1. Juli 2026

Mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Check-ups nicht vergessen!

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen gehören bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa dazu. Wenn Sie eine CED haben, sollten Sie keinen Check-up bei Ihrer Gastroenterologin bzw. Ihrem Gastroenterologen auslassen – auch wenn die Erkrankung gerade Ruhe gibt. Bei den Terminen wird kontrolliert, wie die CED verläuft und ob die Therapie wirkt. Auch ein neuer Schub kann frühzeitig erkannt werden. Was viele nicht wissen: Auch ohne Symptome sind die Kontrolltermine anzuraten, denn Beschwerdefreiheit ist bei CED nicht gleichbedeutend mit Entzündungsfreiheit.

CED kontrollieren: Therapieziel Mukosaheilung

Selbst wenn sich keine Symptome bemerkbar machen, kann bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa noch eine leichte Entzündung im Darm schlummern. Langfristig kann der Darm dadurch geschädigt werden. Mukosaheilung ist daher ein zentrales Therapieziel. Das bedeutet, dass die Darmschleimhaut (Mukosa) keine Entzündung mehr aufweist. Eine Mukosaheilung kann sich günstig auf den Erkrankungsverlauf auswirken und es sind auch weniger Schübe oder Komplikationen zu erwarten. Die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen können zeigen, ob auch dieses Therapieziel erreicht wird. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt, ob Mukosaheilung als langfristiges Ziel für Sie infrage kommt.

Kontrolluntersuchungen bei CED: Bitte regelmäßig

In den meisten Fällen ist zweimal im Jahr ein Check-up bei der Gastroenterologin bzw. dem Gastroenterologen sinnvoll. Welche Untersuchungen wann notwendig sind, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Der Krankheitsverlauf, mögliche Beschwerden und auch die Therapie spielen dabei eine Rolle. Die gute Nachricht: Eine aufwendige Darmspiegelung ist meist nicht notwendig, wenn es keine Auffälligkeiten oder Komplikationen gibt. Blutwerte, Calprotectin – ein Entzündungsmarker im Stuhl – oder Ultraschall zählen zu den Untersuchungen, mit denen z. B. eine Entzündung festgestellt werden kann. Bei Hinweisen auf Krankheitszeichen können Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt die notwendigen Schritte besprechen, um die CED unter Kontrolle zu bringen.

  • Darmkrebsvorsorge bei CED
    Neben den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen wird bei CED auch die Darmkrebsvorsorge empfohlen. Eine CED kann mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs verbunden sein – u. a. abhängig von der Erkrankungsdauer, dem Verlauf und davon, wo der Darm betroffen ist. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt beraten, ob und wann die Vorsorge bei Ihnen sinnvoll ist.

Quellen:
Sturm A, Atreya R, Bettenworth D et al. Aktualisierte S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn“ der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) (Version 4.1) – living guideline. März 2024, AWMF-Registernummer: 021-004.
Blumenstein I, Schnoy E, Atreya R et al. Aktualisierte S3-Leitlinie Colitis ulcerosa (Version 7.0). November 2025, AWMF-Registernummer: 021-009.
Turner D, Ricciuto A, Lewis A et al. STRIDE-II: An Update on the Selecting Therapeutic Targets in Inflammatory Bowel Disease (STRIDE) Initiative of the International Organization for the Study of IBD (IOIBD): Determining Therapeutic Goals for Treat-to-Target strategies in IBD. Gastroenterology 2021; 160: 1570–1583.

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