CED-Lexikon

Medizinische Begriffe zu CED einfach erklärt. Unser Lexikon erläutert Fachwörter von A wie Appendix bis Z wie Zytokin.

Kinder und Jugendliche mit Morbus Crohn in Alltagssituationen
a

CED-Lexikon

Appendix, Calprotectin oder extraintestinale Manifestationen – es gibt viele Fachwörter im Zusammenhang mit CED bei Kindern und Jugendlichen, die nicht einfach zu verstehen sind. Das CED-Lexikon hilft weiter und erklärt medizinische Begriffe rund um Morbus Crohn und Colitis ulcerosa einfach und verständlich.

A

Abszess:

Abgekapselte Eiteransammlung.

Anamnese:

Krankengeschichte.

Antikörper:

Proteine, die im Immunsystem zum Beispiel gegen bestimmte Fremdstoffe wie Bakterien und Viren oder aber auch gegen körpereigene Stoffe gerichtet sind. Antikörper machen diese Stoffe unschädlich, indem sie an diese binden und sie damit für den Abbau markieren. In der Medizin werden bestimmte Antikörper, die zum Beispiel entzündungsfördernde Botenstoffe erkennen und ausschalten, künstlich hergestellt und als Therapie genutzt.

Anus:

After; Austrittsöffnung des Darms.

Appendix:

Wurmfortsatz; Teil des Darms.

B

Biologika:

Biotechnologisch hergestellte Medikamente, die unter anderem bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa eingesetzt werden; greifen gezielt in die Entzündungsprozesse ein und hemmen sie.

Biopsie:

Gewebeprobe zur Untersuchung unter dem Mikroskop.

Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG):

Blutwert, der bei einer Blutuntersuchung festgestellt werden kann; eine erhöhte BSG ist ein Hinweis auf eine Entzündung im Körper.

Botenstoffe:

Steuern gezielt das Immunsystem, indem sie Signale an Zellen weitergeben und so zum Beispiel Entzündungen beeinflussen. Es gibt entzündungsfördernde und entzündungshemmende Botenstoffe.

C

Calprotectin:

Bestimmtes Eiweiß; ein erhöhter Calprotectin-Wert im Stuhl ist ein Hinweis auf eine Entzündung im Darm, die jedoch auch durch eine Infektion bedingt sein kann.

Chronische Entzündung:

Bleibt ein Entzündungsprozess dauerhaft bestehen, wird er als chronisch bezeichnet; ist zum Beispiel bei CED der Fall.

Colitis indeterminata:

Unklassifizierte Colitis; Entzündung der Dickdarmschleimhaut, die nicht eindeutig entweder Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zugeordnet werden kann.

Colitis ulcerosa:

Chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die in Afternähe beginnt und meist auf den Dickdarm beschränkt ist. Die Entzündung ist auf die Darmschleimhaut, die oberste Schicht der Darmwand, begrenzt.

C-reaktives Protein (CRP):

Eiweiß, dessen erhöhtes Vorkommen im Blut auf eine Entzündung hinweist.

E

Endoskopie:

Untersuchung bzw. Spiegelung von Hohlorganen, zum Beispiel dem Darm, mit einem flexiblen Schlauch und einer winzigen Kamera.

Entzündung:

Abwehrreaktion des Immunsystems, zum Beispiel gegen Eindringlinge im Körper (etwa Viren oder Bakterien). Zeichen einer Entzündung sind Wärme, Rötung, Schwellung, Schmerzen sowie eine geschädigte Funktion. Ist die Abwehrreaktion erfolgreich abgeschlossen, klingt die Entzündung ab (Ausnahme: chronische Entzündung).

Exklusive enterale Ernährungstherapie:

EET; Ernährung ausschließlich über spezielle Trinknahrung; wichtigste Therapieform bei Kindern und Jugendlichen mit Morbus Crohn.

Extraintestinale Manifestationen:

Beschwerden bei CED, die außerhalb des Verdauungstrakts auftreten.

