Nur Mut

Lass dich von Acne inversa nicht unterkriegen

Acne inversa kann im Leben sehr einschneidend sein und dich psychisch, körperlich und sozial belasten. Verzweiflung, Enttäuschung und Wut – von negativen Gefühlen über den eigenen Körper, die Reaktionen des Umfelds oder den Behandlungserfolg berichten viele Betroffene.

Diese Webseite möchte dir bei deinem Weg mit der Erkrankung zur Seite stehen und dich ermutigen, offen damit umzugehen. Hier findest du Berichte anderer Menschen mit Acne inversa, Informationen zu Veranstaltungen in deiner Nähe und wie wichtig es ist, frühzeitig einen Spezialisten aufzusuchen.

Dein Hautarzt kann dir bei der Wahl der geeigneten Therapie helfen. Sei mutig und trau dich, mit ihm darüber zu sprechen und lerne, mit Acne inversa bestmöglich zu leben.

Acne inversa Patienten berichten

„Nehmt Euer Leben in die Hand“ – Acne inversa Patienten berichten, wie die Erkrankung sie geprägt hat und warum sie den Entschluss gefasst haben, nicht aufzugeben.

Carolin

Erste Symptome zeigten sich bei der 33-jährigen Carolin bereits in der Pubertät. Damals hielt sie die Hautveränderungen fälschlicherweise für Insektenstiche, die statt zu jucken eher schmerzhaft waren. Als sich die Symptome verschlimmerten und Knoten und Abszesse entstanden, konnten ihr die Ärzte zunächst nicht weiterhelfen – bis ein Chirurg endlich den entscheidenden Hinweis lieferte und damit die Diagnose ermöglichte: Carolin hat Acne inversa. Mittlerweile hat sie gelernt, mit der Erkrankung zu leben und möchte anderen Menschen mit Acne inversa Mut machen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

„So wie viele hatte ich in der Pubertät gewöhnliche Akne im Gesicht, im Dekolleté und dem Rücken“, erklärt Carolin. Deshalb beachtete sie die Hautveränderungen an für Akne eher untypischen Körperstellen wie unter den Achseln und in der Leistengegend erst gar nicht richtig. „Ich dachte damals, das seien Insektenstiche.“ Doch nach und nach wurden aus den betroffenen Stellen schmerzhafte Knoten und Abszesse. Diese heilten mit der Zeit ab, bildeten sich danach aber immer wieder neu. Als Carolin verschiedene Ärzte aufsuchte, konnten diese ihr nicht helfen: „Ich musste mich häufig mit Aussagen wie ‚das hat man halt mal‘ zufriedengeben. Und das tat ich erst einmal auch.“

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An ein normales Leben war nicht zu denken
Ein paar Jahre später verschlechterte sich Carolins Zustand: Die Abstände zwischen dem Auftreten der Abszesse wurden immer kürzer – die Schmerzen schlimmer. „Ich konnte nicht mehr sitzen“, erinnert sich die 33-Jährige an die schreckliche Situation.

Der erste Schub
Heute weiß Carolin, dass sie damals ihren ersten Schub hatte. Zwei Jahre später kam der nächste. Die schmerzenden Abszesse wurden operativ entfernt. Noch während der OP vermutete der behandelnde Arzt, dass deren Ursache eine chronische Erkrankung sein könnte. Die Untersuchung des Gewebes schuf Gewissheit: Carolin hat Acne inversa. „Damals waren ich und meine Familie so erleichtert, endlich Klarheit über die Beschwerden zu haben,“ erinnnert sie sich.

„Da habe ich mich zum ersten Mal sehr unwohl gefühlt“
Obwohl Carolin viel Unterstützung und Verständnis durch ihr Umfeld erfährt, ist ihr ein negatives Erlebnis ganz besonders im Gedächtnis geblieben. Ausgerechnet im Krankenhaus kommentierte eine Krankenschwester während der OP-Nachsorge ihre Narben: „Das sieht aber schlimm aus, da sind sie ja wirklich gebeutelt!“ „Da habe ich mich zum ersten Mal sehr unwohl gefühlt“, berichtet sie.

