Hilfsangebote

Das Leben mit Psoriasis-Arthritis kann Sie vor viele Herausforderungen stellen. Sie können sich aber jede Menge Unterstützung holen. Eine Auswahl an Hilfsangeboten haben wir hier für Sie zusammengestellt.

a

Hilfe und Unterstützung im Umgang mit Psoriasis-Arthritis

Wie gestalte ich mein Leben mit Psoriasis-Arthritis? Auf den folgenden Seiten finden Sie nützliche Angebote, die Sie und Ihre Angehörigen im Umgang mit der Krankheit unterstützen.

Wenn Sie mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung wie Psoriasis-Arthritis (PsA) leben, dann wirkt sich das womöglich auf alle Bereiche Ihres Alltags aus. Die Krankheit ist chronisch, das heißt, sie wird Sie Ihr Leben lang begleiten.
Eine individuell abgestimmte Therapie trägt entscheidend dazu bei, dass Sie möglichst geringe Einschränkungen durch Ihre Erkrankung haben. Wir können Ihnen darüber hinaus eine Reihe von Angeboten vorstellen, die Sie im Leben mit der Erkrankung unterstützen und Ihnen das Leben erleichtern.

Therapie ist mehr als ein Medikament

Ihr wichtigster Ansprechpartner ist Ihr behandelnder Arzt. Das Gespräch mit dem Spezialisten ist durch nichts zu ersetzen. Der Arzt wird Sie optimal beraten, mit Ihnen die individuelle Therapie abstimmen und Ihre wichtigsten Fragen beantworten.

Ergänzend zur ärztlichen Betreuung steht Ihnen zudem unser AbbVie Care-Serviceprogramm zur Verfügung. Es umfasst eine große Auswahl an Serviceangeboten, Informationen und Hilfestellungen zum Leben mit Psoriasis-Arthritis. Wir unterstützen Sie auch bei der Arztsuche. Wo gibt es Hautärzte in Ihrer Nähe, die sich auf die Behandlung von Psoriasis spezialisiert haben? Wo gibt es Rheumatologen?

Erfahrungsaustausch schafft neue Perspektiven

Oft hilft auch ein Gespräch unter Betroffenen. Eine gute Möglichkeit dafür bieten Selbsthilfegruppen. Über diese haben Sie die Chance zum Erfahrungsaustausch und können neue Perspektiven gewinnen. Es geht darum, Wissen zu teilen und mit Menschen in Kontakt zu kommen, die die Herausforderungen im Leben mit der PsA kennen. Wir helfen Ihnen bei der Suche nach Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe.

Unser Angebot richtet sich auch an alle Angehörigen vvon Menschen mit PsA. Hier erfahren Sie, was Psoriasis-Arthritis genau ist, wie man sie erkennt und wie sie behandelt wird. Das fördert gegenseitiges Verständnis im Umgang mit der Krankheit. Außerdem haben wir eine Reihe von Service-Materialien für Sie gesammelt. Sie finden in unserer Sammlung wichtige Links, und Sie können Broschüren und Informationsmaterialien bestellen.

b

Hier finden Sie einen Spezialisten

Die Fachärzte für Psoriasis-Arthritis (PsA) sind sowohl der Hautarzt (systemisch arbeitender Dermatologe) als auch der Rheumatologe. Für die Behandlung der Hautsymptome ist der Hautarzt der Spezialist. Unter den Hautärzten gibt es Ärzte, die sich insbesondere auf die Behandlung von Psoriasis spezialisiert haben. Sie können die individuell geeignete Therapie auswählen und verfügen über das gesamte Behandlungsspektrum der Schuppenflechte. Die Gelenkbeschwerden hingegen werden vom Rheumatologen behandelt.

Einen Hautarzt in der Nähe Ihres Wohnortes, der sich auf die Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis) spezialisiert hat, können Sie über die Internetseite der regionalen Psoriasisnetze finden. Sie bietet unter www.psonet.de eine Suchfunktion, mit der teilnehmende Ärzte gefunden werden können. PsoNet ist ein Zusammenschluss von Hautärzten mit dem Ziel, die medizinische Versorgung von Menschen mit Psoriasis nachhaltig zu verbessern.
Einen Rheumatologen können Sie über die „Versorgungslandkarte“ der Patientenorganisation Deutsche Rheuma-Liga e.V. finden. Die Suche umfasst neben Ärzten und Kliniken noch weitere Ansprechpartner, zum Beispiel Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychotherapeuten oder Rehaeinrichtungen.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) e.V. bietet Ihnen mit ihrem Praxis- und Klinikwegweiser die Möglichkeit, einen Rheumatologen in der Nähe zu finden.

