9. Dezember 2015

Besser leben mit Schuppenflechte – Bleiben Sie entspannt! (Teil 9)

Zu viel Stress kann krank machen. Das gilt nicht nur für Menschen mit Schuppenflechte. Gerade in Zusammenhang mit der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung kommt dem Stress allerdings eine besondere Bedeutung zu. Bei vielen Betroffenen zeigen sich psychische Belastungen über die Haut. Mehr über den Zusammenhang zwischen Stress und Schuppenflechte lesen Sie im neunten Teil unserer Reihe „Besser leben mit Schuppenflechte“.

Zwei Arten von Stress

Stress ist nicht gleich Stress. Ganz allgemein wird mit dem Begriff „Stress“ die Reaktion des Körpers auf Herausforderungen oder Belastungen bezeichnet. Kommt es zu einer Stressreaktion, schüttet der Körper Stresshormone wie Kortisol und Adrenalin aus. Puls, Blutdruck und Atmung beschleunigen, die Sauerstoffversorgung für Herz und Muskeln nimmt zu. Dadurch wird zusätzliche Energie freigesetzt. Im positiven Sinn erleben Sie das bei sportlichen Herausforderungen. Positiver Stress regt an und hilft Ihnen, über sich selbst hinauszuwachsen. Negativer Stress dagegen wirkt belastend. Er entsteht dann, wenn Sie bestimmte Situationen dauerhaft überfordern. Das kann eine Überlastung im Alltag oder am Arbeitsplatz sein, ein bedrückendes Ereignis oder ein scheinbar unlösbares Problem. Diese Art von Stress schadet der Gesundheit und kann einen negativen Einfluss auf die Schuppenflechte haben.

Stress und Schuppenflechte

Es ist bekannt, dass negativer Stress eine Schuppenflechte auslösen kann. Ein Zuviel an Belastung kann einen neuen Krankheitsschub nach sich ziehen oder bestehende Entzündungen noch verstärken. Nicht selten setzt das einen Teufelskreis in Gang, denn auch die Schuppenflechte selbst kann sich zum Stressfaktor entwickeln. Sichtbare Plaques, aufwendige Therapien oder die Angst vor einem neuen Schub können für Betroffene eine große Belastung sein. Allerdings reagiert nicht jeder Mensch mit Schuppenflechte in gleicher Weise auf Stress. Ob und in welchem Ausmaß sich belastende Ereignisse auf die Erkrankung auswirken, ist bei jedem Betroffenen unterschiedlich. Reagiert die Haut, tut sie das meist innerhalb von drei bis vier Wochen.

Wie Sie den Teufelskreis aus Stress und Schuppenflechte durchbrechen und was Sie gegen negativen Stress tun können, erfahren Sie im nächsten und letzten Teil unserer Serie.