1. November 2015

Glück – was heißt das eigentlich?

Was ist Glück? Darüber diskutieren viele Experten seit Hunderten von Jahren. Eine abschließende Antwort wird es nie geben. Denn Ihr persönliches Glück ist individuell – gehört Ihnen und denen, die Sie mögen.

Doch – so verschieden das Glück für jeden daherkommt, einige Aspekte ähneln sich. Der Mediziner und Wissenschaftsjournalist Dr. med. Eckart von Hirschhausen beispielsweise unterscheidet zwischen fünf verschiedenen Glücksarten*. Jede ist auf ihre Weise besonders und ergibt erst mit den anderen zusammen das große Ganze:

Das Glück der Selbstüberwindung steht für das gute Gefühl, Mut zu haben und Hürden zu überwinden. Man könnte es auch als das „Mut-tut-gut“-Glück beschreiben.

Das Glück der Gemeinschaft umfasst unsere Beziehung zu anderen und steht für Liebe, Zugehörigkeit und Miteinander.

Das Glück des Momentes umfasst wertvolle Genussmomente und Sinneserfahrungen. Kleine Mosaiksteine, die oft in das Glück der Fülle übergehen, das wir empfinden, wenn wir von Schönheit oder Stille umgeben sind und am liebsten die Zeit anhalten würden.

Schließlich gibt es noch das Glück des Zufalls, ein gutes Gefühl, das zum Beispiel das Finden eines Glückspfennigs oder das Gewinnen eines Würfelspiels erzeugt.

Während wir zu dieser letzten Glücksart zu Recht wenig beitragen können, liegen die anderen vier umso mehr in unserer Hand.

Und: Jemand anderem das Glück des Zufalls zu bescheren, indem Sie irgendwo einen Glückspfennig hinterlassen, macht auch glücklich. Auf allen Ebenen.
Probieren Sie es doch einmal aus.

* Hirschhausen, E.: Glück kommt selten allein. Rowohlt, 2009, S. 11