c

Hier finden Sie Hilfe zur Selbsthilfe

Knüpfen Sie neue Kontakte und tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen über Psoriasis-Arthritis (PsA) aus. Schauen Sie, wie andere mit ihrer Erkrankung umgehen und profitieren Sie von deren Erfahrungen. In einer Selbsthilfegruppe über PsA im Alltag zu sprechen, bietet viele Vorteile, weil es neue Perspektiven eröffnen kann. Außerdem treffen Sie hier Menschen, die ebenfalls mit der Erkrankung leben und die Herausforderungen gut kennen. Gerade in diesem Rahmen kann es leichterfallen, auch schwierige Themen anzusprechen. Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen bieten Ihnen diesen Austausch.

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V.

Die Deutsche Rheuma-Liga ist mit aktuell ca. 290.000 Mitgliedern eine der größten deutschen Selbsthilfeorganisationen im Gesundheitsbereich. Die Landesverbände bieten vor Ort Beratung von Patienten für Patienten. Das Angebot umfasst Patientenschulungen, Bewegungsangebote, sozialrechtliche Beratung und Angebote für junge Rheumatiker. Neben dem Bundesverband gibt es in allen Bundesländern Landesverbände, die auch Auskunft über örtliche Selbsthilfegruppen geben.

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstraße 14
53111 Bonn
Tel.: 0228 / 76606-0
Fax: 0228 / 76606-20
bv@rheuma-liga.de
www.rheuma-liga.de

Deutscher Psoriasis Bund e. V.

Der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB) wurde 1973 in Hamburg gegründet und ist der einzige bundesweite, gemeinnützige Patientenselbsthilfeverband für Millionen Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis). Der Psoriasis-Verband ist das Sprachrohr der Menschen mit der versteckten Volkskrankheit „Schuppenflechte“, die lebenslang, ursächlich nicht heilbar und wegen der äußeren Erscheinung hoch stigmatisierend ist.

Plädoyer für ein neues Selbstbewusstsein

Der DPB unterstützt Betroffene bei einem selbstbewussten und kompetenten Umgang mit ihrer Erkrankung. Dazu bietet der Verband umfassende Informationen und Hilfestellungen. Denn nur, wer gut über seine Erkrankung Bescheid weiß, ist auch in der Lage, wichtige Entscheidungen, zum Beispiel für die eigene Behandlung, gemeinsam mit dem Arzt zu treffen und dabei mitzuwirken. Verschiedene Angebote vor Ort geben Menschen mit Schuppenflechte die Möglichkeit, Kontakte zu anderen Betroffenen zu knüpfen. Der Austausch mit anderen und die gegenseitige Unterstützung können Mut machen und Anregung für den eigenen Alltag mit Schuppenflechte sein.

Öffentlichkeit herstellen

Darüber hinaus unterstützt der DPB Forschungsvorhaben zu neuen Erkenntnissen und Therapieverfahren im Bereich der Psoriasis. Information der Menschen und der Öffentlichkeit ist eine weitere wichtige Säule der Arbeiten des DPB: Unter dem Motto „Nicht resignieren, gemeinsam stark sein“ publiziert der DPB seine Verbandszeitschrift PSO Magazin mit sechs Ausgaben pro Jahr. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an qualitätsgeprüften Informationsmaterialien und Publikationen des Verbands.

Deutscher Psoriasis Bund e.V.
Seewartenstraße 10
20459 HamburgTel.: 040 / 223399-0
Fax: 040 / 223399-22
info@psoriasis-bund.de
www.psoriasis-bund.de

Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e. V.

Die Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft (PSOAG) ist ein Dachverband unabhängiger regionaler Selbsthilfegruppen. Dazu gehört ebenfalls das Internetportal www.psoriasis-netz.de mit seiner Community. Betroffene werden beraten und erhalten Informationsmaterial zugeschickt. Wer sich mit anderen Psoriatikern direkt austauschen will, erhält Hinweise auf alle bestehenden Angebote, auch von anderen Trägern. Die PSOAG unterstützt Selbsthilfe-Initiativen fachlich und organisatorisch. Alles ist kostenlos und ohne weitere Verpflichtungen. Mitglied in der PSOAG können nur Vereine, nicht aber Einzelpersonen werden.

