Was ist axiale Spondyloarthritis

Die nichtröntgenologische axiale Spondyloarthritis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule. Sie zählt zu den immunvermittelten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Die körpereigene Abwehr greift dabei Knorpel- und Knochengewebe an.

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Wenn das Immunsystem die Wirbelsäule angreift

Unter dem Oberbegriff axiale Spondyloarthritis (axiale SpA) werden unterschiedliche entzündliche Erkrankungen der Wirbelsäule zusammengefasst. Dazu gehört – neben dem Morbus Bechterew – auch die nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis. Wichtigstes Merkmal sind Entzündungen der Wirbelsäule und des Kreuz-Darmbein-Gelenks, die Rückenschmerzen verursachen.

Was ist eine nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis?

Die nicht-röntgenologische axiale SpA ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule (medizinischer Fachbegriff auch: axiale Spondyloarthritis ohne Röntgennachweis einer ankylosierenden Spondylitis). Sie zählt zu den immunvermittelten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Normalerweise erkennt und bekämpft das Immunsystem Eindringlinge wie Viren oder Bakterien. Bei der nicht-röntgenologischen axialen SpA jedoch richtet sich die körpereigene Abwehr gegen Knochen- und Knorpelgewebe und lässt dadurch vor allem in Wirbelsäule und Kreuz-Darmbein-Gelenk Entzündungen entstehen. Diese sind mittels einer Magnetresonanztomografie (MRT) nachweisbar. Anders als bei Morbus Bechterew wird Ihr Arzt auf dem Röntgenbild hingegen keine oder nur geringe Veränderungen an der Wirbelsäule erkennen können.

Warum das Immunsystem scheinbar grundlos körpereigenes Gewebe angreift und dadurch die Entzündungen verursacht, ist bis heute noch nicht genau geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass Infektionen der Harnwege und des Darmtraktes eine Rolle spielen, aber auch genetische Faktoren.

Die Ursachen sind unklar

So tragen Menschen mit einer nicht-röntgenologischen axialen SpA oft ein bestimmtes genetisches Merkmal, das sogenannte HLA-B27. Es kann im Blut nachgewiesen werden und scheint die Erkrankung zu begünstigen. Eindeutig ist der Zusammenhang mit der Erkrankung allerdings nicht nachgewiesen. Denn auch bei vielen gesunden Menschen kann HLA-B27 nachgewiesen werden. Grundsätzlich kann jeder Mensch an einer nicht-röntgenologischen axialen SpA erkranken. Meist tritt sie zwischen dem 15. und dem 30. Lebensjahr auf und betrifft mehr Frauen als Männer.

Wenn auch die Ursachen dieser Erkrankung noch im Dunkeln liegen, so sind inzwischen die Prozesse bekannt, die die Entzündung in Gang halten. Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Zytokine. Das sind Botenstoffe, die Nachrichten zwischen den Zellen übermitteln. Einige Zytokine führen zu einer Entzündung und sorgen dafür, dass sie vorangetrieben wird, andere geben das Signal, die Entzündung zu beenden.

Schubweiser Verlauf

Zu den entzündungsfördernden Botenstoffen gehört der sogenannte Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-alpha). Er ist einer der verantwortlichen Faktoren für den dauerhaften Entzündungsprozess der nicht-röntgenologischen axialen SpA. Die Folgen sind zum Teil starke Rückenschmerzen, oft im unteren Teil der Wirbelsäule. Mitunter können im Erkrankungsverlauf weitere Beschwerden hinzukommen, die zunächst nicht mit einer Wirbelsäulenerkrankung in Verbindung gebracht werden. So kann es auch zu Entzündungen an anderen Gelenken wie auch an anderen Organen (zum Beispiel Augen und Haut) kommen.

Die Erkrankung verläuft meist in Schüben. Das bedeutet, Sie können immer wieder auch Phasen haben, in denen Sie beschwerdefrei sind, und andere, in denen Sie die Beschwerden deutlich spüren. Wie lange diese Schübe jeweils dauern, wann der nächste eintritt und wie stark ausgeprägt er sein wird, lässt sich nicht voraussagen.

Eine konsequente und individuelle Therapie und damit Kontrolle der Entzündung ist wichtig, um Schäden an Knochen und Gelenken zu vermeiden. Wird die Entzündung eingedämmt, lassen auch die Schmerzen nach.

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