4. Mai 2026
Punkten Sie mit Bewegung – jede Aktivität zählt!

Keine Lust auf eine Runde um den Block? Heute bleiben die Sportschuhe mal im Schrank? Momente, in denen es an Antrieb zu Bewegung mangelt, kennen vermutlich alle. Schließlich ist das menschliche Gehirn darauf programmiert, Energie zu sparen. Jahrtausende lang diente körperliche Aktivität vorwiegend der Nahrungssuche. Bewegung „ohne Grund“ bewertet die Steuerzentrale daher als Energieaufwand ohne unmittelbaren Nutzen.
Mit Bewegung Symptomen entgegenarbeiten
Parkinson-Betroffene haben jedoch gute Gründe, den biologisch angelegten Sparmechanismus zu überwinden: Bewegung stärkt die Muskulatur und fördert das körperliche und seelische Wohlbefinden. Regelmäßige körperliche Aktivität hilft zudem, Parkinson-Symptome zu verringern und die Beweglichkeit möglichst gut zu erhalten.
Tipps für geeignete Trainingsformen
Nutzen Sie darum die wieder helleren, längeren und wärmeren Tage und kommen Sie in Bewegung. Geeignet sind zum Beispiel:
- Spazierengehen, Wandern: Beschwingtes Gehen und Wandern können positive Auswirkungen insbesondere auf Schrittlänge, Haltungsstabilität und Ausdauer entfalten. Noch dazu ist es entspannend, Sauerstoff zu tanken und den Blick schweifen zu lassen.
- Walken, Nordic Walking: Das schnelle, rhythmische Gehen kräftigt die Beinmuskeln und fördert Haltung, Schrittlänge und Kondition. Der Stockeinsatz beim Nordic Walking stärkt zusätzlich Arme, Schultern und Rumpfmuskulatur.
- Schwimmen, Aquafitness: Bewegung im Wasser regt den Kreislauf an und fördert Kondition und Koordination. Der Vorteil: Im Wasser spüren wir weniger Körpergewicht. Bewegungen fallen leichter und die Gelenke werden weniger belastet.
- Radfahren: Ob indoor auf dem Ergometer oder bei Touren durch Wind und Wetter: Radfahren ist ein prima Ausdauertraining, stärkt die Beinmuskulatur und trainiert Balance und Koordination.
- Tai Chi, Qi Gong, Yoga: Sanfte, langsame Übungen sprechen den gesamten Körper an und dehnen und kräftigen die Muskulatur. Zugleich bringen sie positive Effekte für Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit, das Körpergefühl und die innere Ausgeglichenheit.
So motivieren Sie sich
Wer in ein Bewegungsprogramm einsteigen möchte, sollte sich vorab zu Trainingsform und Pensum ärztlich beraten lassen. Wählen Sie zudem eine Bewegungsform, an der Sie Freude haben. Auch realistische Ziele und Aktivitäten gemeinsam mit anderen motivieren. Noch etwas hilft, das auf Energiesparen gepolte Gehirn zu überlisten: Machen Sie sich den Wert von Bewegung bewusst, indem Sie vor einer Aktivität gezielt daran denken, wie gut Sie sich anschließend fühlen werden.
Grundlage: eine wirksame Parkinson-Therapie
Eine wichtige Basis für körperliche Aktivitäten ist eine individuell ausgerichtete gut wirksame Parkinson-Therapie. Sie unterstützt nicht nur die Linderung der Symptome, sondern kann auch die Bewegung und die Motivation fördern. Treten trotz regelmäßiger Tabletteneinnahme häufiger Phasen mit Beschwerden auf, kann der Parkinson-Check Aufschluss bringen, ob die orale Parkinson-Therapie noch ausreicht.