Spaß am Leben trotz der Erkrankung
Mittlerweile kennt Carolin ihren Körper und die Anzeichen für einen Schub gut. Sie verzichtet sicherheitshalber auf mögliche Auslöser, wie Alkohol, Zigaretten und Stress. Mit Hilfe von Medikamenten lebt sie seit einigen Monaten symptomfrei und versucht ein normales Leben zu führen. Nach wie vor geht sie ihrer großen Leidenschaft, dem Mountainbiken, nach und ist sportlich sehr aktiv. „Auch im Berufsleben versuche ich, mich nicht einschränken zu lassen und plane, demnächst meinen Doktor zu machen“, so die studierte Rehabilitationspädagogin.

Mit ihrer positiven und lebensbejahenden Art möchte Carolin anderen Betroffenen Mut machen: „Es ist wichtig, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und sein Leben in die Hand zu nehmen“, betont die 33-Jährige. Sie plädiert außerdem für Offenheit im Umgang mit der Erkrankung und möchte mit ihrer Geschichte auf Acne inversa aufmerksam machen, „um Anderen einen langen Leidensweg zu ersparen“.

Michael

„Zu wissen, dass ich der Acne inversa Einhalt gebieten kann, macht mir Mut!“

Es war ein langer Weg bis zum Acne-inversa-Spezialisten
Ich leide seit Anfang 1996 an Acne inversa. Begonnen hat es mit einem Steißbeinabszess, der sich binnen kurzer Zeit zu einer Steißbeinfistel entwickelte. Meine Diagnose stellte ich zunächst mithilfe des Internets und eines Acne-inversa-Forums selbst, weil mir damals kein Arzt helfen konnte. Erst einige Jahre später wurde sie dann offiziell von Ärzten bestätigt.

Lange Zeit bedeutete die Erkrankung Schmerzen, Selbstzweifel und Ekel
Heute spielt die Acne inversa im Alltag für mich eher eine untergeordnete Rolle. Meistens denke ich nicht groß daran. Es gab jedoch Zeiten, in denen das ganz anders aussah. Damals wurde mein gesamter Alltag von der Erkrankung bestimmt. Es fing schon morgens im Bad an: Ich musste nässende und eiternden Stellen mit Verbänden, Kompressen und allerhand anderen Dingen versorgen. Im Laufe des Tages mussten die Verbände immer wieder gewechselt werden. Schmerzen, Selbstzweifel, Ekel und Selbstablehnung bis hin zu starken Depressionen waren die Folgen.

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Heute bin ich der Acne inversa nicht mehr ausgeliefert
Irgendwann jedoch, ausgelöst durch eine unüberlegte beiläufige Bemerkung meiner damaligen Lebensgefährtin, wollte ich mein Gewicht reduzieren. Ich empfand es mit 165 kg selbst deutlich zu hoch. Das war mein persönlicher Wendepunkt, an dem ich begonnen habe, selbst etwas zu unternehmen, um die Acne inversa in ihre Schranken zu weisen. Also suchte ich nach Wegen, schnell Gewicht zu verlieren. Allerdings wollte ich die Pfunde nicht nur radikal, sondern auch gesund purzeln lassen. Ich recherchierte zum Thema gesunde Ernährung, las Blogs, sah mir YouTube-Videos an und las Bücher darüber. Nach etwa vier Wochen Nachforschung hatte ich meinen persönlichen Weg für die Ernährungsumstellung gefunden: rein pflanzlich, wenig Fett, mehr Kohlenhydrate. Sich mit der Ernährung auseinanderzusetzen hat sich für mich gelohnt. Knapp sechs Monate später war ich 30 kg leichter, fitter, wacher und energiegeladener als je zuvor.