Die PSOAG und ihre Mitgliedsgruppen werden von Ehrenamtlichen geleitet, die seit 1993 ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben. Um ihre Unabhängigkeit und kritische Distanz zu bewahren, arbeiten sie ausdrücklich ohne Sponsorengelder. Einnahmen und Ausgaben werden für jeden sichtbar veröffentlicht.

Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e. V.
Schmitzweg 64
13437 Berlin
Tel.: 030 / 6128309-0
Fax: 030 / 6128309-1
info@psoriasis-selbsthilfe.org
www.psoriasis-selbsthilfe.org
d

Tipps für Angehörige: Was ist eine Psoriasis-Arthritis?

Psoriasis-Arthritis (PsA) stellt auch Sie als Partner oder Angehörigen eines Betroffenen vor viele Fragen: Was genau ist PsA? Wie äußert sich die Krankheit? Welche Auswirkungen kann sie auf das Leben Ihres Partners oder Angehörigen haben? Um Betroffenen in dieser Situation größtmögliche Unterstützung bieten zu können, ist es auch für Sie wichtig, sich gut mit der Krankheit auszukennen. Einige Informationen zu PsA haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Die PsA ist eine chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung, die mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) einhergehen kann. Die genaue Ursache der PsA ist nicht abschließend geklärt. Die PsA gehört zur Gruppe der Autoimmunerkrankungen. Das heißt: Verantwortlich für die Entstehung der PsA ist eine Fehlsteuerung des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem). Das Immunsystem richtet sich dabei irrtümlich gegen körpereigenes Gewebe, insbesondere an der Haut und den Gelenken. Es entsteht eine Entzündung, die nicht wieder abklingt. Weil das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist, bleibt der Entzündungsprozess dauerhaft bestehen. PsA ist zwar eine Erkrankung von Gelenken und Haut. Aber auch Beschwerden an anderen Organen wie Augen, Lunge, Nieren oder dem Herz-Kreislauf-System können mit der PsA in Verbindung stehen.

Es gibt mehrere Auslöser

Die Forschung geht davon aus, dass unterschiedliche Faktoren zusammenspielen und Auslöser von PsA sein können: Erbliche Veranlagung spielt eine Rolle. Genauso bestimmte Umwelteinflüsse und Stress, Alkohol oder Rauchen. Auch Übergewicht, Hautverletzungen, hormonelle Umstellungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente wie Betablocker stehen im Verdacht, sogenannte „Trigger“ zu sein. Diese Trigger können die Krankheit selbst, aber auch die typischen Schübe auslösen. Ärzte haben heute eine Reihe von Möglichkeiten, die Krankheit zu kontrollieren. Wenn zuerst die Veränderungen an der Haut auftauchen, findet Ihr Partner oder Angehöriger beim Hautarzt (Dermatologen) Hilfe. Für die Behandlung der Gelenke ist der Rheumatologe der Spezialist.

Frühe Diagnose erleichtert Therapie

Es ist bei PsA besonders wichtig, die Erkrankung früh zu erkennen und zu behandeln, um bleibende Schäden an den Gelenken zu verhindern. Die medikamentöse Behandlung ist die wichtigste Säule der Therapie. Sie steht jedoch nie allein. Physiotherapie und Bewegung sind feste Bestandteile, die notwendig sind, um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten. Weitere ergänzende Maßnahmen können außerdem positiv auf die Erkrankung Ihres Partners oder Angehörigen und sein allgemeines Wohlbefinden einwirken.

Seien Sie für Ihren Partner da

Haben Sie Verständnis, wenn Ihr Partner oder Angehöriger sich während eines Krankheitsschubs eher zurückziehen möchte. Ein normaler, aktiver Alltag oder gar anstrengende Unternehmungen sind unter starken Gelenkschmerzen manchmal einfach nicht möglich. Sprechen Sie mit Ihrem Angehörigen darüber und akzeptieren Sie auch, wenn er mal lieber allein sein möchte. Das Leben mit PsA kann mit einigen Herausforderungen verbunden sein. Der Rückhalt von Familie, Freunden und Partner ist besonders wertvoll. Bieten Sie dem Betroffenen Ihre Unterstützung an. Vielleicht will er nur an die regelmäßige Einnahme der Medikamente erinnert werden. Auch das ist schon eine Hilfe.

