26. April 2021

AbbVie zeigt Kriterien für fortgeschrittenen Parkinson im Video

Welche Anzeichen bringen Parkinson-Betroffene mit einer fortgeschrittenen Erkrankung in Verbindung? Diese Fragestellung stand 2019 auf drei Workshops der Deutschen Parkinson Vereinigung (dPV) e. V. im Fokus. Veranstaltet wurden sie von den Jungen Parkinsonkranken (dPV JuPa Südwest) und den Regionalverbänden in Baden-Württemberg. Fachlich unterstützt wurden die Workshops von Dr. Thomas Vaterrodt, Chefarzt der Neurologischen Klinik der SHG-Kliniken Sonnenberg in Saarbrücken.

Die Erkrankung besser einschätzen

In einem Fragebogen kreuzten die insgesamt 114 Workshop-Teilnehmer an, welche der in dem Bogen genannten 15 Kriterien sie als Anzeichen für eine fortgeschrittene Parkinson-Erkrankung bewerten. Die Diskussion der Ergebnisse zeigte, dass die Mehrheit Kriterien wie „wiederholtes Stürzen trotz optimaler Einstellung“ oder „Bewältigung von komplexen Aufgaben ist häufig nicht möglich“ als Kennzeichen für eine fortgeschrittene Erkrankung einstufte. Probleme wie „leicht ausgeprägte Gedächtnisstörungen“ hingegen sahen sie eher als altersbedingt an. Deutlich wurde auch: Betroffene und Angehörige würden Kennzeichen einer fortgeschrittenen Erkrankung gerne besser erkennen können.

16 mögliche Symptome im Video

AbbVie hat diesen Impuls aufgegriffen und in Zusammenarbeit mit Dr. Thomas Vaterrodt 16 kurze Videos produziert, die typische Anzeichen einer fortgeschrittenen Parkinson-Erkrankung zeigen. Gedreht wurde mit professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern, der Neurologe begleitete die Dreharbeiten fachlich und feilte vor Ort mit den Schauspielenden an der richtigen Umsetzung. Auch Symptome wie Teilnahmslosigkeit oder ein Gefühl innerer Leere hätten sie gut umsetzen können, bilanziert Dr. Vaterrodt. Herausforderungen seien gewesen, die Abläufe präzise und so alltagsnah wie möglich zu zeigen und sie in Situationen einzubetten, die Menschen mit Parkinson und Angehörige von Betroffenen direkt wiedererkennen.

Basis für Therapieentscheidungen

Wer die Videos anschaut, soll die eigene aktuelle Situation besser beurteilen können: „Habe ich diese Beschwerden?“, „Wie ist meine Erkrankung einzuschätzen?“. Dies wiederum sei wichtig, da mögliche Therapieoptionen davon abhängen, welcher Schweregrad einer Erkrankung zugeordnet werde, so Dr. Vaterrodt. Eine objektivere Einschätzung kann Betroffenen auch helfen, sich für Therapien bei fortgeschrittenem Parkinson zu öffnen, findet der Neurologe. Das würde nicht bedeuten, dass sie sofort umgesetzt werden müssten. Aber niemand sollte zu lange warten, sondern rechtzeitig die Chance nutzen, die Lebensqualität über einen längeren Zeitraum zu erhalten. AbbVie möchte mit den Videos dazu beitragen, dass Betroffene für diese Entscheidung klare, verständliche Informationen nutzen können.

Hier können alle Videos von AbbVie abgerufen werden.

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