Ich habe die Krankheit im Griff und nicht umgekehrt
Der Erfolg machte mir Mut, weitere Ziele anzupeilen. Ich gab das Rauchen auf. Das verschaffte mir eine große Erleichterung, denn bei mir ist Nikotin ein absoluter Triggerfaktor. Insgesamt habe ich mein Leben komplett umgestellt. Jedoch nicht so, wie es mir die Acne inversa diktiert, sondern so, wie es mir guttut. Abszesse treten heute bei mir in der Regel nur noch in extremen Stresssituationen auf. Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen, dass ich die Krankheit im Griff habe. Kein Vergleich zu damaligen Zeiten. Inzwischen bin ich sogar begeisterter Saunagänger. Auch dies trägt meiner Meinung nach dazu bei, denn Saunieren tut meinem Körper und meiner Seele gut.

Ich denke also, die Kombination aus gesunder Ernährung, Rauchstopp und Stressreduktion ist –zumindest für mich – der heilige Weg zu einem Alltag, der überwiegend frei von Acne inversa ist. Ich werde nicht mehr permanent daran erinnert, an einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung zu leiden.

In der Selbsthilfe kann ich Kraft schöpfen und weitergeben
In schwierigen Phasen hilft es mir, mich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Aber auch meine ehrenamtliche Arbeit in der Acne-inversa-Selbsthilfe gibt mir Kraft. Mir hilft es auf jeden Fall, über die Krankheit zu reden. Ob nun mit anderen Betroffenen oder auch in der Öffentlichkeit, um aufzuklären. Es macht mir Mut, dass ich in der Lage bin, anderen zumindest ein kleines Stück weit helfen zu können.

Zu wissen, dass ich nicht alleine dastehe und teils auch fremde Menschen äußerst hilfsbereit zu mir und anderen sind. Erleben zu dürfen, wie aus solchen zufälligen Begegnungen auch Freundschaften oder sogar Liebe entstehen kann. Zu wissen, dass ich selbst durch entsprechende Maßnahmen in der Lage bin, meiner Erkrankung zumindest teilweise Einhalt zu gebieten. Diese Dinge machen mir Mut, mit meiner Erkrankung umzugehen.

Christian

„Acne inversa hat mir viel genommen, aber auch den Willen gegeben, niemals aufzugeben!“

Die Acne inversa bestimmte meinen Alltag
Mein Name ist Christian, seit sieben Jahren bin ich an einer sehr schweren Form von Acne inversa erkrankt. Ich stand kurz vor dem Ende meiner Ausbildung, als ich einen kleinen Pickel in meiner linken Achsel spürte. Das war der Anfang einer langen Leidensgeschichte. Denn aus diesem Pickel wurde nach ein paar Wochen ein äußerst schmerzhafter Abszess, der immer größer wurde. Es folgte ein zweiter Abszess. Alles spitzte sich so zu, dass ich meine Arme nicht mehr anwinkeln konnte. Ich konnte kaum noch Auto fahren, hatte massiven Schlafmangel und konnte mir nicht mal mehr einen Pullover ohne Schmerzen anziehen. Bei der Arbeit musste ich mich krankmelden. Ich bin ein sehr lebenslustiger und humorvoller Mensch, der für jeden Spaß zu haben ist. Mit der Acne inversa hat sich das zunächst geändert.

Die schnelle Diagnose durch den spezialisierten Hautarzt
Ich hatte Glück, denn bei mir wurde die Erkrankung sehr schnell, bereits nach etwa drei Monaten, diagnostiziert. Darüber hinaus hat mich mein Hautarzt direkt weiter in eine spezialisierte Klinik überwiesen. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit. Leider haben viele Menschen mit Acne inversa nicht so ein „Glück im Unglück“. Die Behandlung durch einen spezialisierten Hautarzt ist wichtig, um die Acne inversa bestmöglich zu kontrollieren. Es kann sich daher lohnen, den Mut zu haben, zu einem Experten oder einer Klinik zu wechseln.

