Leben mit Acne inversa

Acne inversa kann sich auf viele Lebensbereiche auswirken. Hier erfahren Sie, wie Sie im Alltag mit der Erkrankung richtig umgehen und den Krankheitsverlauf selbst positiv beeinflussen können.

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Informationen und Tipps für ein aktives Leben mit Acne inversa

Lassen Sie Ihr Leben nicht von der Krankheit bestimmen, sondern vertrauen Sie auf eine optimale Behandlung, die die Symptome auf ein Minimum reduzieren kann. Dabei haben Sie selbst einen maßgeblichen Anteil am Behandlungserfolg und können aktiv an diesem mitwirken.

Was können Sie selbst zum Behandlungserfolg beitragen?

Geduld, Zeit, Kraft – Acne inversa verlangt Ihnen einiges ab. Eine konsequente Therapie ist die beste Basis, um mit möglichst wenigen Einschränkungen durch die Erkrankung zu leben. Dafür ist Ihre eigene aktive Mitarbeit sehr wichtig. Zum Beispiel bei der gründlichen Wundversorgung oder der regelmäßigen und gewissenhaften Einnahme Ihrer Medikamente. Änderungen der Dosis oder der Häufigkeit der Einnahme sollten nie ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt erfolgen, um den gewünschten Behandlungserfolg sicherzustellen. Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Arzt regelmäßig Rückmeldung über Behandlungserfolge oder -misserfolge geben und ihn über Ihren aktuellen Zustand auf dem Laufenden halten.

Informieren Sie sich

Lassen Sie deshalb keine Fragen offen, informieren Sie sich ganz genau über Ihre Krankheit und die Behandlung und werden Sie selbst zum Experten in Sachen Acne inversa. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt auch über mögliche persönliche Probleme bei der Durchführung Ihrer Behandlung, falls Sie irgendwelche Nebenwirkungen befürchten oder wenn Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind. Gegebenenfalls können Sie im Gespräch mit Ihrem Arzt auch eine andere Behandlungsart einfordern oder um psychologische Unterstützung bitten, wenn Sie der Meinung sind, dass dies notwendig ist und Ihnen guttut.

Je besser Sie informiert sind, desto sicherer fühlen Sie sich im Umgang mit der Erkrankung und desto weniger fühlen Sie sich dieser ausgeliefert. So können Sie auch wichtige Entscheidungen bei der Behandlung aktiv mittragen und besser mitentscheiden. Nur wenn Sie ganz genau wissen, was im täglichen Leben einen positiven Einfluß auf Ihre Krankheit hat und Ihrem persönlichen Wohlbefinden dient, können Sie Ihren Lebensstil und Ihr Verhalten entsprechend anpassen. Dazu gehört z. B., auf enge Kleidung zu verzichten, die Ernährungsgewohnheiten zu ändern oder neue Strategien zur Stressbewältigung zu entwickeln.

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Kleidung und Körperhygiene

Wenn Sie unter Acne inversa leiden, sollten Sie am besten weite, luftige und atmungsaktive Kleidung tragen und darunter Unterwäsche aus Baumwolle, um eine Reizung der Haut zu vermeiden. Falls Sie besonders stark schwitzen oder die Wunden Eiter absondern, sollten sie dunkle Farben bevorzugen, um eventuelle Nässe zu kaschieren. Es empfiehlt sich für diesen Fall auch immer Ersatzkleidung zum Wechseln dabeizuhaben, damit Sie sich sicherer und wohler fühlen. Generell ist es wichtig, Ihre Kleidung bei mindestens 60 °C zu waschen, um möglicherweise vorhandene Bakterien abzutöten.

Körperpflege

Benutzen Sie zum Waschen der von Acne inversa betroffenen Bereiche Einwegwaschlappen oder die blanken Hände sowie milde Waschlotionen. Verzichten Sie auf normale Waschlappen, Bürsten, aggressive Peelings und alles andere, das zu einer zusätzlichen Reizung führen kann. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Hautarzt, ob es z. B. eine Salbe gibt, mit der Sie nach dem Waschen nicht geöffnete Abszesse behandeln können. Achten Sie darauf, dass Ihre weiteren Körperpflegeprodukte, wie z. B. das Deodorant, alkohol- und parfümfrei sind, um Reizungen zu vermeiden. Auch Parfüm sollten Sie aus diesem Grund möglichst wenig bzw. gar nicht verwenden.

Haarentfernung

Vermeiden Sie Nassrasuren der betroffenen Körperbereiche ebenso wie die Haarentfernung durch Wachsen oder Epilieren, um die Haut nicht zusätzlich zu reizen. Für notwendige Rasuren benutzen Sie am besten ein Haarschneidegerät, das auf die kleinste Haarlänge eingestellt ist, um die Haare schonender zu stutzen. Eventuell ist es auch empfehlenswert, nicht betroffene Körperstellen mit Laserlicht zu epilieren, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Hautarzt beraten.

Besonders wichtig ist es, nach einer Operation keine nachwachsenden Haare in die Wunden einwachsen zu lassen. Diese sollten Sie an den Wundrändern vorsichtig mit einem Haarschneidegerät entfernen. Decken Sie dabei die Wunde, etwa mit einem Stück Mull (Gaze) ab, damit keine der abrasierten Stoppeln in die Wunde geraten.

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Rauchen

Ein Zusammenhang zwischen Rauchen und Acne inversa ist noch nicht endgültig erwiesen. Studien zeigen jedoch, dass sich durch das Rauchen mehr Bakterien des Typs Staphylococcus aureus auf der Haut ansiedeln. Dieses Bakterium wirkt sich ungünstig auf den Krankheitsverlauf aus. Ebenso kann Rauchen die Wundheilung verzögern. Rauchen verändert die Blutgefäße und sorgt für eine schlechtere Durchblutung, insbesondere in den Extremitäten, was zu einem längeren Heilungsprozess führen kann.

Für Acne inversa-Patienten, die rauchen, empfiehlt es sich, mit dem Rauchen aufzuhören, um die Krankheit nicht zusätzlich zu fördern. Das ist nicht immer ganz einfach, aber es lohnt sich für Sie und für Ihre Gesundheit. Mit entsprechenden Raucherentwöhnungsprogrammen, die
z. B. von vielen Krankenkassen angeboten werden, erhalten Sie dabei die notwendige Anleitung und Unterstützung und kommen Schritt für Schritt ans Ziel.

Eine Hilfestellung zur Raucherentwöhnung finden Sie auch hier auf unserer Internet-Seite.

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Verhalten in Notfällen

Ein Notfall liegt vor, wenn sich Ihr Gesundheitszustand sehr plötzlich verschlechtert, wenn ein Abszess extrem schmerzhaft wird. Auch in solchen Fällen sollten Sie niemals Abszesse selbst öffnen oder Fisteln eigenständig entleeren. Wenden Sie in diesen Situationen auch keine Medikamente, Salben oder Tinkturen an, ohne dies mit Ihrem Arzt vorher abzusprechen. Am besten, Sie klären generell mit Ihrem Hautarzt, wie Sie im Notfall selbst vorgehen können, um Fehler zu vermeiden.

Hier finden Sie Informationen und Tipps zur Wundpflege.

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