12. März 2019

Schuppenflechte: Rauchen verstärkt die chronische Entzündung

Rauchen schadet der Gesundheit – das weiß jeder Menschen. Mit Schuppenflechte hat die Nikotinsucht jedoch noch einen weiteren ungünstigen Effekt: Die Inhaltsstoffe von Zigaretten beeinflussen das Immunsystem und die chronische Entzündung, die der Psoriasis zugrunde liegt, wird verstärkt. Bei Schuppenflechte gerät die körpereigene Immunabwehr aus dem Gleichgewicht. Die Folge daraus ist eine anhaltende Entzündungsreaktion im Körper. Durch das Rauchen entstehen vermehrt sogenannte freie Radikale, Stoffwechselprodukte, die die Zellmembranen angreifen können und entzündliche Prozesse im Körper fördern. Auch auf bestimmte Immunzellen und entzündungsfördernde Botenstoffe wirkt sich der Griff zur Zigarette aus. Wenn Sie Schuppenflechte haben und zu den Rauchern gehören, haben Sie daher durch einen Rauchstopp die Möglichkeit, positiv auf die Erkrankung und ihren Verlauf einzuwirken.

Rauchen zählt zu den Auslösern für Psoriasis

Nicht nur, wenn die Schuppenflechte bereits aufgetreten ist, beeinflusst Rauchen die Erkrankung. Es zählt auch zu den möglichen sogenannten Auslösern. Unterschiedliche Faktoren – etwa Stress – können dazu beitragen, dass ein Mensch an Schuppenflechte erkrankt. Rauchen ist auch einer dieser sogenannten Trigger. Studien zeigen sogar, dass sowohl die Stärke als auch die Dauer des Rauchens das Risiko für eine Psoriasis erhöhen. Die gute Nachricht ist auch hier: Nach der Raucherentwöhnung sinkt das Risiko mit den Jahren des Nichtrauchens.

Doch damit nicht genug. Ein weiteres gutes Argument für einen Rauchstopp mit Schuppenflechte sind Begleiterkrankungen. Menschen mit Psoriasis haben ein erhöhtes Risiko, zum Beispiel an Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen zu erkranken. Rauchen steigert dieses Risiko nochmals. Durch eine Raucherentwöhnung kann dem Risiko für diese Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen daher entgegengewirkt werden. Nicht mehr zu Rauchen ist die Verhaltensänderung mit den größten Erfolgschancen für alle, die ihre Gesundheitsrisiken schnell und nachhaltig senken möchten.

Unterstützung bei der Entwöhnung

Wenn Sie darüber nachdenken, mit dem Rauchen Schluss zu machen, haben Sie den ersten Schritt in ein rauchfreies Leben bereits getan. Den weiteren Weg müssen Sie nicht allein gehen. Mit Unterstützung kann es leichter gelingen, ans Ziel zu kommen. Sie können sich zum Beispiel an das kostenfreie Beratungstelefon zum Nichtrauchen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wenden (0800 – 8 31 31 31, Mo. bis Do. von 10.00 bis 22.00 Uhr, Fr. bis So. von 10.00 bis 18.00 Uhr). Auch Kurse zur Raucherentwöhnung können eine gute Hilfe sein. Eine Liste von Angeboten finden Sie unter www.anbieter-raucherberatung.de. Die Vorteile eines rauchfreien Lebens mit Psoriasis liegen auf der Hand. Werden Sie aktiv – Sie können es schaffen!