Schaffen Sie ein gesundes Umfeld

Auch eine bewusste, gesunde Ernährung und ein Leben ohne Zigarettenrauch sind eine wertvolle Ergänzung der Therapie. Im Alltag können Sie als Angehöriger den Betroffenen in diesen Punkten unterstützen. Gemeinsam gesund essen, gemeinsam zum Sport gehen – das hebt schon die Motivation und steigert das Wohlbefinden. Zeigen Sie Verständnis und nehmen Sie Ihren Angehörigen ernst. Aber zeigen Sie auch Verständnis, wenn er oder sie sich mal zurückziehen will. Je besser ein Betroffener in sein soziales Umfeld integriert ist und je positiver seine Lebenseinstellung insgesamt ist, desto besser kann er mit der Erkrankung umgehen.

Tipps für Angehörige: Wie erkenne ich eine Psoriasis-Arthritis?

Ihr Partner lebt schon seit Jahren mit einer Schuppenflechte und jetzt sind Gelenkschmerzen hinzugekommen? Dann könnte es sich um Psoriasis-Arthritis handeln. Rund 300.000 bis 400.000 Menschen in Deutschland leben mit dieser entzündlich-rheumatischen Gelenkerkrankung. Für Sie und Ihren Angehörigen bedeutet die Erkrankung eine Vielzahl von Herausforderungen. Sie können sich aber auf die neue Situation einstellen und Ihrem Partner oder Angehörigen hilfreich zur Seite stehen. Wenn Sie selbst über die Erkrankung und ihre Erscheinungsformen informiert sind, senden Sie das Signal, dass Sie den Betroffenen ernst nehmen und sich für seine Situation interessieren.

Es ist nicht immer einfach, eine Psoriasis-Arthritis (PsA) zu diagnostizieren. Der Facharzt für die PsA ist der Hautarzt für die Hautsymptomatik und der Rheumatologe für die Gelenkbeschwerden. In einem ausführlichen Gespräch wird den Arzt interessieren, ob es bei Ihrem Angehörigen bzw. Partner oder in seiner Familie weitere Fälle von rheumatischen Erkrankungen oder Schuppenflechte gab. Dies sind mögliche Hinweise auf eine PsA. Der Arzt Ihres Angehörigen bzw. Partners wird einige Untersuchungen durchführen, bevor er zu einer Diagnose kommt. Damit sollen zunächst einige andere Gelenkerkrankungen, wie zum Beispiel Gicht, ausgeschlossen werden.

Auf Symptome achten

Die ersten Anzeichen einer PsA können sehr unterschiedlich sein. Die Gelenkentzündungen zeigen sich oft durch Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen. Die Gelenkentzündung kann vor, nach oder gleichzeitig mit den Hautbeschwerden auftreten. In den meisten Fällen tritt aber zuerst die Schuppenflechte auf, bis zu zehn Jahre später kommt es zusätzlich zu einer Gelenkentzündung. Typische Hautbeschwerden sind die scharf begrenzten, geröteten Hautareale mit glänzenden silbrig-weißen Schuppen, die sogenannten Plaques. Auch Nagelveränderungen, zum Beispiel kleine punktförmige Vertiefungen in den Nägeln (Tüpfelnägel) oder Verfärbungen (Ölflecken), sind charakteristische Symptome.

Die Psoriasis-Arthritis beginnt häufig schleichend. Zu Beginn der Erkrankung sind oft nur wenige Gelenke betroffen. Typisch ist, dass die Entzündung an allen Gelenken nur eines Fingers oder Zehs auftritt. Schwellungen, die sogenannten „Wurstfinger“ (Daktylitis) sind die Folge.

Den richtigen Arzt wählen

Meist beginnen die Beschwerden an den sogenannten Endgelenken, den kleinen Gelenken am Ende von Fingern oder Zehen. Grundsätzlich können sich die Symptome aber an allen Gelenken zeigen. Häufig kommt es bei PsA auch zu Rückenschmerzen, die auf eine Entzündung der Wirbelsäule oder des Kreuz-Darmbein-Gelenks zurückzuführen sind. Die PsA ist zwar eine Erkrankung der Haut und der Gelenke, sie kann aber auch in Verbindung mit Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems oder an Organen wie Augen und Nieren stehen. Darüber hinaus haben Menschen mit PsA ein erhöhtes Risiko für Diabetes. Alle diese Erkrankungen sind behandelbar und sollten vom entsprechenden Facharzt, zum Beispiel Augenarzt oder Internisten, nach Rücksprache mit dem behandelnden Rheumatologen, versorgt werden.

