20. Oktober 2015

Essen wie im Urlaub – Mittelmeerdiät schmeckt und tut gut (Teil 5)

Wie eine ausgewogene Ernährung aussehen sollte und was es dabei zu beachten gibt, wissen Sie bereits. Im fünften Teil unserer Serie „Essen wie im Urlaub: Mittelmeerdiät schmeckt und tut gut“ möchten wir Ihnen nun eine Ernährungsform vorstellen, die diese Kriterien erfüllt und sich positiv auf eine entzündlich-rheumatische Erkrankung auswirken kann: die Mittelmeerdiät.

Zusammenspiel gesunder Zutaten

Als Mittelmeerdiät wird die traditionelle Mittelmeerkost bezeichnet. Pizza, Lasagne, Gyros und Ähnliches sind damit jedoch nicht gemeint. Vielmehr geht es bei der Mittelmeerdiät um das Zusammenspiel verschiedener gesunder Zutaten, wie es in der traditionellen Ernährungsweise Südeuropas üblich ist. Viel Gemüse, Obst und Salat sowie Brot und Teigwaren bilden die Basis des Speiseplans. Auch Milch und Milchprodukte wie Joghurt oder Käse werden täglich, aber in Maßen gegessen. Mehrmals in der Woche kommen Fisch und Geflügel auf den Tisch. Dunkles Fleisch, wie Rind oder Schwein, werden eher selten verzehrt. Eine wichtige Rolle bei der Mittelmeerkost spielt auch das Olivenöl, das als Hauptfettquelle verwendet wird. Damit kombiniert die Mittelmeerdiät Lebensmittel mit einem niedrigen Arachidonsäuregehalt (pflanzliche Lebensmittel, Geflügel) mit solchen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind (Fisch) und wirkt damit entzündlichen Prozessen im Körper entgegen. Der regelmäßige Verzehr von Milch und Milchprodukten sichert die Versorgung mit Calcium und Vitamin D, was für den Knochenaufbau und die Osteoporosevorbeugung von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus ist die Mittelmeerkost reich an Ballaststoffen und Kohlenhydraten sowie an Spurenelementen, Mineralstoffen, Vitaminen und Antioxidantien, die das Immunsystem unterstützen und entzündungshemmend wirken.

Olivenöl wirkt positiv auf Herz-Kreislauf-System

Der großzügige Einsatz von Olivenöl in der Mittelmeerdiät hat ebenfalls positive Auswirkungen. Durch seinen hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen, wie beispielsweise Polyphenolen, wirkt es antioxidativ und positiv auf den Blutdruck. Außerdem enthält Olivenöl bis zu 75 Prozent Ölsäure. Diese einfach ungesättigte Fettsäure kann den Cholesterinspiegel senken. Damit hat der regelmäßige Verzehr von Olivenöl einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System. Da Menschen mit Rheuma ein ohnehin erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, kommt ihnen dieser Effekt besonders zugute.

Im nächsten Teil unserer Serie lesen Sie, wie die Wissenschaft die Wirkung der Mittelmeerdiät auf entzündlich-rheumatische Erkrankungen beurteilt.