3. August 2026
Was hilft im Umgang mit der fortschreitenden Parkinson-Krankheit?

Die Parkinson-Krankheit lässt sich gut behandeln. Die Medizin kann allerdings nicht verhindern, dass sie fortschreitet. Betroffene und Angehörige fragen sich deshalb oft sorgenvoll: „Was kommt auf uns zu? Wie können wir mit Veränderungen umgehen?“
Zu wissen, dass die Parkinson-Krankheit voranschreitet, kann verunsichern. Wenn Ihnen zum Beispiel auffällt, dass Sie schlechter schlafen, unkonzentrierter sind oder sich öfter verschlucken: Steht das für das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit? Hat das andere Gründe? Oder ist das einfach so, wenn man älter wird?
Das Leben mit der Erkrankung aktiv gestalten
Sich aufmerksam zu beobachten und über die Zukunft nachzudenken, ist richtig. Falsch wäre jedoch, sich in Sorgen und Ängsten zu verlieren. Denn sie belasten, sind aber womöglich unbegründet. Zum einen vermag niemand genau zu sagen, wie sich eine Parkinson-Krankheit individuell entwickeln wird. Zum anderen gibt es in jedem Stadium gute Behandlungsmöglichkeiten.
Doch was hilft, zuversichtlich zu bleiben und das Leben mit der Krankheit aktiv und positiv anzugehen? Wir haben im Folgenden einige Tipps zusammengestellt:
Wissen und Austausch
- Informieren Sie sich gut über die Parkinson-Krankheit. Einen Überblick über Krankheitsbild, Anzeichen und Verlauf bietet zum Beispiel die AbbVie Care-Website Parkinson. Je mehr Sie wissen, umso gezielter können Sie der Krankheit aktiv entgegentreten.
- Nutzen Sie Ihre Arzttermine, um Fragen zu klären. Am besten notieren Sie sich im Vorfeld, worüber Sie sprechen möchten. Vielleicht kommt auch eine Ihnen vertraute Person mit zum Termin.
- Sprechen Sie mit Angehörigen oder im Freundeskreis offen über Sorgen und Unsicherheiten. Gemeinsam fällt es meistens leichter, die Dinge einzuordnen und einen Umgang mit der fortschreitenden Erkrankung zu finden.
- Der Austausch in der Selbsthilfe kann unterstützen. Sie treffen dort Menschen, die Ihre Sorgen verstehen und wertvolle Tipps für den Alltag mit der Parkinson-Krankheit haben.
Aktives Leben, gezielte Therapie
- Mit einer fortschreitenden Erkrankung zu leben kann einem das Gefühl geben, ausgeliefert zu sein. Doch Sie können der Parkinson-Krankheit gezielt etwas entgegensetzen. Bewegung und Sport beispielsweise können Parkinson-Symptome und womöglich sogar ihr Fortschreiten abmildern*.
- Wesentlich ist die passende Therapie zum richtigen Zeitpunkt. Beobachten und dokumentieren Sie darum Ihre Symptome und was sich verändert. Sprechen Sie im nächsten Arzttermin darüber. Berichten Sie auch, wie gut Ihre Parkinson-Therapie gegen ihre Beschwerden hilft. Die Wirksamkeit Ihrer aktuellen oralen Parkinson-Therapie können Sie auch mit dem Parkinson Check überprüfen. Nehmen Sie Ihre Antworten auf die kurzen Fragen am besten mit in Ihren nächsten Arzttermin.
- Selbst bei einer fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit stehen Ihnen wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Informieren Sie sich frühzeitig, welche Therapieoptionen es gibt. Es ist nicht nur beruhigend zu wissen, dass die Krankheit in jedem Stadium gut behandelt werden kann. Gut Bescheid zu wissen hilft auch, eine Entscheidung zu treffen, wenn der Wechsel auf eine nicht-orale Folgetherapie wie eine Medikamentenpumpe oder die tiefe Hirnstimulation sinnvoll sein könnte.
* https://parkinson-gesellschaft.de/die-dpg/presseservice/pressemeldungen/254-train-and-regain-bewegung-und-schlaf-als-therapiebausteine-bei-der-parkinson-krankheit



