Psoriasis-Arthritis-Lexikon

Hier finden Sie medizinische Fachbegriffe rund um die Psoriasis-Arthritis kompakt und verständlich erklärt. Das medizinische Wörterbuch gibt Ihnen Antworten.

a

Psoriasis-Arthritis-Lexikon

Daktylitis, Plaque oder C-reaktives Protein – wenn Ihnen im Zusammenhang mit Ihrer Psoriasis-Arthritis auch schon medizinische Begriffe untergekommen sind, die Sie nicht einordnen konnten, hilft Ihnen unser Lexikon weiter. Hier finden Sie Fachbegriffe einfach und verständlich erklärt.

A

Anamnese:

Krankengeschichte.

Ankylosierende Spondylitis (AS):

Morbus Bechterew.

Antikörper:

Proteine, die im Immunsystem z. B. gegen bestimmte Fremdstoffe wie Bakterien und Viren oder aber auch gegen körpereigene Stoffe gerichtet sind. Antikörper machen diese Stoffe unschädlich, indem sie an diese binden und sie damit für den Abbau markieren. In der Medizin werden bestimmte Antikörper, die z. B. entzündungsfördernde Botenstoffe erkennen und ausschalten, künstlich hergestellt und als Therapie genutzt.

Arthritis:

Gelenkentzündung.

Auspitz-Phänomen:

Auch Phänomen des blutigen Taus; punktförmige Blutungen, die nach Entfernung der Schuppen und des darunter liegenden dünnen Häutchens entstehen. Das nach dem Wiener Hautarzt Heinrich Auspitz (1835–1886) bezeichnete Phänomen ist ein diagnostisches Zeichen der Psoriasis.

B

Balneo-Foto-Therapie:

Therapieform bei Schuppenflechte; kombinierte Anwendung von Bade- und Lichttherapie.

Basalzellschicht:

Hautschicht, in der neue Keratinozyten gebildet werden.

Basistherapeutika:

Basismedikamente, auch Disease-Modifying Anti-Rheumatic Drugs (DMARD), die bei bestimmten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, zum Beispiel Psoriasis-Arthritis, eingesetzt werden und langfristig den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können.

Begleiterkrankungen:

Auftreten zusätzlicher Erkrankungen zeitgleich mit einer Grunderkrankung; die Begleiterkrankung kann mit der Grunderkrankung im Zusammenhang stehen.

Betablocker:

Gruppe von blutdrucksenkenden Medikamenten.

Biologika:

Biotechnologisch hergestellte Medikamente, die u. a. bei Psoriasis-Arthritis eingesetzt werden. Sie greifen gezielt in die Entzündungsprozesse ein und unterbinden sie.

Biosimilars:

Nachahmerprodukte von Original-Biologika; ein Biosimilar ist dem originalen Biologikum ähnlich, jedoch nicht mit ihm identisch.

Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG):

Blutwert, der bei einer Blutuntersuchung festgestellt werden kann; eine erhöhte BSG ist ein Hinweis auf eine Entzündung im Körper.

Botenstoffe:

Steuern gezielt das Immunsystem, indem sie Signale an Zellen weitergeben und so z. B. Entzündungen beeinflussen. Es gibt entzündungsfördernde und entzündungshemmende Botenstoffe.

C

Chronische Entzündung:

Bleibt ein Entzündungsprozess dauerhaft bestehen, wird er als chronisch bezeichnet. Dies ist z. B. bei Psoriasis-Arthritis der Fall.

C-reaktives Protein (CRP):

Eiweiß, dessen erhöhtes Vorkommen im Blut auf eine Entzündung hinweist.

D

Daktylitis:

Gleichzeitige Entzündung und Schwellung aller Gelenke eines Fingers oder Zehs; sogenannte „Wurstfinger“.

Dermatologe:

Hautarzt.

Dermis:

Eine Schicht der Haut, genannt Lederhaut.

Disease Activity Score 28 (DAS28):

Fragebogen zur Beurteilung der Krankheitsaktivität und des Krankheitsverlaufs bei entzündlich-rheumatischen Gelenkerkrankungen, z. B. Psoriasis-Arthritis.

DLQI-Fragebogen:

DLQI ist die Abkürzung für „Dermatology Life Quality Index“. Anhand des DLQI-Fragebogens kann die Lebensqualität bei Hautkrankheiten wie Psoriasis ermittelt werden.

DMARD:

Abkürzung für „disease-modifying antirheumatic drugs“. Lang wirksame, krankheitsmodifizierende Medikamente, die bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden.

