20. September 2016

Aktuelles aus der Glückswissenschaft und Positiven Psychologie

In den letzten Jahren haben sich Psychologen der angenehmen Seite unseres Lebens gewidmet. Statt zu untersuchen, was den Menschen krank macht, betrachteten Sie, was uns gesund hält. Und die Forscher haben Spannendes herausgefunden. Hier ein kleiner Einblick:

Macht Geld glücklich?

Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Einig sind sich alle: In Armut leben macht unglücklich. Mit steigendem Einkommen werden wir glücklicher, jedoch nur bis zu einer gewissen Grenze (ca. 60.000 € im Jahr). Wenn wir das Geld aber für die gute Sache einsetzen oder uns dafür schöne Erlebnisse leisten, steigt auch unser Glück.*

Sich selbst treu bleiben?

Die besten Seiten an einem Menschen wurden gut untersucht und die Forscher definierten 24 sogenannte Charakterstärken (z.B. Humor, Weisheit, Optimismus). Sie fanden außerdem eindeutige Zusammenhänge mit unserem Wohlbefinden: Wir können selbst schwere Schicksalsschläge besser verarbeiten, wenn wir zum Beispiel optimistisch bleiben. Wer seine Stärken beruflich einbringen kann, empfindet außerdem mehr Spaß und erlebt mehr Bedeutsamkeit in dem, was er tut. Wir sind dann glücklicher, erfolgreicher, gesünder und können länger und produktiver der Arbeit nachgehen.**

Machen uns kleine oder große Dinge glücklich?

Das hängt vom Alter ab. Je älter wir werden, desto glücklicher machen uns kleine Dinge. Es ist dann eher der Sonnenuntergang, als das große Abenteuer, wonach wir uns sehnen. Die Forscher führen es darauf zurück, dass wir besser wissen, was uns glücklicher macht und nicht mehr so stark auf der Suche sind.
Sie sehen: Glück ist für jeden ein klein bisschen anders, ganz individuell. Und doch ist es so lohnenswert, auf sein eigenes Wohlbefinden zu achten.

* Aknin, L. B. et al. (2013). Prosocial spending and well-being: Cross-cultural evidence for a psychological universal. Journal Of Personality And Social Psychology, 104(4), 635-652.
** Harzer, C., &Ruch, W. (2012). When the job is a calling: The role of applying one’s signature strengths at work.The Journal of Positive Psychology, 7, 362-371.