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Vier große Operationen – jedes Mal vier Wochen ausgeschaltet
Ich hatte innerhalb der letzten sieben Jahre vier große Operationen: Beide Achseln, Genital- und Analbereich wurden saniert. Jedes Mal war ich vier Wochen in stationärer Behandlung. Auch wenn es vier sehr schlimme Wochen voller Schmerzen für mich waren, so war es jedoch die richtige Entscheidung, denn selbst der größte Schmerz ist irgendwann einmal vergessen.

Ich bin mental sehr gefestigt, dennoch hat mir die Acne inversa sehr viel genommen! Sie hat meine damalige Beziehung zerstört und mir meinen Job zunichtegemacht. Ich konnte zeitweise weder sitzen oder laufen noch liegen.

Rückhalt von Familie und Freunden gibt mir Kraft
Große Unterstützung habe ich immer von meinen Eltern erfahren. Sie haben mir Rückhalt gegeben, mir bei den Verbandswechseln geholfen und mich in die Klinik gefahren. Auch meine Freunde haben großen Anteil daran, dass ich wieder zu meiner alten Stärke gefunden habe. Es ist wichtig, als „normaler Mensch“ behandelt zu werden und zu wissen, dass trotzdem Verständnis da ist, wenn man nicht alle Aktivitäten mitmachen kann oder einfach einmal einen schlechten Tag hat. Ohne Familie und Freunde wäre es mir einfach unmöglich, der Krankheit etwas entgegenzusetzen.

Mit meinem Hautarzt auf Augenhöhe für die passende Behandlung
Genauso wichtig ist es für mich aber auch, einen Hautarzt zu haben, der mich ernst nimmt. Der sich meiner annimmt und mit dem ich auf Augenhöhe sprechen kann. Es ist essentiell, gehört zu werden, um gemeinsam die passende Therapie zu finden.

Heute bin ich ein anderer Mensch. Auch wenn die Erkrankung mir einiges genommen hat, so habe ich durch sie gelernt niemals aufzugeben, auch wenn es oft hoffnungslos scheint. Ich habe die Acne inversa als einen Teil von mir akzeptiert. Dank der Behandlungen kann ich wieder einen annähernd normalen Alltag bestreiten und ein nahezu beschwerdefreies Leben leben.

„HUCH, WAS IST DAS DENN?“, habe ich nur gedacht und mich gewundert warum ich plötzlich einen großen Fleck auf dem T-Shirt unter der Achsel hatte, der nicht nach Schweiß sondern nach Eiter und Blut roch und mir nun Schmerzen bereitete.

Mitten im Badmintontraining in der 12. Gymnasialklasse (mit 17 Jahren) ist es passiert. Die kleine Kugel, die ich bis dahin schlichtweg ignoriert hatte, hat sich durch die Haut geöffnet und ihr Geheimnis preisgegeben. Nach diesem Schreck- und Ekelmoment und dem anschließenden Arztbesuch war ich noch nicht wesentlich schlauer.“ Ein Abszess, den wir nun säubern und verbinden werden,“ hieß es damals vom Hausarzt. Von Acne inversa war erstmal keine Rede. Das kannte damals, glaube ich, kein Arzt.

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Von da an hatte ich jährlich an den verschiedensten Stellen (Achsel, Leiste, Nabel, Afterregion) immer einen dieser wiederkehrenden großen „Ping Pong Bälle“ die sich nach ein bis zwei Wochen lokaler Schmerzen entleerten und chirurgisch „saubergemacht“, oder anders gesagt „saniert“ wurden. Besonders ungünstig war einer, der sich kurz vor der Geburt meines ersten Kindes im Geburtsbereich präsentiert hat und mich verzweifeln lies.

Ich, damals 32 Jahre alt, mit zahlreichen Beulen, bin beruflich und familiengebunden nach Spanien ausgewandert. Auch hier wurde ich anfangs vom Arzt zum Chirurgen hin- und zurückgeschickt worden, bis sich die beiden mehr für meinen Fall interessierten und zusammen mit einem Hautarzt intensiv nachforschten.

