5. Februar 2019

Begleiterkrankungen: Schuppenflechte geht unter die Haut

Schuppenflechte ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Doch bei Plaques und Juckreiz bleibt es in vielen Fällen nicht. Neben der Haut können auch andere Körperbereiche betroffen sein, denn Schuppenflechte ist mit einer Reihe von Begleiterkrankungen verknüpft.Dazu kommt es unter anderem, weil die entzündlichen Prozesse im Immunsystem sich nicht nur auf die Haut auswirken, sondern auch Entzündungen und Beschwerden an anderen Organen fördern können. Besonders häufig kommt es zu Gelenkbeschwerden: Etwa 20 bis 25 % der Menschen mit Psoriasis entwickeln im Verlauf ihrer Erkrankung eine Psoriasis-Arthritis. Weitere Begleiterkrankungen sind Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Depression oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.

Psoriasis-Therapie: Entzündungskontrolle für Haut und mehr

Es ist bei Schuppenflechte wichtig, dass Sie auf Ihre Haut achten, das allein reicht jedoch nicht. Psoriasis ist eine Systemerkrankung, betrifft also den ganzen Körper, und der ganze Körper sollte daher beim Krankheitsmanagement auch stets im Blick sein. So kann etwa eine konsequente und wirksame Therapie der Schuppenflechte auch einen positiven Einfluss auf mögliche Begleiterkrankungen haben. Medikamente, die innerlich angewendet werden, wirken auf unterschiedliche Weise auf das Immunsystem und somit auf die Entzündung im Körper. Ist die Entzündung unter Kontrolle, kommt das nicht nur der Haut zugute. Es kann sich auch auf mögliche Begleiterkrankungen auswirken.

Begleiterkrankungen: Früh erkennen und behandeln

Entscheidend bei Begleiterkrankungen ist es, sie früh zu erkennen und zu behandeln. Informieren Sie sich daher, welche möglichen Beschwerden auftreten können. So können Sie direkt reagieren und es geht keine wertvolle Zeit bis zur Diagnose und Behandlung verloren. Wenn Sie Beschwerden bei sich feststellen, die auf eine Begleiterkrankung hinweisen – etwa Gelenkschmerzen –, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Hautarzt. Er kann die Ursachen feststellen oder bei Bedarf an einen anderen Facharzt überweisen. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, dass Sie Ärzte, bei denen Sie in Behandlung sind – zum Beispiel Ihren Hausarzt oder Augenarzt –, über Ihre Schuppenflechte informieren. So können Symptome, die auf Begleiterkrankungen hinweisen können, leichter eingeordnet werden.

Selbst aktiv werden und Risiken gegensteuern

Bei Schuppenflechte ist es also wichtig, ein Auge darauf zu haben, ob es Anzeichen für Begleiterkrankungen gibt. Es lohnt sich für Sie jedoch, nicht erst aktiv zu werden, wenn bereits Beschwerden da sind. Durch einen ausgewogenen und gesunden Lebensstil haben Sie selbst die Möglichkeit, aktiv auf einige Risiken positiv einzuwirken. Insbesondere das Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen lässt sich durch eine gesunde Ernährung, ausreichend Sport und Bewegung oder einen Rauchstopp beeinflussen.