E

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen:

Sammelbegriff für Formen des Rheumas, die mit Entzündungen an Knochen und/oder Gelenken sowie Muskeln, Sehnen und anderen Geweben einhergehen. Beispiele sind die rheumatoide Arthritis, die Psoriasis-Arthritis oder der Morbus Bechterew.

Entzündung:

Abwehrreaktion des Immunsystems, z. B. gegen Eindringlinge im Körper (etwa Viren oder Bakterien). Zeichen einer Entzündung sind Wärme, Rötung, Schwellung und Schmerzen. Ist die Abwehrreaktion erfolgreich abgeschlossen, klingt die Entzündung ab (Ausnahme: chronische Entzündung).

Epidermis:

Oberhaut; oberste Hautschicht.

Ergotherapie:

Therapiemethode, um Bewegungsabläufe zu verbessern oder wiederherzustellen und Einschränkungen in der Beweglichkeit zu verhindern.

Erythem:

Rötung der Haut.

Erythemato-squamös:

Gerötet und schuppend.

Erythematös:

Gerötet.

Erythrodermie:

Die ganze Haut betreffende Rötung. Die psoriatische Erythrodermie ist eine seltene, schwere Verlaufsform der Schuppenflechte.

Exanthem:

Hautausschlag.

Exazerbation:

Krankheitsschub.

F

Fototherapie:

Lichttherapie; Therapieform, die bei Schuppenflechte zum Einsatz kommt.

Fumarsäurepräparate:

Medikamente zur Behandlung der Schuppenflechte, die als systemische Therapie angewendet werden. Sie beeinflussen bestimmte Botenstoffe des Immunsystems, die beim Krankheitsprozess der Psoriasis eine Rolle spielen.

Funktionsfragebogen Hannover (FFbH):

Fragebogen zur Ermittlung der Funktionseinschränkungen im Alltag durch rheumatische Erkrankungen.

G

Gelenkpunktion:

Entfernen von Gelenkflüssigkeit bei einem Gelenkerguss mit einer Nadel.

H

Hautatrophie:

Hautverdünnung. Kann als Nebenwirkung auftreten, wenn Kortisonpräparate zu lange und/oder in zu hoher Dosierung auf die Haut aufgetragen werden.

Hepatitis:

Entzündung der Leber.

Histologie:

Lehre von den Geweben des Körpers; im medizinischen Sprachgebrauch feingewebliche (mikroskopische) Untersuchung einer Gewebeprobe.

Hyperkeratose:

Verdickung der Hornschicht der Haut.

I

Immunsuppressiva:

Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken.

Immunsystem:

Komplexes Abwehrsystem des Körpers, das ihn mithilfe von Zellen und Botenstoffen vor Angriffen durch Krankheitserreger schützt. Eine Fehlleitung des Immunsystems kann u. a. zu einer chronischen Entzündung führen.

Infektion:

Eindringen von Krankheitserregern (z. B. Viren oder Bakterien) in den Körper und ihre Vermehrung. Kann eine Entzündung auslösen.

Inflammation:

Entzündung.

Infusion:

Verabreichen von Flüssigkeit (z. B. Medikamenten) in den Körper, erfolgt in der Regel über eine Vene.

Injektion:

Verabreichen von Medikamenten mit einer Spritze oder einer Injektionshilfe (z. B. einem Pen). Erfolgt eine Injektion unter die Haut (also nicht in die Vene oder in den Muskel), wird sie als subkutan bezeichnet.

Interleukin-23:

kurz IL-23; ein zentraler Botenstoff bei der Entstehung der Schuppenflechte, der die Entzündung fördert.

Interleukine:

Botenstoffe des Immunsystems, die im Entzündungsprozess eine große Rolle spielen.

Interleukin-Hemmer:

Medikamente, die u. a. zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis eingesetzt werden und zu den Biologika zählen; blockieren gezielt bestimmte Interleukine und unterbrechen damit den Entzündungsprozess im Körper.

K

Karzinogen:

Krebs erzeugend.

Keratinozyten:

Hornbildende Zellen der Haut; bei der Schuppenflechte kommt es zu einer beschleunigten Vermehrung der Keratinozyten.

Klimatherapie:

Natürliche Balneo-Foto-Therapie bei Schuppenflechte; nutzt die positive Wirkung von Licht und Salzwasser auf die Schuppenflechte in Form von Meerwasser und Sonneneinstrahlung, z. B. bei Kuraufenthalten.

