21. Oktober 2015

Besser leben mit Schuppenflechte – Die Bedeutung der Ernährung (Teil 1)

Das Leben mit einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung wie der Schuppenflechte kann manchmal eine große Herausforderung sein. Moderne Therapien können heute dazu beitragen, die Einschränkungen, die die Erkrankung auf viele Lebensbereiche haben kann, möglichst gering zu halten. Und auch Sie selbst können viel dafür tun, dass Sie sich wieder wohler in Ihrer Haut fühlen. In unserer Serie „Besser leben mit Schuppenflechte“ möchten wir Ihnen einige Tipps und Hinweise geben, die Ihnen den Alltag mit der Erkrankung ein wenig erleichtern können. Im ersten Teil erfahren Sie, welche Bedeutung der Ernährung bei Menschen mit Schuppenflechte zukommt und was Sie dabei beachten sollten.

Übergewicht als Risikofaktor

Übergewicht spielt im Zusammenhang mit Schuppenflechte eine wichtige Rolle. Zum einen zählt Übergewicht zu den häufigsten Begleiterkrankungen einer Psoriasis. Zum anderen kann es das Risiko für den Ausbruch der Erkrankung erhöhen und die Krankheitsintensität negativ beeinflussen. Hinzu kommt, dass Menschen mit Schuppenflechte und Übergewicht nachgewiesenermaßen schlechter auf Therapien ansprechen. Weitere Erkrankungen, die häufig in Verbindung mit Schuppenflechte auftreten, sind unter anderem die Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Diese bergen ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen, welches durch Übergewicht ebenfalls gesteigert ist.

Normalgewicht wirkt sich positiv aus

Verschiedene Studien* haben gezeigt, welche positiven Effekte eine Gewichtsabnahme bei Menschen mit Schuppenflechte auf Krankheitsbild und Therapieansprechen haben kann. Das Gewicht lässt sich am besten über den sogenannten Body-Mass-Index, kurz BMI, definieren. Diesen können Sie leicht selbst bestimmen: Dividieren Sie dazu Ihr Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat Ihrer Körpergröße in Metern. Im Idealfall liegt der BMI zwischen 18,5 und 25. Höhere Werte gelten als Über-, niedrigere als Untergewicht.

Ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung

Um Übergewicht zu reduzieren oder besser gar nicht erst entstehen zu lassen, empfiehlt es sich, auf regelmäßige Bewegung und die richtige Ernährung zu achten. Dazu müssen Sie sich nicht an eine spezielle Schuppenflechte-Diät halten. Es geht vielmehr darum, Ihre Essgewohnheiten im Sinne einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung dauerhaft umzustellen. Wie eine solche Ernährungsweise aussehen kann, erfahren Sie im nächsten Teil unserer Reihe.

*Unter anderem: Naldi, L.; Conti, A.; Cazzaniga, S.; Patrizi, A.; Pazzaglia, M.; Lanzoni, A.; Veneziano, L.; Pellacani, G., and the Psoriasis Emilia Romagna Study Group: Diet and physical exercise in psoriasis: a randomized controlled trial. Article first published online: 12 MAR 2014, DOI: 10.1111/bjd.12735. onlinelibrary.wiley.com/doi

Debbaneh, M.; Millsop, J. W.; Bhatia, B. K.; Koo, J., and Liao, W.: Diet and Psoriasis: Part I. Impact of Weight Loss Interventions. J Am Acad Dermatol. 2014 Jul; 71(1): 133–140. Published online 2014 Apr 4. www.ncbi.nlm.nih.gov

Upala, S., and Sanguankeo, A.: Effect of lifestyle weight loss intervention on disease severity in patients with psoriasis: a systematic review and meta-analysis. Int J Obes (Lond). 2015 Aug; 39(8):1197–1202. doi: 10.1038/ijo.2015.64. Epub 2015 Apr 29. www.ncbi.nlm.nih.gov