10. Januar 2018

RheuMotion: Rheuma in Bewegung bringen

Sportliche Aktivität als fester, ergänzender Bestandteil der Rheumatherapie? Und was ist mit den Schmerzen und der eingeschränkten Beweglichkeit? Das, was auf den ersten Blick nicht recht zusammenpassen will, ist das Ziel der Initiative RheuMotion. Grundlage ist die wichtige Erkenntnis, dass Bewegung einen positiven Einfluss auf die Entzündung und Aktivität rheumatischer Erkrankungen hat. Zu ihnen zählen u. a. rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis und Morbus Bechterew. Körperliches Training ist daher eine wichtige Säule der Behandlung, mit der die medikamentöse Therapie unterstützt werden kann. RheuMotion hat es sich zur Aufgabe gemacht, Rheumapatienten zu helfen, in Bewegung zu kommen und zu bleiben. Ins Leben gerufen wurde RheuMotion vom BioPharma-Unternehmen AbbVie. Umgesetzt werden die Aktivitäten der Initiative in Zusammenarbeit mit Rheumatologen, Sportwissenschaftlern, Psychologen und Ansprechpartnern von Patientenorganisationen.

Sport tut gut – auch bei Rheuma

Regelmäßige Bewegung hat viele positive Effekte. Der Bewegungsapparat mit Muskeln, Bändern und Sehnen wird gestärkt, das Herz-Kreislauf-System, der Stoffwechsel und die Atmung profitieren, die Ausdauer wird verbessert. Körperliches Training trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei und hilft bei der Stressbewältigung. Für rheumatische Erkrankungen konnte zudem nachgewiesen werden, dass regelmäßige Aktivität direkt in den Krankheitsprozess eingreift. Bei Bewegung werden von den Muskeln bestimmte Botenstoffe (Myokine) ausgeschüttet. Diese können andere Botenstoffe, die eine entzündungsfördernde Wirkung bei Rheuma haben, unterdrücken und so den Krankheitsprozess günstig beeinflussen. Mangelnde Bewegung hingegen kann sich ungünstig auswirken: Die Gelenke werden weniger durchblutet und es kann zu Gewebeschwund kommen.

In Schwung kommen mit Rheuma

Es ist nicht immer einfach, sich zum Sport aufzuraffen. Eine Erkrankung wie Rheuma, die Schmerzen verursacht und den Bewegungsapparat beeinträchtigt, kann eine weitere Hürde sein. Motivation spielt für Menschen mit Rheuma daher eine besonders große Rolle, um in Schwung zu kommen. Die Bewegungen bzw. die Sportart sollte an die individuellen körperlichen Voraussetzungen angepasst sein. Entscheidend ist es, den Sport zu finden, der Spaß macht und auch langfristig ausgeübt werden kann. Wichtig zu wissen ist auch, dass Bewegung nicht zu einer Verschlechterung der Anzahl geschwollener bzw. druckschmerzhafter Gelenke führt.

Um Bewegung als wichtige Ergänzung zur Rheumatherapie zu fördern, hat die Initiative RheuMotion unterschiedliche Aktivitäten ins Leben gerufen: Durch Studien werden neue Erkenntnisse zum Thema Bewegung und Rheuma gewonnen. Fortbildungsveranstaltungen für Rheumatologen und Leiter von Patientengruppen sorgen dafür, dass Menschen mit Rheuma eine gute Hilfestellung für mehr Bewegung angeboten wird. Die RheuMotion-Internetseite informiert über Hintergründe und Aktionen der Initiative.