Köbner-Phänomen:

Eine Schuppenflechte kann durch Reizungen der Haut, z. B. durch Kratzen, ausgelöst werden. An der gereizten Hautstelle entwickelt sich innerhalb einiger Tage ein Psoriasis-Herd. Dieses Phänomen wird nach seinem Entdecker als Köbner-Phänomen bezeichnet.

Komorbiditäten:

Begleiterkrankungen.

Korium:

Lederhaut; zwischen Ober- und Unterhaut liegende Hautschicht.

Kortisonpräparate:

Auch Kortikoide, Glukokortikoide oder Kortison genannt; Medikamente, die eine entzündungshemmende Wirkung haben.

Kreuz-Darmbein-Gelenk:

Auch Iliosakralgelenk oder Sakroiliakalgelenk (SIG); Gelenk, welches das Kreuzbein, den vorletzten Abschnitt der Wirbelsäule, mit dem Becken verbindet.

Krümelnägel:

Nagelveränderung, die bei Schuppenflechte vorkommen kann.

Kurzkontakttherapie:

Minutentherapie.

L

Leukozyten:

Weiße Blutkörperchen; Zellen des Immunsystems.

Lichttherapie:

Behandlung der Haut bei mit ultravioletter Strahlung (UV-A- oder UV-B-Strahlung) bei Schuppenflechte.

M

Magnetresonanztomografie (MRT):

Auch Kernspintomografie; bildgebendes Verfahren, mit dem digitale Schnittbilder vom Körper erzeugt werden.

Makrophagen:

Zellen aus der Gruppe der Leukozyten; Makrophagen sind in der Lage, Fremdsubstanzen zu „verdauen“, sie gehören zu den sogenannten Fresszellen des Immunsystems.

Minutentherapie:

Behandlungsform der Schuppenflechte, bei der eine topische Therapie nach kurzer Einwirkzeit wieder abgewaschen wird.

Morbus Bechterew:

Auch ankylosierende Spondylitis (AS) genannt; chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule, bei der besonders häufig das Kreuz-Darmbeingelenk sowie die Wirbelsäule betroffen sind. Typische Beschwerde ist ein tief sitzender Rückenschmerz. Ausgelöst wird sie durch eine Fehlleitung des Immunsystems.

Morbus Crohn:

Chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die sich über den gesamten Verdauungstrakt vom Mund bis zum After erstrecken kann und meist schubweise auftritt. Am häufigsten befallen sind Abschnitte des Dünn- und Dickdarms, wobei die Entzündung alle Gewebeschichten der Darmwand durchdringen kann.
Morgensteifigkeit: Eingeschränkte Beweglichkeit von Gelenken in den Morgenstunden nach längerer Ruhe, charakteristisch für viele chronisch-entzündliche Gelenkerkrankungen, z. B. Psoriasis-Arthritis.

N

Nagelpsoriasis:

Nagelveränderungen durch die Schuppenflechte.

Nicht steroidale Antirheumatika (NSAR):

Kortikoidfreie entzündungshemmende Medikamente, die bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen angewendet werden.

O

Ölflecken:

Nagelveränderung, die bei Schuppenflechte vorkommen kann und sich durch Verfärbungen zeigt.

Onycholyse:

Nagelveränderung, die bei Schuppenflechte vorkommen kann; Ablösen der Nagelplatte vom Nagelbett.

P

Parakeratose:

Verhornungsstörung der Haut.

PASI:

Abkürzung für „Psoriasis Area and Severity Index“. Methode zur Berechnung des Schweregrades bei Schuppenflechte.

Physikalische Therapie:

Auf physikalischen Methoden beruhende Behandlung, z. B. Lichttherapie bei Schuppenflechte.

Physiotherapie:

Krankengymnastik.

Plaque:

Charakteristische Hautveränderung bei Schuppenflechte; scharf begrenzte, gerötete, erhabene Hautareale, die mit silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind.

Plaque-Psoriasis:

Häufigste Form der Schuppenflechte; zeigt die typischen Hautveränderungen der Schuppenflechte, die sogenannten Plaques.

Prädilektionsstelle:

Bevorzugte Stelle, an der eine Erkrankung auftritt.

Protein:

Eiweiß.

Pruritus:

Juckreiz.

Psoriasis:

Schuppenflechte.

Psoriasis-Arthritis:

Entzündlich-rheumatische Erkrankung, bei der es sowohl zu einer Gelenkentzündung als auch zu den für Schuppenflechte typischen Hautveränderungen, sogenannten Plaques, kommen kann.

