Wie wird Psoriasis-Arthritis behandelt

Medikamentöse Behandlung ist eine sehr wichtige Säule der Therapie, aber sie steht nicht allein. Physiotherapie, Ergotherapie und psychotherapeutische Begleitung gehören zu den therapieergänzenden Maßnahmen bei Psoriasis-Arthritis.

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Wie wird Psoriasis-Arthritis behandelt?

Das Leben mit Psoriasis-Arthritis (PsA) ist oft mit Belastungen verbunden. Das Ausmaß der betroffenen Hautbereiche, die Anzahl der entzündeten Gelenke, die Häufigkeit von Schüben oder von Zeiten ohne Beschwerden kann niemand zuverlässig vorhersagen. Die PsA ist chronisch, das heißt nicht heilbar. Dennoch ist sie gut behandelbar. Umso wichtiger für Sie ist daher die bestmögliche medizinische Versorgung, um Schäden an den Gelenken zu verhindern.

Den richtigen Facharzt fragen

Die Fachärzte für die PsA sind der Hautarzt (Dermatologe) und der Rheumatologe. PsA ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung. Meist gehen Symptome der Haut mit solchen an den Gelenken einher. Der Dermatologe ist der Spezialist für die Symptome der Haut, der Rheumatologe kennt sich mit entzündlich-rheumatischen Krankheiten aus.

Es steht eine Reihe von Therapieformen zur Verfügung, die hilft, Ihre Symptome gut zu kontrollieren. Wichtig dabei ist, dass die Therapie sowohl auf die Haut als auch an den Gelenken wirkt. Jeder Mensch mit PsA hat ein anderes Krankheitsbild, deshalb wird Ihr Arzt auch für Sie ein individuelles Behandlungskonzept entwerfen.

Kennen Sie alle Möglichkeiten

Es ist wichtig für Sie, die verschiedenen Möglichkeiten, die Vor- und Nachteile der Therapieformen zu kennen. Die wichtigste Säule einer Behandlung ist die medikamentöse. Sie steht aber nicht allein. Physiotherapie und Bewegung gehören dazu, Ihre Gelenke sollen beweglich bleiben. Unter Umständen verschreibt Ihnen Ihr Arzt Ergotherapie zum Schutz der Gelenke.

Wenn sich die PsA auf Ihrer Haut bemerkbar macht, ist eine Basistherapie in Form von einer der Psoriasis angemessenen Hautpflege angebracht. Wird die seelische Belastung durch die Krankheit zu groß, kann eine psychotherapeutische Begleitung sinnvoll sein. Auch hier kann Ihnen Ihr Arzt mit Rat und den richtigen Adressen weiterhelfen.

Womöglich ist eine Änderung Ihres Lebensstils angebracht. Bewusste, gesunde und ausgewogene Ernährung hilft bei der Behandlung ebenso wie ein rauchfreies Leben.

Welche Medikamente können eingesetzt werden?

Kortikoidfreie, entzündungshemmende Medikamente

Kortikoidfreie, entzündungshemmende Medikamente werden auch NSAR (nicht steroidale Antirheumatika) genannt. Sie wirken gegen die Entzündung und die Schmerzen. NSAR sind in der Regel die ersten Medikamente, die nach der Diagnose eingesetzt werden. Ihre Wirkung tritt meist schnell (innerhalb von Stunden) ein.

Kortikoide

Kortikoide (auch Glukokortikoide oder Kortison) wirken stark entzündungshemmend und dadurch auch schmerzstillend. Die Wirkung von Kortikoiden setzt meist schnell (innerhalb weniger Stunden) ein.

Schmerzmittel

Wenn die Erkrankung sehr ausgeprägt ist und starke Schmerzen verursacht, können neben NSAR auch weitere Schmerzmittel zum Einsatz kommen, die keine entzündungshemmende Wirkung haben.

Biologika

Biologika sind biotechnologisch hergestellte Medikamente, die gezielt in die Abwehrreaktion des fehlgeleiteten Immunsystems eingreifen. Die Medikamente, die zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis eingesetzt werden, gehören entweder zu den sogenannten TNF-alpha-Blockern oder zu den sogenannten Interleukin-Blockern. Sie blockieren dadurch entzündungsfördernde Botenstoffe, wie z. B. TNF oder bestimmte Interleukine. Im Idealfall kann die Entzündung abklingen und die Beschwerden verschwinden.

Biosimilars

Biosimilars sind Nachahmerprodukte von originalen Biologika, bei denen es sich um sehr komplexe Arzneimittel handelt. Im Gegensatz zu Nachahmerpräparaten herkömmlicher, chemischer Arzneimittel (Generika), sind Biosimilars nicht mit dem Originalprodukt identisch, sondern ähneln diesem lediglich. Biologika und Biosimilars werden mit Hilfe von Zellen hergestellt. Da für Biosimilars andere Zellen verwendet werden als für die ursprünglichen Biologika, weicht der Herstellungsprozess ab. Aus diesem Grund können sich auch die Wirksamkeit und das Sicherheitsprofil eines Biosimilars von dem des Original-Biologikums unterscheiden. Ausführliche Informationen zu Biosimilars erhalten Sie auf www.biologika-info.de.

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