5. September 2016

Rheuma und Reisen – Gut vorbereitet (Teil 2)

Je besser Sie sich auf Ihre Reise mit Rheuma vorbereiten, umso entspannter kann sie verlaufen. Welche Vorbereitungen zu treffen sind, richtet sich stets auch nach Ihrem Reiseziel und der Art des Reisens. Was Sie bei der Reiseplanung generell berücksichtigen können und wie Sie Ihr behandelnder Arzt dabei unterstützen kann, lesen Sie im zweiten Teil unserer Reihe „Rheuma und Reisen“.

Rheumafreundliche Anreise

Starten Sie schon bei der Anreise entspannt in Ihren Urlaub. Eine wichtige Rolle spielt dabei das richtige Verkehrsmittel. Viele Menschen mit Rheuma empfinden es als angenehm, während der Reise ausreichend Bewegungsfreiheit zu haben. Es kann unangenehm sein, über einen längeren Zeitraum an einen Sitzplatz gebunden zu sein. Jedes Verkehrsmittel hat Vor- und Nachteile: Während Sie beispielsweise während einer Bahnfahrt umhergehen können, bestimmen Sie bei einer Autofahrt selbst, wann Sie eine Pause einlegen möchten. Und die Sitzplätze im Flugzeug mögen zwar beengt sein, dafür ist die Dauer der Anreise deutlich kürzer als zum Beispiel mit dem Pkw. Auch das Reisegepäck lässt sich auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. So können Sie einen Rollkoffer deutlich gelenkschonender transportieren als eine herkömmliche Reisetasche. Einen Rucksack oder eine Umhängetasche können Sie bequem als Handgepäckstück mitnehmen. Generell ist es empfehlenswert, die Gepäckstücke nicht zu schwer zu beladen. Je weniger Gewicht Sie mit sich herumtragen, umso besser können Sie damit zurechtkommen.

Arzt in Reiseplanung miteinbeziehen

Informieren Sie sich vor Reisebeginn über die medizinischen Bedingungen vor Ort. Ein guter Ansprechpartner für Ihre Reise mit Rheuma ist Ihr behandelnder Arzt. Er kann Ihnen Ihre Fragen beantworten und wertvolle Tipps für Ihren Aufenthalt geben. Möglicherweise kann er Ihnen auch einen medizinischen Ansprechpartner oder eine Klinik vor Ort empfehlen, an den oder an die Sie sich im Notfall wenden können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt auch darüber, was Sie im Falle eines akuten Krankheitsschubs tun können. Vielleicht kann er bereits im Vorfeld Medikamente und Dosierungsvorgaben festlegen. Sehen Sie in jedem Fall davon ab, eigenmächtig die Dosierung Ihrer Medikamente zu ändern, da dies zu unerwünschten Nebenwirkungen führen oder die Wirkung beeinträchtigen kann. Sollten sich während Ihrer Reise mit Rheuma medizinische Fragen ergeben, ist es sinnvoll, die Telefonnummer Ihrer Arztpraxis sowie eine E-Mail-Adresse griffbereit zu haben.

Im dritten Teil unserer Reihe erfahren Sie, warum Reiseimpfungen gerade für Menschen mit Rheuma so wichtig sind.