2. Februar 2017

An die Seele denken – Bleiben Sie im Gleichgewicht (Teil 2)

Stress kann negativen Einfluss auf chronisch-entzündliche Hauterkrankungen haben und sie unter Umständen verschlimmern. Nehmen die Beschwerden zu, kann das neuen Stress erzeugen. Ein gutes seelisches Gleichgewicht kann dabei helfen, diesen Kreislauf gar nicht erst entstehen zu lassen oder ihn zu durchbrechen. Was Sie selbst dazu beitragen können, lesen Sie im zweiten Teil unserer Reihe „An die Seele denken“. Außerdem erfahren Sie, welche Strategien zur Stressbewältigung geeignet sind.

Stressbewältigung kann sich positiv auswirken

Das beste Mittel gegen Stress ist, ihn gar nicht erst aufkommen zu lassen. Doch nicht alle Stressquellen lassen sich einfach abstellen. Dann kann es helfen zu lernen, wie Sie damit umgehen können. Eine gute Stressbewältigung kann sich positiv auf Ihre Erkrankung auswirken. Dazu ist es zunächst einmal wichtig, sich bewusst zu machen, wo Ihre persönlichen Stressquellen verborgen liegen und was Sie daran ändern können. Fühlen Sie sich beispielsweise durch Zeitmangel unter Druck gesetzt, kann es helfen, Prioritäten zu setzen und sich auf Wesentliches zu konzentrieren. Das Erstellen realistischer To-do-Listen kann Sie dabei unterstützen, den Überblick zu behalten. Wenn es besonders stressig ist, kann es auch sinnvoll sein, einen Schritt zurückzutreten. Mit etwas Distanz lassen sich Probleme manchmal einfacher lösen. Generell sollten Sie lernen, auf sich zu achten. Überlegen Sie sich, was Ihnen guttut und wie Sie am besten neue Energie tanken können. Überfordern Sie sich nicht. Erkennen Sie Ihre Grenzen und nehmen Sie sie an. Wenn Sie merken, dass Sie Unterstützung brauchen, scheuen Sie sich nicht, danach zu fragen.

Aktiver und positiver Umgang mit der Erkrankung

Ist die chronisch-entzündliche Hauterkrankung selbst der Stressauslöser, kann ein aktiver und positiver Umgang mit der Erkrankung dabei helfen, sie weniger als Belastung zu empfinden. Dazu ist es sinnvoll, sich gut über die Schuppenflechte bzw. Acne inversa zu informieren. Je mehr Sie über Ihre Erkrankung wissen, umso eher können Sie eventuelle Ängste oder Unsicherheiten abbauen. Ein offener Umgang Ihrem engen persönlichen Umfeld gegenüber kann dabei helfen, unbedachten Reaktionen und Missverständnissen vorzubeugen. So kann es beispielsweise schon viel bewirken, zu verdeutlichen, dass es sich bei einer Acne inversa eben nicht um eine gewöhnliche Akne, sondern um eine ernst zu nehmende Erkrankung handelt. Wenn Sie mit Ihrem Partner, Ihrer Familie oder engen Freunden über Ihre Erkrankung sprechen, kann das allen Beteiligten Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung geben. Einigen Menschen mit Schuppenflechte oder Acne inversa hilft es auch, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Eine gute Möglichkeit dafür ist beispielsweise der Besuch einer Selbsthilfegruppe. Ist die Belastung durch die Erkrankung zu groß, kann es manchmal sein, dass der Druck allein nicht zu bewältigen ist. Dann ist es ratsam, sich psychologische Unterstützung zu holen. Viele Betroffene schrecken davor möglicherweise zurück und tabuisieren diese Therapieform, aus Sorge, als „verrückt“ zu gelten. Dazu besteht jedoch kein Grund. Die psychologische Unterstützung ist ein wichtiger Aspekt der Behandlung. Betroffene können hier neue Strategien zu einem positiveren Umgang mit der Erkrankung erlernen.

Entspannungstechniken können Sie bei der Stressbewältigung unterstützen und Ihnen dabei helfen, zur Ruhe zu kommen. Mehr dazu lesen Sie im dritten und letzten Artikel unserer Serie.