Betroffenen Rückhalt geben

Sie können den Betroffenen in vielfältiger Weise unterstützen. Vielleicht möchte er, dass Sie ihn bei seinen Arztbesuchen begleiten. Will er über die Erkrankung reden oder lieber in Ruhe gelassen werden? Nehmen Sie ihn ernst. Vielleicht will er Ihre Hilfe bei der Umstellung der Ernährung oder Ihre Begleitung bei sportlicher Bewegung.

Sie als Partner oder Angehöriger können den Betroffenen helfen, die richtigen Schritte zu gehen und „am Ball zu bleiben“. Rückhalt von Partner, Familie und Freunden ist bei einer chronischen Erkrankung besonders wichtig. Ziel sollte sein, dass Sie gemeinsam zu einer positiven Lebenseinstellung im Umgang mit der Erkrankung kommen können.

Tipps für Angehörige: Wie wird eine Psoriasis-Arthritis behandelt?

Die beste medizinische Versorgung in einem frühen Stadium ist immer wichtig, besonders bei chronischen Erkrankungen wie der Psoriasis-Arthritis, mit der Ihr Angehöriger lebt. Wichtig vor allem deshalb, weil es gilt, dauerhafte Schäden an den Gelenken zu verhindern. Daher sind neben der medikamentösen Therapie Physiotherapie und Bewegung von Anfang an feste Bestandteile einer Behandlung.

Interessieren Sie sich

Aber auch Sie als Angehöriger oder als Partner spielen eine herausragende Rolle. Wenn Sie informiert sind, wenn Sie sich für die Erkrankung und ihre Behandlung interessieren, dann helfen Sie dem Betroffenen bereits. Er fühlt sich in seiner Situation ernst genommen. Und Unterstützung durch das Umfeld ist sehr wichtig bei einer chronischen Erkrankung wie PsA, die nicht heilbar, aber gut behandelbar ist.

PsA ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung. Meist gehen Symptome der Haut mit solchen an den Gelenken einher. Wichtig ist, dass die Therapie sowohl auf die Hautsymptomatik als auch auf die Gelenkbeschwerden wirkt. Der Facharzt für die PsA ist der Hautarzt (Dermatologe) und der Rheumatologe.

Mit einer Reihe von Untersuchungen wird der behandelnde Arzt wie in einer Art Puzzle das Ergebnis zusammensetzen. In einem ausführlichen Gespräch wird er sich dafür interessieren, ob nahe Verwandte mit Schuppenflechte oder mit rheumatischen Erkrankungen leben oder lebten. In der körperlichen Untersuchung kann der Arzt ertasten, ob Schwellungen in den Gelenken vorhanden sind.

Die richtige Therapie für jeden Erkrankten

Es steht eine Reihe von Therapieformen zur Verfügung, die helfen, die Symptome gut zu kontrollieren. Jeder Mensch mit PsA hat ein anderes Krankheitsbild, deshalb wird der Arzt auch für Ihren Angehörigen ein individuelles Behandlungskonzept ausarbeiten.

Die wichtigste Säule einer Behandlung ist die medikamentöse. Vielleicht können Sie Ihren Angehörigen unterstützen, indem Sie ihn an die regelmäßige Einnahme der Medikamente erinnern. Die medikamentöse Behandlung steht aber nicht allein.

Physiotherapie und Bewegung gehören ebenfalls zur Therapie. Die Beweglichkeit der Gelenke soll erhalten bleiben und die Schmerzen sollen vermindert werden. Unter Umständen verschreibt der Arzt Ergotherapie zum Schutz der Gelenke. Der Ergotherapeut wird ein individuelles Programm zusammenstellen. Er kann den Einsatz von Hilfsmitteln – wie einen höhenverstellbaren Stuhl – vorschlagen.

Ist die Haut in besonderem Maße von der PsA betroffen, kann eine Lichttherapie oder Fototherapie zum Einsatz kommen. Dabei wird die Haut mit ultraviolettem Licht bestrahlt, was eine entzündungshemmende Wirkung hat. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die PUVA oder Fotochemotherapie. Dabei wird UV-A-Licht mit einem Wirkstoff kombiniert, der die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht.

Über bestimmte Faktoren des Lebensstils – Stressbewältigung, Ernährung, Bewegung – ist es für Menschen mit PsA möglich, selbst aktiv positiv auf den Erkrankungsverlauf einzuwirken und etwas für das allgemeine Wohlbefinden zu tun. Sie können Ihren Angehörigen bei der Umstellung des Lebensstils unterstützen.

