13. Juni 2015

Urlaub und Hepatitis C – Tipps für eine entspannte Reise (Teil 2)

Sie haben sich für ein Reiseziel entschieden und befinden sich mitten in der Planung für Ihren Traumurlaub? Genießen Sie die Vorfreude! In Teil zwei unserer Serie „Urlaub und Hepatitis C: Tipps für eine entspannte Reise“ können Sie lesen, was Sie bei der Vorbereitung nicht vergessen sollten.

Andere Länder, andere Risiken

Informieren Sie sich rechtzeitig vor der Abreise über eventuelle gesundheitliche Risiken Ihres Urlaubslandes. Nach Empfehlung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sollte das spätestens sechs Wochen vor Reisebeginn geschehen. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Arzt, den tropenmedizinischen Instituten oder Gesundheitsämtern. Bei einigen Reisezielen wird eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfohlen. Diese Virushepatiden sind weltweit verbreitet, kommen jedoch besonders häufig in den Tropen vor. Eine Impfung bietet umfassenden Schutz vor Hepatitis A und B und kann durch die Gabe eines Kombinationsimpfstoffes erfolgen. Die Impfempfehlung gilt für alle Reisenden in Risikogebiete. Für Menschen mit Hepatitis C ist eine Impfung besonders ratsam, da eine Infektion mit HAV oder HBV die Leber zusätzlich belasten würde. Gegen Hepatitis C und E existiert derzeit kein Impfstoff. Im nächsten Teil unserer Serie können Sie nachlesen, wie Sie sich vor einer Übertragung schützen können.

Medikamente ins Handgepäck

Denken Sie bei Reisen während einer Hepatitis-C-Therapie an einen ausreichend großen Medikamentenvorrat. Berücksichtigen Sie dabei auch eventuelle Zeitverschiebungen, Reiseverzögerungen und Verspätungen. Sprechen Sie im Vorfeld mit Ihrem Arzt, er kann Ihnen ein entsprechendes Rezept ausstellen. Damit die Medikamente stets griffbereit sind, ist es ratsam, einen Teil davon im Handgepäck aufzubewahren. Sinnvoll ist es auch, eine Kleinigkeit zu essen einzupacken, um eine Medikamenteneinnahme auf nüchternen Magen zu vermeiden. Verteilen Sie Ihre Medikamente auf mehrere Gepäckstücke. So sind Sie auch für den Fall, dass Ihnen ein Gepäckstück abhandenkommt, auf der sicheren Seite. Um Missverständnisse bei Sicherheitskontrollen und Zoll zu vermeiden, empfiehlt es sich, ein ärztliches Attest über den Medikamentenbedarf mitzuführen. Alle wichtigen Angaben sollten auf Deutsch, Englisch und bestenfalls zusätzlich in der Landessprache Ihres Urlaubsziels zu lesen sein.