Vor drei Jahren (mit 38 Jahren) bekam ich endlich die Diagnose „Acne inversa“, die dann langerhoffte Ersatztherapien für mich bedeutete: Einstufung in eine Hurley-Skala, alternative Antibiotika und eine Behandlung mit Biologika. Auch habe ich in den letzten Jahren gelernt mehr auf meinen Körper zu achten. Dazu zählt selbstverständlich die Ernährung, Vorbeugen von Hautreizungen durch zu enge Kleidung, ständige Salbenanwendung (vor allem hier in der spanischen Sommerhitze) und ein Achten auf erste Anzeichen von Abszessen. Mir selbst hilft außerdem das Baden im salzhaltigen Mittelmeer und Antistressprogramme. Ich habe heute, trotz meines stressigen Berufes in der Altenpflege und wiederkehrenden Abszess-Schüben, gelernt mit meinem Körper klarzukommen. Ganz weg geht die Erkrankung auch bei der „besten Therapie“ nicht und somit bin ich sehr stolz auf meine Narben, die sich wie eine Perlenkette durch meinen Körper ziehen. Sie sind Zeugen von der Kraft und der Ausdauer, die ich habe und wenn mich jemand nach dieser Erkrankung fragt sage ich immer humorvoll: „Wenn ich 70 bin, sehe ich wahrscheinlich aus wie ein „Schweizer Käse“.

Björn

„Als ich endlich die Diagnose Acne inversa erhielt, war das wie eine Befreiung für mich.“

Ich lebte mit ständigen Schmerzen und war oft sehr verzweifelt
Ich heiße Björn und habe seit 2006 immer wieder Abszesse. Die Diagnose Acne inversa habe ich jedoch erst 2015 bekommen. In meinem Leben drehte sich lange Zeit alles nur um die Erkrankung. Sie hat meinen Berufsalltag schwer belastet und ich habe ständig mit Schmerzen gelebt. Oft war ich verzweifelt und wusste nicht mehr weiter.

Ich bin Altenpfleger und habe meinen Beruf immer mit Leidenschaft ausgeübt. Bei der Arbeit wusste niemand etwas von der Erkrankung, weil es mir peinlich war, darüber zu reden. Ich hatte Selbstzweifel und habe mir auch die Frage gestellt, ob ich selbst schuld daran bin. Wenn es um Unternehmungen ging, habe ich mir Ausreden einfallen lassen. So musste ich nicht sagen, warum ich eigentlich zu Hause bleibe. Meinen Beruf konnte ich irgendwann nicht mehr ausüben. Einen Bürojob habe ich wegen häufiger Krankmeldungen verloren, sodass die Arbeitslosigkeit folgte. Acne inversa war also auch finanziell ein Fiasko für mich.

Mit der Diagnose hat die Krankheit endlich einen Namen bekomme
Der große Wendepunkt, mit der Acne inversa offener umzugehen, war für mich der Zeitpunkt, als ich die Diagnose erhielt. Ein Arzt fragte mich bei einer Abszessspaltung im Krankenhaus, ob ich schon einmal über Acne inversa nachgedacht hätte. Ich habe daraufhin natürlich sofort im Internet danach gesucht und mich total wiedergefunden. Als ich endlich wusste, woran ich bin, konnte ich ganz anders damit umgehen. Es war klar, dass ich keine „Schuld“ an der Erkrankung habe und dass es auch nicht einzig und allein am Rauchen oder an ein paar Pfunden zu viel liegt. Das war der Moment, an dem ich über meine Erkrankung gesprochen habe. Es war für mich wie eine Befreiung, als die Krankheit endlich einen Namen bekommen hat.