Welche Medikamente können eingesetzt werden?

Kortikoidfreie entzündungshemmende Medikamente

Kortikoidfreie entzündungshemmende Medikamente werden auch NSAR (nicht steroidale Antirheumatika) genannt. Sie wirken gegen die Entzündung und die Schmerzen. NSAR sind in der Regel die ersten Medikamente, die nach der Diagnose eingesetzt werden. Ihre Wirkung tritt meist schnell (innerhalb von Stunden) ein. Als alleinige Therapie über einen längeren Zeitraum sind NSAR ungeeignet. Zeigen sie keine ausreichende Wirkung, werden zusätzlich andere Medikamente eingesetzt, die stärker gegen die Entzündung vorgehen.

Kortikoide

Kortikoide (auch Kortikosteroide) wirken stark entzündungshemmend und dadurch auch schmerzstillend. Sie werden meist angewendet, wenn die Entzündung in einzelnen Gelenken besonders ausgeprägt ist. Dann können sie als Injektion direkt in das betroffene Gelenk gespritzt werden. Die Wirkung setzt meist innerhalb weniger Stunden ein.

Basismedikamente

Klassische Basismedikamente, zum Beispiel Methotrexat (MTX), hemmen allgemein die Abwehrreaktion des Körpers gegen die Gelenke und verringern so die Entzündung. Sie werden bei hoher Krankheitsaktivität oder schwereren Formen der PsA eingesetzt. Ihre Wirkung setzt oft erst nach etwa acht bis zwölf Wochen ein. Sie wirken nicht nur gegen die Symptome, sondern nehmen auch Einfluss auf den Krankheitsprozess und damit den Erkrankungsverlauf.

Biologika

Biologika sind biotechnologisch hergestellte Medikamente, die gezielt in die Abwehrreaktion des fehlgeleiteten Immunsystems eingreifen. Sie blockieren bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe oder bestimmte Immunzellen, unterbrechen dadurch den Entzündungsprozess und können ihn sogar zum Stillstand bringen. Biologika werden bei einer PsA eingesetzt, wenn andere Medikamente keine ausreichende Wirkung zeigen oder nicht vertragen werden. Die Wirkung der Biologika tritt in der Regel schon innerhalb weniger Wochen ein.

Biosimilars

Biosimilars sind Nachahmerprodukte von originalen Biologika, bei denen es sich um sehr komplexe Arzneimittel handelt. Im Gegensatz zu Nachahmerpräparaten herkömmlicher, chemischer Arzneimittel (Generika), sind Biosimilars nicht mit dem Originalprodukt identisch, sondern ähneln diesem lediglich. Biologika und Biosimilars werden mit Hilfe von Zellen hergestellt. Da für Biosimilars andere Zellen verwendet werden als für die ursprünglichen Biologika, weicht der Herstellungsprozess ab. Aus diesem Grund können sich auch die Wirksamkeit und das Sicherheitsprofil eines Biosimilars von dem des Original-Biologikums unterscheiden. Ausführliche Informationen zu Biosimilars erhalten Sie auf www.biologika-info.de.

Zielgerichtete krankheitsmodifizierende Antirheumatika

Zielgerichtete Antirheumatika, zum Beispiel Phosphodiesterase-Hemmer, blockieren die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe und greifen so gezielt in das Entzündungsgeschehen ein.

Schmerzmittel

Wenn die Erkrankung sehr ausgeprägt ist und starke Schmerzen verursacht, können neben NSAR auch weitere Schmerzmittel zum Einsatz kommen, die keine entzündungshemmende Wirkung haben.

e

Links & Broschüren

Auf dieser Seite finden Sie eine Sammlung interessanter Informationen zu Psoriasis-Arthritis, die Ihnen den Umgang mit Ihrer Erkrankung ein wenig erleichtern soll. Viele Lebensbereiche, die von Psoriasis-Arthritis betroffen sein können, wurden dabei berücksichtigt. Ob Familie, Beruf, Freizeit, Reisen, Ernährung, Sport oder Stress: Hier finden Sie hilfreiche Antworten auf viele wichtige Fragen rund um den Alltag und den Umgang mit der Erkrankung. Die nachfolgenden Links und Buchempfehlungen beinhalten weiterführende Informationen und Anregungen für Sie. Die angebotenen Broschüren können Sie kostenlos herunterladen. Zudem finden Sie hier die aktuelle Ausgabe des Patientenmagazins „Leben mit Psoriasis“ sowie ein Archiv der zurückliegenden Ausgaben.

