kann das verhindern. Mit der richtigen Behandlung können Sie in der Regel ein weitgehend normales Leben führen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Uveitis behandeln zu lassen. Welche in Ihrem Fall die richtige ist, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Augenarzt.

Die häufigste Form der Uveitis-Behandlung ist die medikamentöse Therapie. Kommt es zu Komplikationen, kann eine Operation notwendig werden. Auch eine psychologische Unterstützung ist manchmal sinnvoll.

Medikamentöse Uveitis-Therapie

Liegt der Uveitis eine Infektion zugrunde, werden Medikamente gegen die jeweiligen Erreger eingesetzt. Bei einer bakteriellen Infektion sind das Antibiotika, bei Viruserkrankungen finden Virustatika Verwendung, und Antimykotika bekämpfen eine mögliche Pilzinfektion.
Bei einer nicht infektiösen Uveitis sind unter anderem Kortisonpräparate (zum Beispiel Prednisolon) geeignet, die auch als Glukokortikoide, Kortikoide, Steroide oder Kortison bezeichnet werden. Sie wirken meist schnell und können je nach Krankheitsform als Augentropfen, Salbe, Tabletten, Injektion, Infusion oder über ein Implantat verabreicht werden. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen eignen sich Kortisonpräparate allerdings nicht zu einer dauerhaften Anwendung.

Bei einer Entzündung im vorderen Augenabschnitt, wie sie bei der vorderen Uveitis oder einer Panuveitis auftreten kann, können pupillenerweiternde Augentropfen eine Verklebung von Regenbogenhaut und Linse (Synechie) verhindern oder lösen.

Immunsuppressiva (zum Beispiel Ciclosporin) unterdrücken das Immunsystem und wirken so entzündungshemmend. Sie werden eingesetzt, wenn die Entzündung besonders stark ausgeprägt ist, wirken jedoch erst nach einigen Wochen oder Monaten. Immunsuppressiva werden in Tablettenform verabreicht. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen helfen dabei, mögliche Nebenwirkungen rasch zu erkennen.

Auch mit Biologika kann eine Uveitis behandelt werden. Biologika greifen gezielt in die fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems ein und unterbrechen so den Entzündungsprozess. Die Entzündung kann dadurch langfristig kontrolliert werden. Biologika kommen bei der Behandlung einer mittleren und hinteren Uveitis oder einer Panuveitis bei Erwachsenen zum Einsatz, wenn der Erkrankung keine Infektion zugrunde liegt. Wirkt das Medikament und wird es vertragen, kann es zur langfristigen Kontrolle der Erkrankung eingesetzt werden. Auch hier sind regelmäßige Untersuchungen nötig, um eventuell auftretende Nebenwirkungen schnell zur erkennen.

Biosimilars sind Nachahmerprodukte von originalen Biologika, bei denen es sich um sehr komplexe Arzneimittel handelt. Im Gegensatz zu Nachahmerpräparaten herkömmlicher, chemischer Arzneimittel (Generika), sind Biosimilars nicht mit dem Originalprodukt identisch, sondern ähneln diesem lediglich. Biologika und Biosimilars werden mit Hilfe von Zellen hergestellt. Da für Biosimilars andere Zellen verwendet werden als für die ursprünglichen Biologika, weicht der Herstellungsprozess ab. Aus diesem Grund können sich auch die Wirksamkeit und das Sicherheitsprofil eines Biosimilars von dem des Original-Biologikums unterscheiden. Ausführliche Informationen zu Biosimilars erhalten Sie auf www.biologika-info.de.

Nähere Informationen zu den hier genannten Medikamenten und möglichen Nebenwirkungen erhalten Sie bei Ihrem behandelnden Arzt oder einem Apotheker.

Operationen als Möglichkeit der Uveitis-Therapie

Einige Komplikationen, die im Zusammenhang mit einer Uveitis auftreten können, machen möglicherweise einen operativen Eingriff nötig. Das ist beispielsweise bei einem grauen Star der Fall. Im Rahmen einer Katarakt-Operation wird hier die eingetrübte Linse durch eine künstliche Linse ersetzt. Als grüner Star oder Glaukom werden verschiedene Augenerkrankungen bezeichnet, die den Sehnerv schädigen und das Sehvermögen dauerhaft einschränken können. Die häufigste Ursache für ein Glaukom ist ein erhöhter Augeninnendruck. Dieser kann durch verschiedene Operationsmethoden, wie beispielsweise durch eine Trabekulektomie, gesenkt werden. Dabei wird im schwammartigen Gewebe des Kammerwinkels, dem Trabekelwerk, eine Öffnung zur vorderen Augenkammer eingefügt, über die das Augenwasser abfließen kann. Eine Glaskörperentfernung (Pars-plana-Vitrektomie) kann nötig werden, wenn sich die Netzhaut ablöst oder der Glaskörper eintrübt. Mit einem Laser (Laserkoagulation) oder einer Vereisung (Kryokoagulation) können Veränderungen der Netzhaut behandelt werden.

Psychologische Unterstützung

Eine Uveitis kann die Seele belasten. Schmerzen, Einschränkungen und Sorgen darüber, wie sich die Erkrankung weiterentwickelt, können die Lebensqualität einschränken. Psychologische Unterstützung kann Ihnen helfen, Ihre Erkrankung besser zu bewältigen. Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt darauf an. Er kann einschätzen, ob psychologische Hilfe sinnvoll ist, und Sie an entsprechende Ansprechpartner verweisen.

Therapie aktiv unterstützen

Egal für welche Uveitis-Therapie Sie sich gemeinsam mit Ihrem behandelnden Augenarzt entscheiden: Ihre aktive Mitarbeit ist gefragt. Dazu gehört beispielsweise, Ihre Medikamente gewissenhaft und regelmäßig einzunehmen und Kontrolltermine wahrzunehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt über Ihre Erwartungen, Ängste und Bedürfnisse. Informieren Sie ihn auch, wenn die Therapie nicht die gewünschte Wirkung zeigt. Gemeinsam können Sie herausfinden, welche Alternativen Ihnen zur Verfügung stehen. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen, wenn Sie etwas nicht verstehen. Je mehr Sie hinter Ihrer Therapie stehen und dabei mitwirken, umso eher kann die Behandlung zum gewünschten Erfolg führen.

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