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Ich fühle mich bei meiner Hautärztin gut aufgehoben, das ist sehr wichtig
Ich war bei mehreren Hautärzten, bis mir eine Ärztin die Diagnose bestätigt hat. Bei ihr bin ich immer noch in Behandlung. Ich fühlte mich dort sofort gut aufgehoben. Sie war die Erste, die mir wirklich zugehört und sich Zeit für mich genommen hat. Die Erfahrung, beim Hautarzt gut betreut zu werden, war sehr wichtig für mich und hilft mir bis heute beim Umgang mit der Erkrankung. Inzwischen gehe ich ganz offen auf Leute zu. Mit Freunden kann ich manchmal auch einfach mal einen Witz über die Acne inversa machen. Ich finde, Humor ist wichtig, um mit der Krankheit klarzukommen.

Mein Partner ist meine größte Unterstützung
Ich bin mit meinem Partner seit 1990 zusammen. Die Acne inversa war zunächst eine große Belastung für uns beide. Mir war das zu Beginn alles sehr unangenehm. Als es dann häufiger zu Abszessen kam, haben wir offen darüber gesprochen. Wir haben akzeptiert, dass die Erkrankung auch auf unser Zusammensein Auswirkungen hat. Gemeinsam haben wir einen Weg gesucht und gefunden, um gut mit der Acne inversa zu leben. Mein Partner hat mir sehr geholfen und zum Beispiel meine Wunden verbunden. Er ist bis heute meine größte Unterstützung.

Aus der Selbsthilfe ist dann viel mehr geworden
2016 bin ich auf eine Selbsthilfegruppe gestoßen, die gerade gegründet wurde. Zunächst nur über das Internet in Form einer Facebook-Gruppe. Die Gruppe ist dann sehr schnell gewachsen und es kam zu den ersten persönlichen Treffen. Es war eine sehr wichtige Erfahrung zu sehen, dass ich nicht allein mit Acne inversa bin. Inzwischen haben wir fast 200 Mitglieder. Bei den ersten Treffen hat sich erst niemand so richtig getraut, Tacheles zu reden. Das Eis ist dann aber schnell gebrochen. Heute können wir offen reden, auch über die ganz unangenehmen Seiten – dass es stinkt, blutet und man manchmal gar nicht mehr weiß, was für Klamotten man anziehen soll. Wir haben dann den Entschluss gefasst, einen Verein zu gründen, um mehr bewegen zu können. Aus der Selbsthilfegruppe ist Akne inversa Selbsthilfe e. V. entstanden. Im Internet sind wir unter www.mullewupp.org erreichbar. Ich habe mit dem Verein eine neue Aufgabe gefunden. Etwas, für das ich mich einsetzen kann, so wie ich es auch als Altenpfleger getan habe. Ich kann mir meine Arbeit nun jedoch anders einteilen und die Menschen, mit denen ich dort zu tun habe, wissen, was Acne inversa bedeutet. Ich muss mich nicht entschuldigen und nicht erklären. Das ist eine große Erleichterung.

Acne inversa Gespräche

Acne inversa fordert oft Kraft, Zeit und Geduld. Sich gut mit der Erkrankung und ihrer Behandlung auszukennen, ist ein erster wichtiger Schritt, um im Gleichgewicht mit ihr zu leben. Bei der Veranstaltungsreihe Acne inversa Gespräche kannst du dich bei Experten informieren, mit anderen Betroffenen austauschen und neue Bekanntschaften schließen.

  • 10.06.2018

    Acne inversa Awareness-Woche 2018 Magdeburg

    • 11:00 Uhr
    • Universitätsklinikum Magdeburg
      Hörsaal Kinderklinik, Haus 10
      Leipziger Straße 44
      39120 Magdeburg

    • Dr. med. Mareike Alter
  • 12.06.2018

    Acne inversa Awareness-Woche 2018 Göttingen

    • 18:00 Uhr
    • Hotel FREIZEIT IN
      Dransfelderstr. 3
      37079 Göttingen

    • Prof. Dr. med. Lutz Kretschmer
  • 13.06.2018

    Acne inversa Gespräche 2018 Remscheid

  • 13.06.2018

    Acne inversa Awareness-Woche 2018 Erlangen

    • 17:00 Uhr
    • Hautklinik des Universitätsklinikum Erlangen
      Hörsaal
      Ulmenweg 18
      91054 Erlangen