Wenn Sie sich weiter im Internet informieren wollen, empfehlen wir Ihnen folgende Seiten:

Deutsche Dermatologische Gesellschaft e. V.

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft deutschsprachiger Dermatologen. Auf der Internetseite der DDG erhalten Sie umfassende Informationen zu Haut und Hautkrankheiten sowie eine Übersicht von Hautärzten in Ihrer Nähe.
www.derma.de

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e. V.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) ist mit mehr als 1.400 Mitgliedern die größte medizinische Fachgesellschaft im Bereich der Rheumatologie in Deutschland. Sie repräsentiert seit mehr als 80 Jahren die rheumatologische Wissenschaft und Forschung sowie deren Entwicklung in Deutschland. Der Onlineauftritt der DGRh informiert ausführlich über verschiedene Krankheitsbilder, wie auch die Psoriasis-Arthritis, und deren Therapiemöglichkeiten. Außerdem können Sie über die Facharztsuche Spezialisten vor Ort finden.
www.dgrh.de

Berufsverband Deutscher Rheumatologen e. V.

Der Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. ist die berufspolitische Vertretung aller rheumatologisch tätigen oder in Aus- und Weiterbildung befindlichen Ärzte. Das Internetportal bietet umfangreiche Informationen für Ärzte und Menschen mit Rheuma, wie zum Beispiel aktuelle Nachrichten rund um das Thema Rheuma, Patientenaktionen sowie eine Arztsuche, an.
www.bdrh.de

Deutsche Rheuma-Liga e. V.

Die Deutsche Rheuma-Liga ist mit aktuell 290.000 Mitgliedern eine der größten deutschen Selbsthilfeorganisationen im Gesundheitsbereich. Der Verband informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen. Die Rheuma-Liga bietet Menschen mit rheumatischen Erkrankungen Rat und praktische Hilfen wie zum Beispiel Funktionstraining, unterstützt aber auch Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen und tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein. Die Rheuma-Liga finanziert ihre Arbeit vorrangig durch Mitgliedsbeiträge, Förderungen der Kranken- und Rentenversicherer, Projektmittel und Spenden.
www.rheuma-liga.de

Deutscher Psoriasis Bund e. V.

Der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB) wurde 1973 in Hamburg gegründet und ist der einzige bundesweite, gemeinnützige Patientenselbsthilfeverband für Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis). Auf der Internetseite des DPB erhalten Sie Kontakte zu Selbsthilfegruppen vor Ort sowie wichtige Informationen und Neuigkeiten rund um das Thema Schuppenflechte.
www.psoriasis-bund.de

DPB-Jugend:

Informationen für junge Menschen und Kinder mit Schuppenflechte bietet der DPB auch unter der Internetseite www.pso-jugend.de an.

Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e. V. (PSOAG)

Die Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e.V. (PSOAG) ist ein Dachverband unabhängiger regionaler Selbsthilfegruppen. Dazu gehört ebenfalls das Internetportal www.psoriasis-netz.de mit seiner Community. Betroffene werden beraten und erhalten Informationsmaterial zugeschickt. Wer sich mit anderen Psoriatikern direkt austauschen will, erhält Hinweise auf alle bestehenden Angebote, auch von anderen Trägern. Die PSOAG unterstützt Selbsthilfeinitiativen fachlich und organisatorisch.
www.psoriasis-selbsthilfe.org

Psoriasis-Netz

Das Psoriasis-Netz ist ein abwechslungsreiches und umfassendes Internetportal der unabhängigen PSOAG mit einer Vielzahl von Informationen zu der chronischen Hauterkrankung und deren unterschiedlichen Formen, zu denen auch die Psoriasis-Arthritis zählt. Die Ursachen, Symptome, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten der Psoriasis-Arthritis werden auf dem Portal umfassend erwähnt und erklärt. Ein Forum und ein Chat laden darüber hinaus zum interaktiven Austausch ein.
www.psoriasis-netz.de

Psoriasisnetze in Deutschland

Die regionalen Psoriasisnetze in Deutschland (PsoNet) sind ein Zusammenschluss von Hautärzten in Praxen und Kliniken, die auf die Behandlung von Psoriasis spezialisiert sind. Sie setzen sich für eine bessere medizinische Versorgung von Menschen mit Schuppenflechte ein. Auf der Internetseite findet sich ein Verzeichnis aller teilnehmenden Ärzte.
www.psonet.de