Psoriasis guttata:

Form der Schuppenflechte, bei der sich stecknadelkopf- bis centstückgroße Hautveränderungen bilden.

Psoriasis gyrata:

Form der Schuppenflechte, bei der die Hautveränderungen girlandenartig über den Körper verteilt sind.

Psoriasis inversa:

Form der Schuppenflechte, bei der sich die Hautveränderungen in Körperfalten, z. B. Arm- und Beinbeugen, zeigen.

Psoriasis pustulosa:

Form der Schuppenflechte, bei der sich kleine Eiterbläschen auf der Haut bilden.

Psoriasis vulgaris:

Gewöhnliche Schuppenflechte; Plaque-Psoriasis.

Psoriatische Erythrodermie:

Komplikation der Psoriasis; starke Entzündung großer Flächen der Haut bzw. des ganzen Körpers.

Pustel:

Mit Eiter gefüllte Hautblase.

PUVA:

Auch Fotochemotherapie; Therapieform bei Schuppenflechte, bei der Psoralen und UV-A-Bestrahlung kombiniert werden.

R

Rebound:

Wiederauftreten der Beschwerden einer Erkrankung nach abruptem Absetzen eines Medikaments.

Rehabilitation:

Wiederherstellung; Wiedereingliederung oder auch Vorbeugung zur Beseitigung von gesundheitlichen Störungen.

Relapse:

Rückfall.

Retinoide:

Vitamin-A-Säure-Abkömmlinge; Medikamente zur systemischen Therapie der Psoriasis.

Rezidiv:

Rückfall; Wiederauftreten einer Krankheit.

Rheumatoide Arthritis (RA):

Entzündlich-rheumatische Erkrankung, bei der es zu einer Gelenkentzündung kommt.

Rheumatologe:

Facharzt für rheumatische Erkrankungen.

S

Schuppenflechte:

Chronisch-entzündliche Erkrankung; zählt zu den Systemerkrankungen, da die Entzündung nicht nur die Haut, sondern den gesamten Körper betrifft.

Small molecules:

Auch niedermolekulare Wirkstoffe; kleine Moleküle, die bestimmte Enzyme innerhalb von Zellen hemmen, die eine Rolle im Entzündungsprozess spielen; werden als Behandlung unter anderem bei Schuppenflechte eingesetzt.

Squama:

Schuppe.

Squamös:

Schuppend.

Streptokokken:

Bestimmte Form von Bakterien; einige Arten von Streptokokken können Infektionserkrankungen, z. B. der Atemwege, auslösen.

Subkutan:

Unter der Haut oder unter die Haut.

Subkutis:

Unterhaut; Hautschicht.

Systemerkrankung:

Erkrankung, die nicht nur auf eine bestimmte Körperregion beschränkt ist, sondern viele Bereiche des Körpers betreffen kann.

Systemische Therapie:

Innerliche Behandlung mit Medikamenten, z. B. mit Tabletten oder Injektionen.

T

TNF-Hemmer:

Medikamente, die u. a. zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis eingesetzt werden und zu den Biologika zählen; blockieren gezielt den entzündungsfördernden Botenstoff TNF und unterbrechen damit den Entzündungsprozess im Körper.

Topische Therapie:

Äußerliche Behandlung mit Medikamenten, z. B. mit Cremes oder Salben.

Trigger:

Auslösender Faktor, der dazu führt, dass eine Erkrankung erstmals auftritt, oder der zu einem neuen Schub einer Erkrankung führen kann.

Tuberkulose:

Infektionskrankheit, die durch bestimmte Bakterien verursacht wird und am häufigsten die Lunge befällt.

Tumor-Nekrose-Faktor:

Kurz TNF; Botenstoff, der Entzündungsprozesse im Körper fördert und bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen vermehrt gebildet wird.

Tüpfelnägel:

Nagelveränderung, die bei Schuppenflechte vorkommen kann; kleine punktförmige Vertiefungen in den Nägeln.

U

Urea:

Harnstoff. Körpereigener Stoff, der Cremes, Salben und Lotionen zugesetzt wird. Harnstoff hält die Haut feucht und macht sie durchlässiger für (Psoriasis-)Wirkstoffe.

Uveitis:

Entzündung der mittleren Augenhaut.

V

Vitamin-D-Derivate:

Synthetische Abkömmlinge (Derivate) von Vitamin D, die zur Behandlung der Schuppenflechte eingesetzt werden.

Z

Zytokine:

Botenstoffe.

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