20. Mai 2015

Hat Rauchen Einfluss auf die Therapie bei Schuppenflechte?

Rauchen kann möglicherweise die Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie bei Schuppenflechte beeinflussen. Das fanden Wissenschaftler des Royal College of Surgeons in Dublin (Irland) und der Cleveland Clinic in Cleveland (USA) heraus. Im Rahmen einer Studie* beschäftigten sie sich mit der Frage, ob eine systemische, also eine innerliche, Therapie bei Rauchern mit Schuppenflechte ebenso erfolgreich verläuft wie bei Nichtrauchern mit derselben Erkrankung.

Schuppenflechte bei Rauchern stärker ausgeprägt

Es ist bereits bekannt, dass Rauchen einer der Faktoren ist, die für den Ausbruch einer Schuppenflechte oder eines neuen Krankheitsschubs verantwortlich sein können. Ebenso gilt als erwiesen, dass Rauchen Einfluss auf die Schwere der Symptome haben kann. Im Durchschnitt ist die Schuppenflechte bei Rauchern stärker ausgeprägt, als bei Menschen mit Schuppenflechte, die auf den Nikotinkonsum verzichten. Vor diesem Hintergrund untersuchten die Wissenschaftler um den Dermatologen Anthony P. Fernandez von der Cleveland Clinic nun die Bedeutung des Rauchens für den Therapieerfolg.

Unterschiede zwischen Nicht-, Wenig- und Vielrauchern

Dazu wertete das Forscherteam Daten von 46 Nichtrauchern und 20 Rauchern mit Schuppenflechte aus. Aufgrund des kleinen Untersuchungsrahmens ließen sich keine statistisch signifikanten Ergebnisse erheben. Es zeigte sich jedoch, dass es Unterschiede zwischen Nicht-, Wenig- und Vielrauchern gab. Bei Personen, die täglich mehr als zehn Zigaretten rauchten, schlug die Therapie oftmals schlechter an, als bei denen, die weniger oder gar nicht rauchten. Diese ersten Ergebnisse könnten Anlass zu weiteren Untersuchungen geben.

* „Impact of smoking on response to systemic treatment in patients with psoriasis: a retrospective case-control study“, C. E. Kinahan, S. Mazloom, A. P. Fernandez, veröffentlicht im Februar 2015 in: British Journal of Dermatology, www.ncbi.nlm.nih.gov