F

Fissur:

Einriss, sehr häufig im Bereich des Afters; sehr schmerzhaft.

Fistel:

Röhrenförmiger, entzündeter Gang, der entweder blind endet oder eine Verbindung zu einem anderen Organ oder zur Hautoberfläche hat.

G

Gastroenterologe:

Facharzt für Erkrankungen des Verdauungssystems.

Gastroskopie:

Magenspiegelung.

H

Hepatitis:

Entzündung der Leber.

I

Ileokoloskopie:

Dickdarmspiegelung, einschließlich des Übergangs in den Dünndarm.

Immunsuppressiva:

Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken.

Immunsystem:

Komplexes Abwehrsystem des Körpers, das ihn mithilfe von Zellen und Botenstoffen vor Angriffen durch Krankheitserreger schützt. Eine Fehlleitung des Immunsystems kann unter anderem zu einer chronischen Entzündung führen.

Infektion:

Eindringen von Krankheitserregern (zum Beispiel Viren oder Bakterien) in den Körper und ihre Vermehrung. Kann eine Entzündungsreaktion auslösen.

Infusion:

Verabreichen von Flüssigkeit (zum Beispiel Medikamenten) in den Körper, erfolgt in der Regel über eine Vene.

Injektion:

Verabreichen von Medikamenten mit einer Spritze oder einer Injektionshilfe (zum Beispiel einem Pen). Erfolgt eine Injektion unter die Haut (also nicht in die Vene oder in den Muskel), wird sie als subkutan bezeichnet.

K

Kolektomie:

Operative Entfernung des Dickdarms.

Kolon:

Dickdarm.

Koloskopie:

Dickdarmspiegelung.

Kortisonpräparate:

Auch Kortikoide, Glukokortikoide oder umgangssprachlich Kortison; Medikamente, die eine entzündungshemmende Wirkung haben und hochdosiert auch das Immunsystem unterdrücken.

M

Magnetresonanztomografie (MRT):

Auch Kernspintomografie; bildgebendes Verfahren, mit dem digitale Schnittbilder vom Körper erzeugt werden.

Morbus Crohn:

Chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die sich über den gesamten Verdauungstrakt vom Mund bis zum After erstrecken kann und meist schubweise auftritt; die Entzündung kann alle Gewebeschichten der Darmwand durchdringen.

Mukosa:

Darmschleimhaut.

O

Oesophagus:

Speiseröhre.

P

Pädiatrischer Gastroenterologe:

Kinder- und Jugendarzt mit Spezialisierung auf Magen-Darm-Erkrankungen.

Pankolitis:

Entzündung des gesamten Dickdarms.

Partielle enterale Ernährungstherapie:

PET; Form der Ernährungstherapie, bei der ein Teil der normalen Ernährung durch spezielle Trinknahrung ersetzt wird.

Protein:

Eiweiß.

R

Rektum:

Enddarm.

Remission:

Dauerhafte Entzündungsfreiheit bzw. Ausbleiben von Schüben.

S

Sigma:

S-förmiger Dickdarm am Ende des Dickdarms vor dem Rektum.

Sonografie:

Ultraschall.

Stenose:

Darmverengung; mögliche Komplikation bei Morbus Crohn.

Submukosa:

Bindegewebsschicht in der Darmwand, unter der Darmschleimhaut gelegen.

T

TNF-Hemmer:

Bestimmte Form von Biologika, die gezielt auf den entzündungsfördernden Botenstoff Tumor-Nekrose-Faktor (TNF) einwirken, ihn blockieren und damit den Entzündungsprozess im Körper hemmen.

Tuberkulose:

Infektionskrankheit, die durch bestimmte Bakterien verursacht wird und am häufigsten die Lunge befällt.

Tumor-Nekrose-Faktor (TNF):

Botenstoff, der Entzündungsprozesse im Körper fördert, bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen vermehrt gebildet wird und zur Aufrechterhaltung der Entzündung beiträgt.

Z

Zytokin:

Botenstoff.

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