Psoriasis-Gespräche

Die Initiative Psoriasis-Gespräche ist ein unabhängiges Informationsprojekt des BioPharma-Unternehmens AbbVie. Auf ihrem Internetportal und im Rahmen verschiedener Veranstaltungen will die Initiative über wichtige Psoriasis-Themen, wie beispielsweise aktuelle Behandlungsmethoden, informieren. Auf der Internetseite finden Sie Informationen rund um das Thema Schuppenflechte und deren Krankheitsbilder, zu denen auch die Psoriasis-Arthritis zählt. Symptome, Verlaufsformen und Diagnosemöglichkeiten werden umfangreich erklärt und informativ dargestellt. Zudem finden sich auf der Website aktuelle Veranstaltungstermine von Selbsthilfegruppen oder fachspezifischen Vortragsreihen.
www.psoriasis-gespraeche.de

rheuma-online

Das umfangreiche Onlineportal bietet ausführliche Informationen zu Diagnostik, Therapie und sonstigen Aspekten verschiedener rheumatischer Erkrankungen und Krankheitsbilder, zu denen auch die Psoriasis-Arthritis zählt. Neben aktuellen Nachrichten finden Sie hier auch ein Forum zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen.
www.rheuma-online.de

RheumaPreis

Die Initiative „RheumaPreis“ prämiert jährlich Arbeitnehmer und Arbeitgeber für ihren partnerschaftlichen Einsatz zum Erhalt der Berufstätigkeit mit rheumatischen Erkrankungen, wie Psoriasis-Arthritis. Das BioPharma-Unternehmen AbbVie und seine Partner wollen damit Beispiele gelungener beruflicher Einbindung öffentlich machen und andere Betroffene zum Nachmachen ermutigen. Aktiv mit Rheuma am Arbeitsplatz – viele Preisträger der vergangenen Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, dass dies möglich ist.
www.rheumapreis.de

Initiative „Nicht zu ersetzen“

Die Stiftung Arbeitsmedizin und Prävention hat es sich zur Aufgabe gemacht, chronisch erkrankte Menschen zu unterstützen. Die Initiative „Nicht zu ersetzen“ wurde ins Leben gerufen, um auf das Thema chronische Erkrankungen, wie Psoriasis-Arthritis, am Arbeitsplatz aufmerksam zu machen. Unterstützt wird diese Initiative durch den Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. (VDBW), das BioPharma-Unternehmen AbbVie und den BKK Dachverband e.V., die Interessenvertretung der betrieblichen Krankenversicherungen in Deutschland. Auf der Website der Initiative werden die Kenntnisse und Erfahrungen der Stiftung Arbeitsmedizin und Prävention, des VDBW und der Initiative „Nicht zu ersetzen“ gebündelt, um Betroffenen Tipps und Informationen für den Alltag und das Berufsleben zu geben.
www.nicht-zu-ersetzen.de

Die Rheuma-App: eine praktische Unterstützung im Alltag

Mit der Rheuma-App RheumaTrack SPA steht Menschen, die an Psoriasis-Arthritis erkrankt sind, ein digitales Patiententagebuch zur Verfügung. Die Anwendung für Smartphone oder Tablet speichert alle wichtigen Daten zum Krankheitsverlauf. Damit kann die App eine große Hilfe bei wichtigen Fragen zu Ihrem aktuellen Gesundheitszustand oder dem nächsten Arztbesuch sein. Der behandelnde Arzt kann schnell und zuverlässig über alle relevanten Informationen auf dem Laufenden gehalten werden. Darüber hinaus verfügt die Anwendung über eine Erinnerungsfunktion für den nächsten Arzttermin. Die App wurde mit Unterstützung des BioPharma-Unternehmens AbbVie entwickelt und ist sowohl für iOS– als auch für Android-Betriebssysteme erhältlich.

Infomaterialien zum Download





  • War diese Seite
    hilfreich?

  • Ja
  • Nein

Vielen Dank für Ihr Feedback.

Schade, das tut uns leid. Wir versuchen ständig uns zu verbessern.

RSV: Das Virus, das Eltern kennen sollten

Schließen

Sie haben einen externen Link gewählt. Wenn Sie auf "Ja" klicken, verlassen Sie die Homepage von AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG. Bitte beachten Sie, dass die AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG für den Inhalt der verlinkten Seite nicht verantwortlich ist. Wollen Sie die externe Seite betreten?

Ja Nein

Schließen
Seite empfehlen
Schließen