3. Dezember 2018

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Heute ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Der Aktionstag wurde von den Vereinten Nationen initiiert und hat das Ziel, Aufmerksamkeit für die Belange von Menschen mit Einschränkungen zu schaffen und die Gleichberechtigung zu fördern. Auch durch chronisch-entzündliche Erkrankungen wie Rheuma oder Morbus Crohn haben viele Menschen eine Behinderung. Oft sind diese Einschränkungen jedoch nicht sichtbar und Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen sehen sich häufig mit Vorurteilen oder Unverständnis konfrontiert. Informationen und Aufklärung zu Erkrankungen wie Colitis ulcerosa, Acne inversa oder Psoriasis-Arthritis sind daher ein wichtiger Schritt, um mehr Verständnis zu schaffen.

Leben mit chronischer Erkrankung: Die eigenen Rechte kennen

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen schafft öffentliche Aufmerksamkeit und ruft auf, genauer hinzusehen und Barrieren abzubauen. Wenn Sie durch Ihre chronisch-entzündliche Erkrankung eingeschränkt sind, sollten Sie jedoch auch selbst aktiv werden. Informieren Sie sich, welche Rechte Sie haben. In unserem Sozialrecht gibt es eine Reihe von Regelungen, die einen Ausgleich für diese Nachteile schaffen. Auf diese Weise soll ein gleichberechtigtes Leben trotz Einschränkungen ermöglicht werden. Wenn Sie solche Leistungen in Anspruch nehmen, bedeutet das übrigens keinen besonderen Vorteil. Sie erhalten lediglich einen fairen Ausgleich für Nachteile durch die Erkrankung. Das können Maßnahmen sein, damit Sie weiter Ihren Beruf ausüben können oder auch eine Reha, früher Kur genannt, um etwa nach einer Operation wieder auf die Beine zu kommen.

Grad der Behinderung (GdB) feststellen lassen

Voraussetzung für viele dieser Ausgleichsleistungen ist eine Schwerbehinderung. Wenn Sie durch Ihre chronisch-entzündliche Erkrankung Einschränkungen haben, können Sie beim zuständigen Versorgungsamt einen Antrag auf Feststellung des Grades der Behinderung (GdB) stellen. Bei einem GdB von mindestens 50 liegt eine Schwerbehinderung vor. Ist das der Fall, kann auf Grundlage des Bescheids ein Schwerbehindertenausweis ausgestellt werden. Zu den besonderen Rechten von Menschen mit Schwerbehinderung zählen zum Beispiel ein erweiterter Kündigungsschutz und Steuerfreibeträge. Über den GdB entscheidet das Versorgungsamt immer individuell. Mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, kommt ein GdB von 50 zum Beispiel bei anhaltenden oder häufig wiederkehrenden erheblichen Beschwerden infrage. Mit Rheuma können anhaltende erhebliche Funktionseinschränkungen und Beschwerden Grundlage sein. Doch auch ein GdB unter 50 bietet bestimmte Möglichkeiten, zum Beispiel eine sogenannte Gleichstellung, die berufliche Hilfen bringen kann.

Ob und wenn ja welche Unterstützung Ihnen durch die chronisch-entzündliche Erkrankung zusteht, richtet sich nach Ihrer persönlichen Situation. Machen Sie sich schlau und suchen Sie sich den passenden Ansprechpartner. Abhängig von Ihrem Anliegen sind unterschiedliche Anlaufstellen und Ämter zuständig. Eine praktische Übersicht gibt Ihnen die AbbVie Care-Broschüre „Ansprechpartner und Anlaufstellen“.

Broschüre zum Download
Hier können Sie die AbbVie Care-Broschüre zum Sozialrecht „Ansprechpartner und Anlaufstellen für Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen“ herunterladen.