    • Prof. Dr. med. Michael Sticherling
  • 14.06.2018

    Acne inversa Gespräche 2018 Hannover

  • 19.06.2018

    Acne inversa Awareness-Woche 2018 Köln

    • 15:00 Uhr
    • Universitätsklinikum Köln
      LFI-Gebäude, Hörsaal 2
      Kerpener Str. 62
      50937 Köln

    • Prof. Dr. med. Sabine Eming
  • 27.06.2018

    Acne inversa Gespräche 2018 Berlin

    • 17:00 Uhr
    • Hautzentrum Weissensee
      Dr. med. Christian Kors / Dr. Reimo Bugdahl
      Schönstraße 5-7
      13086 Berlin

    • Dr. med. Christian Kors
  • 18.07.2018

    Acne inversa Gespräche 2018 Günzburg

    • 18:00 Uhr
    • Hotel Waldvogel
      Vortragsraum
      Grüner Weg 1
      89340 Leipheim

    • Dr. med. Steffen Gass

Unterstützer

Patienten ermutigen, den richtigen Schritt zu gehen und einen Spezialisten aufzusuchen – das ist das Anliegen von Hautärzten, mit denen das Unternehmen AbbVie für diese Webseite zusammengearbeitet hat. Je früher Acne inversa behandelt wird, desto besser sind die Chancen, die Krankheit kontrollieren zu können.

Weisen meine Symptome auf Acne inversa hin?

Der Fragebogen wurde zusammen mit Prof. Dr. med. Gregor Jemec, Experte für Acne inversa und Mitglied des Beratungskomitees dieser Internetseite, erstellt. Er soll dabei helfen, mögliche Beschwerden, die durch eine Acne inversa verursacht sein können, zu erkennen.

Dieser Fragebogen ersetzt nicht ein Arztgespräch!

BITTE BEACHTEN SIE: Dieser Leitfaden soll Sie beim Gespräch mit Ihrem Hautarzt unterstützen. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich stets dabei wohlfühlen, wenn Sie Fragen zu Ihrer Erkrankung beantworten und auch, wenn Sie über persönliche Dinge sprechen, die für eine Diagnose relevant sein könnten. Der Fragebogen und seine Ergebnisse dienen nur als Orientierung.

Frage

Bitte nutzen Sie die Grafik, um typische Körperstellen zu markieren, an denen Sie auffällige Hautveränderungen, Knoten oder Abszesse haben bzw. hatten.

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Bitte mindestens eine Stelle auswählen.

Frage

Sind bei Ihnen in diesen Bereichen in den vergangen sechs Monaten Hautveränderungen, insbesondere Abszesse oder entzündliche Knoten aufgetreten?

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Frage

Sind diese Hautveränderungen/Beschwerden bei Ihnen in den letzten sechs Monaten dreimal oder häfiger aufgetaucht?

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Frage

Bleiben Narben zurück, wenn die Hautveränderungen abheilen?

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Frage

Bitte nutzen Sie die Grafik, um typische Körperstellen zu markieren, an denen sich Narben gebildet haben.

Körpervorderseite
Körperrückseite
Bitte mindestens eine Stelle auswählen.

Frage

Wie alt sind Sie?

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Sind Sie weiblich oder männlich?

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Treten die Beschwerden dauerhaft oder schubweise auf?

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Frage

Wie viel Zeit vergeht etwa, bis die Beschwerden wiederkehren?

Zeitraum mit Beschwerden
Zeitraum ohne Beschwerden
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Frage

Wann hatten Sie die Beschwerden zum ersten Mal?

Bitte alle Felder ausfüllen.

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Haben sich die Beschwerden über Zeit verändert?

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Frage

Sind in Ihrer Familie Fälle von AI bekannt?

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Haben Sie schon mal mit einem Hautarzt über Acne inversa gesprochen?

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